ADHS: Symptome und Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizits

Last Updated on: 30th Mai 2022, 02:31 pm

ADHS-Experte und Facharzt hält eine Tafel hoch.
Alle Infos zur Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung bei Kindern und Erwachsenen in unserem Ratgeber! Foto: Adobe Stock, (c) gguy

Ablenkbarkeit, Hyperaktivität, Probleme mit Konzentration und Aufmerksamkeit: Diese Symptome deuten auf die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung ADHS hin. Knapp 10% aller Kinder im Schulalter sind von dieser Störung der Hirnfunktion betroffen, in einem Drittel der Fälle bleibt sie bis ins Erwachsenenalter bestehen. Wie du ADHS erkennst, was dabei hilft, die Konzentration zu fördern, und welche ADHS Experten in Österreich dir bei der Therapie zur Seite stehen, erfährst du in unserer Übersicht.

ADHS – was ist das?

Bei ADHS handelt es sich um eine neurologische Entwicklungsstörung, also eine Funktionsstörung des Gehirns, die angeboren ist oder sich nach der Geburt entwickelt. Kinder mit ADHS haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, können sich schwer konzentrieren, sind impulsiv und haben eine geringe Toleranz für Frust. Häufig treten bei ihnen auch Lernstörungen, Legasthenie oder Dyskalkulie auf.

Ursache der Störung ist eine Beeinträchtigung der Weiterleitung bestimmter Neurotransmitter im Gehirn (vor allem Dopamin, ein Botenstoff der wesentlich an unserem „Belohnungssystem“ beteiligt ist). In Folge dieser Beeinträchtigung sind durch ADHS die sogenannten exekutiven Funktionen unseres Gehirns gestört. Als exekutive Funktionen bezeichnet man in der Hirnforschung Kontrollprozesse, mit denen wir unser eigenes Verhalten steuern. Zu ihren Aufgaben gehören etwa:

  • das Setzen von Zielen und Prioritäten
  • das Arbeitsgedächtnis
  • die Steuerung unserer Aufmerksamkeit
  • emotionale Regulation und Selbstkontrolle
ADHS kann auch ohne Hyperaktivität bzw. Impulsivität auftreten. In diesem Fall spricht man von einer Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (ADS). Im englischen Sprachraum sind zudem die Begriffe attention deficit hyperactivity disorder (ADHD) bzw. attention deficit disorder (ADD) in Verwendung.

Welche Symptome hat ADHS?

Die Auswirkungen von ADHS sind je nach Alter verschieden. Schon bei Kleinkindern und Babys kann es erste Hinweise für die Störung geben, etwa Unregelmäßigkeiten im Spracherwerb, Probleme mit der Koordination, sowie Unruhe und generelle Ablenkbarkeit. Kinder mit ADHS haben oft einen übermäßig schnellen Redefluss, lassen sich kaum stoppen und unterbrechen aber umgekehrt ihre Gesprächspartner.

Mit dem Eintritt in den Kindergarten oder den Beginn des Schulalters machen sich ADHS Symptome bei Kindern besonders bemerkbar, da die Störung sich negativ auf ihre Leistung und Konzentration in der Schule auswirkt. Zum Teil haben Kinder Probleme damit, still zu sitzen („Zappelphilipp“). ADHS kann aber auch ohne Hyperaktivität als Symptom auftreten. Betroffene Kinder sind in der Regel chaotisch, leicht ablenkbar und anfällig für Frust.

Probleme, sich an Regeln zu halten oder anderen Kindern nicht ins Wort zu fallen, können den sozialen Anschluss erschweren. Betroffene von ADHS leiden oft an einem geringen Selbstbewusstsein, da sie bemerken, wie schwer ihnen Aufgaben fallen, mit denen andere Kinder sich leicht tun.

