7 aktuelle Inbound Marketing Trends: So werden KMU besser gefunden

Mehrere Geschäftsleute, die den Daumen nach oben halten, um die Inbound Marketing Strategie zu feiern.
Warum funktioniert Inbound Marketing? Ganz einfach: Weil es potenzielle Kunden über mehrere Kanäle erreicht. HEROLD stellt 7 aktuelle Trends vor. Adobe Stock, (c) REDPIXEL

Wie und wonach sucht die Zielgruppe heute, wie erlangt man ihre Aufmerksamkeit? Wenn man die eigenen Marketing-Prozesse stets an diesen Überlegungen ausrichtet, dann spricht man von Inbound Marketing. Wir fassen die interessantesten Trends in diesem (extrem vielseitigen) Marketing-Segment zusammen.

Inbound Marketing für KMUs

Storytelling, Influencer-Marketing, Native Advertising & Co – schwirrt Ihnen auch schon der Kopf von den vielen Fachbegriffen? Wenn der durchschnittliche KMU sich im World Wide Web darüber informiert, wie er neue Kunden gewinnen kann, bekommt er alles. Alles außer einer eindeutigen Antwort. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen heute 7 Trends im Bereich Inbound Marketing vorstellen, die KMUs auch ohne großes Fachwissen in Sachen Marketing beherzigen können.

Übrigens: Obwohl fälschlicherweise gerne synonym verwendet ist Inbound Marketing nicht das gleiche wie Content Marketing. Content Marketing betrifft hauptsächlich Produktion und Distribution von Inhalten, Inbound Marketing hingegen bezeichnet sämtliche Maßnahmen, die KMUs unternehmen können, um von potenziellen Kunden (oder Geschäftspartnern) gefunden zu werden. Inbound Marketing ist also deutlich umfassender als Content Marketing.

1. Inbound Marketing Trend: Personalisierung

Was bei E-Mails funktioniert, geht mit zeitgemäßen Marketing-Tools auch in sämtlichen anderen Kanälen: Die Menschen wollen beim Namen genannt werden. Doch dabei bleibt es heute nicht mehr; sie wollen auch genau den Content serviert bekommen, der zu ihnen passt. Dabei kann man an vielen Schrauben drehen – nur einige Anregungen: Standortdienste nutzen, den Content gerätespezifisch ausspielen (zum Beispiel für Voice Search optimierte Inhalte) oder die ganze User Journey bis zum Kauf individualisieren. Unternehmen sollten ihr Marketing so persönlich wie nur möglich gestalten.

2. Messenger Marketing reduziert Streuverluste

Die Leute lieben Messenger Apps! Bereits seit 2015 haben die 4 größten Messenger-Dienste mehr aktive User als die wichtigsten Social Networks. Die Öffnungsraten von Nachrichten liegen dabei übrigens (je nach Studie bzw. Kampagne) bei 70 bis 98 Prozent. Vergleichen Sie das mal mit den Zahlen Ihrer letzten Newsletter-Kampagnen!

Unternehmen haben heute immer attraktivere Möglichkeiten, Messenger-Apps in ihrem Marketing-Mix sinnvoll zu nutzen. Beispielsweise richtet sich WhatsApp for Business speziell an KMUs. Automatisierung durch Chatbots ist ebenfalls ein heißes Thema. Und generell entstehen in diesem Bereich laufend neue Support- und Vertriebskanäle.

Männerhand, die ein Handy bedient, auf dem der Nachrichtenverlauf mit einem Chatbot zu sehen ist. Hierbei handelt es sich um einen Inbound Marketing Trend.
Messenger Marketing liegt im Trend, weil es den Kunden direkt erreicht. Wer hat heute schließlich noch Zeit, um E-Mails zu öffnen? Adobe Stock, (c) anyaberkut

3. Scientific Marketing als Trend

Die Basics einer guten Inbound-Marketing-Strategie? Analysieren, testen & optimieren! So antworten vermutlich all jene Profis, die Marketing nicht als „Kunst“, sondern als eigene Wissenschaft verstehen. Dieser Trend mag komplex klingen, ist aber eigentlich rasch erklärt und bis zu einem gewissen Grad auch für Kleinunternehmer/innen relevant: Gutes Marketing wird sich in Zukunft noch stärker auf Datenmaterial, Studienresultate und Technologie stützen (müssen).

