Online Marketing: Wie mache ich im Internet auf mich aufmerksam?

Die wichtigsten Begriffe des Online Marketing im Überblick: Hier finden Sie den passenden Methoden-Mix um im Internet neue Kunden zu erreichen! Foto: Adobe Stock, (c) mihacreative

Sie möchten im Internet neue Kunden gewinnen? Dann bewegen Sie sich in der Welt des Online Marketing! Dieser Fachbereich umfasst zahlreiche Maßnahmen, mit denen Unternehmen im Internet Aufmerksamkeit auf sich ziehen und zusätzliche Geschäftsabschlüsse generieren können. Unser Beitrag verrät, welche Online Marketing Kanäle es gibt, worauf man beim Erstellen einer digitalen Marketing-Strategie achten muss und wie KMU in Österreich Online Marketing für sich nutzen können!

Online Marketing – was ist das?

Unter dem Begriff Online Marketing versteht man sämtliche Werbe-Maßnahmen, die von Unternehmen im Internet umgesetzt werden. Hinter dieser kurzen Definition verbirgt sich in der Praxis ein enormes Repertoire an unterschiedlichen Strategien und Instrumenten. Immerhin lässt sich jede Aktivität, die Ihr Unternehmen online bekannt macht und zusätzliche Besucher auf Ihre Website lockt, im weitesten Sinne als Onlinemarketing bzw. Internetmarketing betrachten.

Zum Marketing im Internet gehören unter anderem die Gestaltung Ihrer Firmenwebsite, die Optimierung für Suchmaschinen wie Google, bezahlte Anzeigen, Kampagnen auf sozialen Netzwerken uvm. In unserem Überblick haben wir die wichtigsten Digital-Marketing-Kanäle für Unternehmen in Österreich kurz und verständlich zusammengefasst.

Wichtige Begriffe: Outbound Marketing vs. Inbound Marketing

Um etwas Ordnung in die Vielzahl an Marketingkanälen im Netz zu bringen, unterscheiden Experten für Onlinemarketing zwischen verschiedenen Kategorien. Zu den gängigsten Einteilungen gehören dabei die Begriffe Outbound Marketing und Inbound Marketing.

Unter Outbound Marketing versteht man Werbe-Maßnahmen, mit denen Unternehmen an potenzielle Kunden herantreten bzw. aktiv auf sich aufmerksam machen wollen. Dazu zählt vor allem „traditionelle“ Werbung in Form von Anzeigen, Plakaten, Flyern, Werbespots im Fernsehen oder auf YouTube, etc.

Bei Inbound Marketing geht es hingegen darum, von Kunden gefunden zu werden. Etwa indem man hilfreiche Texte über den eigenen Fachbereich schreibt und auf der Firmenwebsite bereitstellt, so dass Kunden bei Fragen zum Thema von sich aus auf Ihr Angebot stoßen. Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem Beitrag über Inbound Marketing Trends.

Unternehmer umgeben von den Begriffen Social Media, Email Marketing, Blog Marketing, digitale Strategie, Customer Analyse, SEO, etc.
Online Marketing setzt sich aus vielen verschiedenen Disziplinen zusammen. Unser Überblick liefert alle wichtigen Informationen! Foto: Adobe Stock, (c) keepsmiling4u

Bereiche des Online Marketing

Die eigene Website

Die Firmenwebsite Ihres Unternehmens ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt für alle Online-Marketing-Maßnahmen. Werbe-Aktionen im Internet dienen primär dazu, potenzielle Kunden auf Ihre Homepage zu leiten. Um aus einem Website-Besucher auch wirklich einen Kunden zu machen, müssen im entscheidenden Moment die Optik und der Aufbau Ihrer Firmenwebsite überzeugen. Vereinfacht gesagt: Die beste Marketing-Kampagne bringt nichts, wenn Besucher nach einem Klick auf Ihre Anzeige wegen Ihrer schlechten Website wieder abspringen.

Eine ansprechende, moderne und übersichtliche Homepage bestimmt also über Erfolg oder Misserfolg Ihrer Marketingmaßnahmen. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie keine Kunden „auf der Zielgeraden“ verlieren. Es gilt also, die Conversion-Rate zu optimieren um möglichst viele kaufrelevante Handlungen (Conversions) zu erzeugen. Bei der Optimierung Ihrer Firmenwebsite sollten Sie sich unter anderem folgende Fragen stellen: Finden Besucher schnell das gesuchte Produkt bzw. Angebot oder muss die Seitenstruktur verbessert werden? Funktioniert die Firmenwebsite auf Smartphones und Tablets oder muss erst ein Responsive Design für mobile Geräte her? Sind die Ladezeiten angemessen oder muss die Technik beschleunigt werden?