Mädchen mit Anzeichen für Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom schaut lieber auf ihr Smartphone-Handy als ein Buch zu lesen.
Eine verringerte Aufmerksamkeitsspanne führt meist zu Problemen in der Schule und beim sozialen Anschluss. Foto: Adobe Stock, (c) Satjawat

ADHS bei Mädchen

Aufmerksamkeitsdefizite werden bei Jungen deutlich häufiger diagnostiziert als bei Mädchen. Forscher gehen inzwischen jedoch davon aus, dass dies nicht an einer ungleichen Verteilung der Krankheit liegt, sondern daran, dass bei Mädchen andere Symptome überwiegen, die von Ärzten oft übersehen werden.

Während ADHS bei Jungen meist nach außen gerichtet ist und sich etwa durch Hyperaktivität, impulsives Verhalten, Trotz und Aggression äußert, ist die Symptomatik bei Mädchen oft nach innen gerichtet und deshalb für ihr Umfeld weniger auffällig. Zu den häufigen Symptomen zählen innere Unruhe, andauerndes Reden, schlechte Selbstorganisation, ein geringes Arbeitstempo, Ängstlichkeit und auch Anzeichen von Depressionen.

Unterschiede in der Sozialisation von Mädchen und Jungen dürften der Grund dafür sein, dass Mädchen intensiver um Anpassung bemüht sind. Die Anstrengung, trotz der Störung nicht aufzufallen, kann Beschwerden wie Erschöpfung auslösen. Dass diese Bemühung keinen Erfolg bringt, führt zu Selbstvorwürfen, die in einer Angststörung oder Depression münden können.

Wie wird eine ADHS Diagnose gestellt?

Unruhe, Ablenkbarkeit und Hyperaktivität sind für Kinder in einem gewissen Ausmaß ganz normal und gehören zu ihrem altersgemäßen Verhalten. Die Abgrenzung von kindlicher Energie zur Konzentrationsstörung sowie die Vielzahl möglicher Symptome, mit denen sich das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom äußert, erschweren die Diagnose. Diese sollte deshalb unbedingt ein Spezialist mit dem nötigen Fachwissen stellen, z.B. ein Kinderneurologe oder Kinderpsychologe.

Die Diagnose von ADHS bei Kindern stützt sich vor allem auf die Beobachtungen der Eltern, sowie die schulische Leistung des Kindes bzw. entsprechendes Feedback von Lehrern. Da Symptome wie Impulsivität oder Unordentlichkeit auch bei „gesunden“ Menschen vorkommen, ist für die Einschätzung des Arztes dabei auch entscheidend, ob Zahl und Ausmaß der Beschwerden sich erkennbar negativ auf die Lebensqualität und Funktionsfähigkeit des Kindes auswirken. Etwa, weil Schwierigkeiten dem Unterricht zu folgen den schulischen Erfolg beeinträchtigen.

Diagnostische Kriterien für psychische Störungen orientieren sich an der Internationalen Klassifikation der Krankheiten der WHO (ICD-10). Die Verhaltensmuster, die ADHS-Patienten in Bezug auf Unaufmerksamkeit zugeschrieben werden, sind:

  • Unaufmerksamkeit gegenüber Details, häufige Flüchtigkeitsfehler in Hausübungen etc.
  • Probleme, Aufmerksamkeit bei Spielen und Aufgaben aufrechtzuerhalten.
  • Überhören von direkter Anrede bzw. wirken im Gespräch abgelenkt.
  • Schwierigkeiten, Aufgaben in der Schule oder Arbeit zu erfüllen.
  • Mangelnde Organisation bei Aktivitäten und Aufgaben.
  • Vermeiden von Arbeiten, die längere Konzentration erfordern.
  • Neigung, wichtige Gegenstände zu verlieren (Bücher, Stifte, Spielzeug).
  • Ablenkbarkeit, vor allem durch äußerliche Reize.
  • Vergesslichkeit bei Tätigkeiten des Alltags.

Wie wird ADHS behandelt?

Die Behandlung von ADHS erfolgt multimodal, also über die Kombination verschiedener Ansätze, die jeweils die spezifischen Beschwerden der Betroffenen lindern und ihre individuellen Stärken fördern sollen. Ausreichend Bewegung ist etwa bei Hyperaktivität besonders wichtig, um Ausgleich zu schaffen und Energie abzubauen. Menschen mit ADHS profitieren zudem von klaren Strukturen und einem geregelten Tagesablauf, bei Kindern und Jugendlichen sorgen hier am besten die Eltern für den passenden Rahmen. In einem entsprechenden Elterntraining lernst du, wie du dein Kind am besten fördern kannst.