4. Inbound Marketing Trend: Storys in Echtzeit

Die Story-Funktion von Social Networks als Marketing-Hype? Nicht per se, dafür ist sie schon zu lange omnipräsent. Sehr wohl „voll im Trend“ sind anno 2019 aber interaktive Story-Formate und clevere Storytelling-Kampagnen in Echtzeit. Beispielsweise entwickeln sich „Insta-Stories“ immer mehr zur Anlaufstelle Nr. 1 für  Instagram-Nutzer (ca. 500 Mio. nutzen sie täglich).

Auch Unternehmen kommen auf diesem Wege leicht auf beachtliche Reichweiten. Mit dem Polling-Feature oder der Feedback-Funktion gibt es zudem spannende Möglichkeiten, um als Unternehmen mit der richtigen Zielgruppe in Kontakt zu treten. 

Aber Achtung! Neukundenaquise via Social Media funktioniert nicht in jeder Branche gleich gut. Wer von Instagram, Facebook & Co profitiert, verraten wir Ihnen im Blogartikel „Wie wichtig ist Social Media für den Unternehmenserfolg?“.

5. Content Marketing zur Personalsuche

Entscheidungsträger wissen: Gutes Personal zu finden, das gleichzeitig auch perfekt zum Betrieb passt, ist verdammt schwierig. Immer mehr Firmen setzen daher auf Content, um qualifizierte Verstärkung zur Company zu lotsen. „Inbound HR Marketing“ heißt dieser Trend.

Doch wie sieht das in der Praxis aus? Und worin liegen die Vorteile? Die Online-Mitarbeiterzeitung, ein digitaler Recruiting-Prozess oder einfach mehr Spielraum für Personalthemen am Corporate Blog und in den Social-Kanälen? Die Möglichkeiten sind vielfältig. Innovative Unternehmen können sich auf diese Weise authentisch präsentieren, werden zudem als „First Mover“ wahrgenommen und dadurch für junge Talente viel attraktiver.

Junger Mann, der von einem Magneten durch den Computer Bildschirm gesaugt wird. Inbound Marketing.
Sie suchen qualifizierte und motivierte neue Mitarbeiter? Wie wäre es mit Inbound Marketing im Bereich Human Resources? Adobe Stock, (c) alphaspirit

6. Inbound Marketing Trend: audiovisueller Content

Im heutigen Web-Zeitalter kann jedes Unternehmen (aus jeder Sparte) ganz leicht zum Content Creator und Publisher werden. Die Kehrseite: Ein gewisser Overflow an Information macht sich breit. Wie kann man also aus der Masse herausstechen?

Audiovisueller Content (Podcasts, Videoclips, Livestreams etc.) wird dafür immer mehr zum Muss. Solche Inhalte sind idealerweise einfach zu konsumieren, sind einprägsam und abwechslungsreich. Linktipp dazu: In diesem Video-Interview bezieht HEROLD Head of Content Christoph Schlarb zum Thema SEO für KMU Stellung.

7. Trend zur Paid Distribution

Laut CMI nutzen in Nordamerika über 70% aller Marketer bezahlte Kanäle, um Inhalte zu verbreiten. 36% Prozent aller Unternehmen haben für Paid Content Distribution unlängst ihre Ausgaben erhöht. 65% aller Konsumenten tendieren dazu, auf Google Ads zu klicken, bevor sie im Internet kaufen. (Mehr Interessante Zahlen liefert diese Infografik.)

Der Trend soll die Bedeutung organischer Suchmaschinenoptimierung (SEO) keineswegs schmälern. Letztlich geht es schlichtweg darum, den Leuten das zur Verfügung zu stellen, wonach sie gerade suchen. Daher nutzen auch immer mehr Kleinunternehmen bezahlte Kanäle zur Vermarktung ihrer Inhalte.

Bonustipp: SEO der “nächsten Generation” umsetzen

Ein Tipp zum Abschluss: Suchanfragen und in weiterer Folge die Ergebnisseiten entwickeln sich ständig weiter. Aber nur ein Bruchteil aller KMUs passt sich auch wirklich daran an. Denken Sie nur an die Herausforderungen, die die Sprachsuche mit sich bringt! Und was passiert eigentlich, wenn die Ergebnislisten auf Google ihre Positionen plötzlich verändern (neue SERP-Positionen)? Wenn Sie auch zukünftigen Änderungen entspannt entgegensehen möchten, sollten Sie in professionelle Suchmaschinenoptimierung investieren.

Wappnen Sie sich für die Zukunft mit Next Generation SEO!

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