Tipp: In unserem Beitrag über häufige Website-Fehler decken wir noch mehr mögliche Schwachstellen von Firmenwebsites auf. In unserem Website-Vergleich zwischen selbstgemachten Seiten und professionellen Websites, erfahren Sie außerdem, warum sich auch kleine Unternehmen eine Website erstellen lassen sollten.

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Content Marketing – Firmenwebsite als Marketing-Plattform nutzen

Dass Sie Ihre Leistungen und Ihr Unternehmen auf der Firmenwebsite möglichst ansprechend präsentieren sollten, liegt vermutlich auf der Hand. Doch eine Unternehmenswebseite kann auch darüber hinaus genutzt werden, um Aufmerksamkeit zu generieren und Besucher anzulocken. Das hat klare Vorteile: die eigene Website lässt sich frei gestalten und es entstehen keine zusätzlichen Kosten für Anzeigen, gesponserte Beiträge oder Ähnliches.

Der Trick an der Sache liegt darin, Ihre Homepage so aufzubauen, dass Internet-Nutzer aus eigenem Antrieb Ihre Seite besuchen. Diese Taktik wird auch Content Marketing genannt und versucht, mit nützlichen Inhalten Sichtbarkeit zu erzeugen. Mögliche Ansätze sind etwa ein Firmenblog mit News aus der eigenen Branche oder Ratgeber-Content in Form von Anleitungen zum Selbermachen. So stoßen User bei der alltäglichen Internet-Suchen auf Ihre Inhalte und werden bei dieser Gelegenheit auch auf Ihre Marke bzw. Ihr Unternehmen aufmerksam.

Tipp: Wie es als KMU gelingt, eine erfolgreiche Content-Strategie in den Firmenalltag zu integrieren, verrät unser Artikel zum Thema Content-Aktualisierung.

Eingabefeld für Google Suche im Web-Browser
Die Suchmaschine-Google ist die wichtigste Quelle für neuen Website-Traffic und zusätzliche Kundenkontakte im Internet. Foto: Adobe Stock, (c) vectorsanta

Suchmaschinenmarketing (SEM)

Die Suchmaschine Google ist mit Abstand die größte und wichtigste Quelle für neue Website-Besucher. Studien gehen davon aus, dass mehr als 50% aller Website-Zugriffe im Internet mit einer Google-Suche beginnen. Bei kleinen Webseiten liegt der Anteil an Besuchern, die über den Suchmaschinen-Giganten auf der Homepage gelandet sind, oft sogar bei 80 bis 90 Prozent oder noch mehr. Denn während viele Nutzer bekannte Seiten wie Facebook, Youtube oder Wikipedia direkt ansteuern, haben nur wenige von uns die Homepage eines Installateurs oder Fliesenlegers gespeichert. Den passenden Anbieter suchen wir erst bei Bedarf, und zwar über Google.

Entsprechend gehört das Anzapfen von Google-Traffic zu den wichtigsten Aufgaben des digitalen Marketings. Dieser Bereich wird zwar neutral als Suchmaschinenmarketing bzw. Search Engine Marketing (SEM) bezeichnet, in der Praxis gibt es aber nur eine Suchmaschine, die dabei wirklich relevant ist: Der Marktanteil von Google liegt in Österreich stabil bei rund 95%. Wichtiger ist hingegen die Unterscheidung zwischen Google Such Werbung (bezahlten Anzeigen) und der Suchmaschinenoptimierung.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Unter Suchmaschinenoptimierung bzw. Search Engine Optimization versteht man sämtliche Maßnahmen, die das Google Ranking verbessern und so mehr Zugriffe für eine Seite erzeugen sollen. Im Unterschied zu bezahlten Anzeigen, spricht man bei den normalen Suchergebnissen auch von der organischen Google-Suche. Google bewertet Websites über einen Algorithmus anhand zahlreicher Rankingfaktoren, unter anderem kommt es beim Ranking auf die Technik (Ladezeit, Sicherheit, etc.) und den Inhalt einer Webseite an.