Auch eine begleitende Psychotherapie bringt bei ADHS eine große Erleichterung. Hier hat sich vor allem die Methodik der kognitiven Verhaltenstherapie bewährt. Gemeinsam mit dem Therapeuten arbeiten Kinder und Jugendliche daran, ihre Konzentration und Selbstkontrolle zu verbessern. Durch passende Verstärkerprogramme wird das gewünschte Verhalten belohnt und zielgerichtete Motivation gefördert. Geht es eher darum, zuhause ein geeignetes Umfeld zu schaffen, ist auch die Familientherapie ein hilfreiches Werkzeug.

Psychotherapeut und Psychologe bei der Behandlung eines Jungen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom.
Therapie, Lerntraining und spezifische Förderung helfen Kindern mit ADHS weiter. Foto: Adobe Stock, (c) Photographee.eu

Therapie, Elternschulungen und das Einbeziehen von Lehrerinnen und Lehrern können in leichten Fällen ausreichen, um die Beschwerden zu minimieren. Zusätzlich stehen zur Behandlung von ADHS aber auch einige Medikamente zur Verfügung. Das Mittel der Wahl zur Therapie von ADHS ist Methylphenidat, das die Signalübertragung im Gehirn bei den Botenstoffen Dopamin und Noradrenalin verstärkt und somit der Beeinträchtigung der Hirnfunktion beim Aufmerksamkeitsdefizit entgegenwirkt.

Methylphenidat ist in Österreich etwa in Form der Präparate Ritalin, Medikinet und Concerta zugelassen. Bei diesem stimulierenden Medikament gibt es zwei Darreichungsformen: Präparate mit sofortiger Wirkung und solche mit retardierter Wirkung, bei denen der Wirkstoff langsam freigesetzt wirkt. Long-affecting bzw. Retardtabletten decken einen längeren Zeitraum relativ gleichmäßig ab. Kurzfristige Medikamente wirken intensiver, dadurch wird am Ende der Wirkdauer aber auch die Rückkehr zum „Normalzustand“ intensiver erlebt.

Für ADHS Patienten, die Methylphenidat nicht vertragen oder nicht darauf ansprechen, ist auch eine Behandlung mit Amphetamin, Guanfacin (Intuniv), Atomoxetin (Strattera) bzw. eine Kombinationstherapie mit mehreren Medikamenten möglich. Dein Psychiater unterstützt dich dabei, die richtige Dosierung und Abstimmung zu finden, um Nebenwirkungen der Medikation zu vermeiden.

ADHS Medikamente: Ab welchem Alter sind sie sinnvoll?

Grundsätzlich sind ADHS Medikamente für Kinder ab sechs Jahren zugelassen. Die Entscheidung, ob und ab wann eine medikamentöse Behandlung notwendig ist, hängt dabei vor allem von der Intensität der Störung und dem Leidensdruck des Kindes ab. Grundsätzlich ist es natürlich sinnvoll, zunächst Therapie-Optionen wie Förderung, soziale Begleitung, Elternschulungen und Psychotherapie auszuprobieren.

Nach Ansicht von Experten hat die mediale Berichterstattung rund um ADHS als „Modekrankheit“ allerdings zu übertriebener Vorsicht bei Eltern geführt, was das Thema ADHS Medikation angeht. Viele Eltern fürchten, dass sie durch eine medikamentöse Behandlung den leichten Ausweg wählen oder ihr Kind schädigen. Jedoch hat auch das Verzögern oder Ablehnen einer medikamentösen Behandlung negative Folgen: soziale Isolierung, Schulprobleme bis hin zum Schulabbruch, die Entwicklung psychischer Erkrankungen, riskante Verhaltensmuster wie Alkohol- und Drogenmissbrauch.