Offpage-Optimierung: Aspekte, die die Funktion einer Website betreffen, aber nicht den eigentlichen Inhalt, werden mit dem Begriff Offpage-Optimierung zusammengefasst. Unter anderem kann lässt sich die Platzierung auf Google verbessern, indem man Ladezeiten kürzer macht, Sicherheitsstandards wie das SSL-Zertifikat umsetzt und eine optimale Darstellung auf Mobilgeräten sicherstellt. Seit dem aktuellen Google Core Update spielen auch die sogenannten Core Web Vitals eine noch größere Rolle.

Onpage-Optimierung: Wenn Sie auf Google nach oben kommen möchten, muss neben den technischen Grundlagen auch der Inhalt Ihrer Seite den Erwartungen der Google-User entsprechen. Wer auf Content Marketing setzt, also hochwertige Beiträge veröffentlicht und bestehende Artikel durch laufende Pflege und Updates verbessert, hat hier schon eine solide Grundlage. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, sich beim Erstellen von Inhalten an einem bestimmten Keyword zu orientieren. Unter Keywords versteht man konkrete Suchanfragen, zu der Sie die Antwort bereitstellen.

Google Ranking verbessern? SEO von HEROLD macht’s möglich!

Suchmaschinenwerbung (SEA)

Die Plattform Google Ads erlaubt es, bezahlte Anzeigen für bestimmte Suchanfragen zu schalten, die über den normalen Suchergebnissen angezeigt werden, wenn ein User nach den festgelegten Begriffen googelt. Der Vorteil von Search Engine Advertising (SEA) beziehungsweise Suchmaschinenwerbung liegt darin, dass Sie auf diesem Weg schnell Sichtbarkeit für Ihr Unternehmen erzeugen können.

Während Ranking-Verbesserungen in der organischen Suche oft einige Monate in Anspruch nehmen, kann Google Werbung sofort neue Besucher auf Ihre Website leiten. Auch die genaue Messbarkeit gehört zu den Stärken von Suchmaschinenwerbung: Im Gegensatz zu Print-Anzeigen oder ähnlichen Formaten können Sie online genau messen, wie viele Zugriffe eine Ad-Kampagne tatsächlich bringt.

Der Haken an Suchmaschinenwerbung liegt in den laufenden Kosten: jedesmal, wenn ein Nutzer auf Ihre Anzeige klickt, wird ein bestimmter Betrag von ihrem Werbe-Budget abgezogen. Der genaue Betrag (CPC bzw. Cost-Per-Click) hängt davon ab, wie beliebt ein Suchbegriff ist. Damit sich diese Klicks für Sie lohnen und zu neuen Aufträgen führen, sollte Google Werbung unbedingt durch eine professionelle Agentur umgesetzt werden. Die fortlaufende Optimierung für eine gute Performance setzt das nötige Fachwissen voraus.

Tipp: In unserem Artikel SEO oder SEA gehen wir der Frage nach, auf welche Strategie für Suchmaschinenmarketing KMU setzen sollten. Auf die Frage der Kosten und des Return-on-Investment gehen wir hier näher ein: Wann rentieren sich SEO und SEA?

Umsatz durch Google Werbung steigern?
Ads auf einer Webseite, einem Smartphone und vor Videos. Digital Marketing
Bannerwerbung wird auf Websites angezeigt, aber auch Werbung auf Youtube oder in Gmail-Konten ist möglich. Foto: Adobe Stock, (c) aa_amie

Display-Werbung

Bei der klassischen Banner-Werbung wird eine Bild-Anzeige Ihrer Wahl auf Webseiten ausgespielt, die Konsumenten ansurfen. Auch in diesem Segment ist Google der Top-Anbieter: Das sogenannte Google Display Netzwerk umfasst über 2 Millionen Seiten, über die Sie Ihre Zielgruppe punktgenau ansprechen können. Denn der große Vorteil dieser Werbeform liegt in den präzisen Einstellungen, mit denen Sie festlegen können, wer Ihre Bannerwerbung zu sehen bekommt.

Faktoren, mit denen Sie Ihre Zielgruppe präzise festlegen können, sind etwa Wohnort, Alter, Geschlecht, das Interesse für bestimmte Themen und sogar Google-Suchen aus den letzten Tagen. So können Sie genau jene Menschen ansprechen, die bereits aktiv nach Ihren Produkten recherchieren! Mehr zu dieser Marketing-Strategie verrät unser Artikel zum Konzept des Retargeting.

Google Banner Werbung vom Profi

Social-Media-Marketing

Ähnlich wie das Suchmaschinenmarketing lässt sich auch Social-Media-Marketing über bezahlte Anzeigen oder organisches Wachstum betreiben. Einen Account in einem sozialen Netzwerk aktiv zu halten und regelmäßig mit neuen Posts zu versorgen, ist jedoch eine langfristige Aufgabe. Viele Unternehmer unterschätzen den Aufwand, der mit einem Social-Media-Profil verbunden ist. Nur wer bereit ist, über Wochen und Monate am Ball zu bleiben, kann mit Social-Media-Marketing Follower sammeln.

Das Potenzial von Social Media als Marketingkanal ist theoretisch enorm: Im besten Fall teilen User Ihren Beitrag von sich aus und er entwickelt sich zum Erfolgsbeispiel für virales Marketing. Für kleine Unternehmen sind aufwändige Kampagnen und gesponserte Beiträge jedoch in der Regel eine übertriebene Investition. In diesem Segment eignen sich soziale Netzwerke eher als Ergänzung, mit der Sie den übrigen Internetauftritt Ihres Unternehmens aufwerten können. So kann ein Florist z.B. Fotos seiner Blumenarrangements auf Instagram hochladen und diesen Instagram-Account auf der Firmenwebsite einbinden.

Tipp: In unserem Beitrag zum Thema Social Media erklären wir im Detail, welche Branchen besonders von sozialen Netzwerken profitieren können. Außerdem haben wir hilfreiche Tipps für die Umsetzung von Social Media Marketing gesammelt.

Customer verwendet Laptop um Email-Nachricht zu lesen.
Newsletter und Email-Marketing eignen sich hervorragend, um Bestandskunden zu erreichen. Foto: Adobe Stock, (c) onephoto

E-Mail-Marketing

Marketing per E-Mail bzw. Newsletter (eine Form von Direktmarketing) gilt zwar als etwas altmodisch, ist aber nach wie vor eine effektive Methode, um Kunden zu erreichen. Das gilt insbesondere wenn es darum geht, bestehende Kunden erneut zu „aktivieren“, etwa mit einem Hinweis auf aktuelle Rabatte und Aktionen in Ihrem Online-Shop.

Aber Vorsicht: Marketing-Aussendungen müssen in Sachen Privatsphäre und Datenschutz den Anforderungen der DSGVO sowie den Gesetzen in Österreich (Telekommunikationsgesetz) entsprechen. Das bedeutet in erster Linie: Für den Versand von E-Mails ist eine vorherige und jederzeit widerrufbare Zustimmung erforderlich. Die Kaltakquise per Mail (cold email) ist in Österreich illegal. Noch mehr Informationen zum Thema gibt es auf der Website der WKO.

Branchenportale

Wer im Internet gefunden werden will, muss überall dort präsent sein, wo potenzielle Kunden nach Dienstleistern suchen. Firmen- und Branchenportale sind eine häufig unterschätzte Quelle für zusätzliche Aufträge. Zum einen verfügen große Firmenverzeichnisse über eine beachtliche Zahl an Besuchern, die direkt über die jeweilige Plattform nach einem passenden Unternehmen suchen. Wer seinen Firmeneintrag pflegt, mit den aktuellen Kontaktdaten des Unternehmens versorgt und eigene Bilder und Fotos hochlädt, hat gute Chancen, bei der Firmensuche einen Kontakt zu generieren.

Zum anderen haben Branchenportale oft ein gutes Google-Ranking und scheinen selbst in den Suchergebnissen auf, wenn Nutzer nach Firmen in ihrer Umgebung suchen. Ein Klick auf das Branchenportal führt zu einer Auswahl an Unternehmen, die dort gelistet sind. Mit einem gut gestalteten Firmeneintrag können Sie also auch von diesen Zugriffen profitieren. Um von der lokalen Google-Suche zu profitieren, sollten Sie insbesondere auf Ihren Google My Business Account achten. Für die Darstellung Ihrer Firma in den Suchergebnissen ist dieser Eintrag von zentraler Bedeutung.

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Johannes Köller