Sind die ADHS Beschwerden zu stark ausgeprägt, lassen sie sich auf konventionellem Weg nur schwer lindern. Tatsächlich sprechen Kinder in vielen Fällen erst dann auf Psychotherapie und schulische Förderung an, sobald die grundsätzliche Symptomatik durch Medikamente gelindert wird und sie sich nicht mehr durch alltägliche Situationen überfordert fühlen.

Patient mit ADHS beim fidgeting während er an einem Laptop arbeitet.
Beschäftigungen wie ein Fidget Spinner oder Fidget Cube können Menschen mit ADHS bei der Konzentration helfen. Foto: Adobe Stock, (c) Farknot Architect

Was hilft bei ADHS wirklich?

Der Name Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung basiert eigentlich nicht auf dem Erleben der betroffenen Kinder, sondern der Wahrnehmung von Eltern. Tatsächlich „leiden“ Kinder mit ADHS oft weniger an der Störung selbst, als an ihrem Umfeld und den Ansprüchen, die an sie gestellt werden (z.B. in der Schule). Selbstverständlich sollten Eltern ihre Kinder durch Strukturen, Regeln und Förderung bei der Anpassung und dem Aufbau eines Soziallebens unterstützen. Gleichzeitig ist es aber ebenso wichtig, Verständnis für ihre subjektive Realität aufzubringen und sich in sie hineinzuversetzen.

Kinder mit ADHS gelten etwa häufig als faul, weil sie Aufgaben langsam erledigen, diese verschieben oder scheinbar vergessen. Diese Zuschreibung widerspricht aber dem Eindruck der Kinder, die es oft unglaubliche Mühe kostet, eine Aufgabe zu beginnen oder sich auf diese zu konzentrieren. Deshalb kratzt die Kritik von Lehrern und Erziehungsberechtigten stark am Selbstbewusstsein. Wichtiger als die Ermahnung sind hier klare Vorgaben, Zeitpläne und auch (gerechtfertigtes) Lob, die allesamt besser zur Motivation beitragen.

Auch die Wahrnehmung, dass Kinder mit einem Aufmerksamkeitsdefizit in der Schule nicht aufpassen, trifft oft nicht zu. Lehrer werten es meist als Zeichen von Ablenkung, dass Kinder sie nicht ansehen, in ihrem Heft kritzeln oder mit einem Stift spielen. Tatsächlich nutzen Kinder mit ADHS solche kleinen Beschäftigungen aber häufig gerade weil sie sich konzentrieren wollen. Kleine Bewegungen, wie mit dem Fuß zu wippen, helfen ihnen dabei, Energie abzubauen und ihre Aufmerksamkeit auf eine Sache zu richten. Man spricht hier auch von fidgeting (von engl. fidget = zappeln).

Noch mehr Tipps, Hilfe und Informationen zum Umgang mit ADHS können wir dir besonders die Plattform ADAPT, die Website Konzentrum und den Blog Additude empfehlen.

Positive Eigenschaften bei ADHS

ADHS stellt Betroffene vor viele Herausforderungen, aber nicht alle Eigenschaften der Störung stellen automatisch ein Problem dar. Viele dieser Besonderheiten lassen sich auch wertfrei oder sogar als Stärke betrachten. Personen mit ADHS, denen es gelingt ihre Hyperaktivität zu bündeln, sind etwa energiegeladen, spontan und haben eine beinahe ansteckende Begeisterung für ihre Leidenschaften.

Der Zustand des Hyperfokus, der Menschen mit einer Aufmerksamkeitsstörung ihre Umwelt vergessen lässt, ermöglicht die intensive Beschäftigung mit einem Thema. Auch Kreativität und Ideenreichtum gehören häufig zu den Stärken von Personen mit ADHS.

Studentin vor vielen aufgeschlagenen Büchern, die die Abgabe einer Hausarbeit versäumt hat.
Bei Erwachsenen zeigt sich ADHS meist durch mangelnde Organisation: Termine werden vergessen, Projekte zu spät begonnen. Foto: Adobe Stock, (c) sebra

ADHS bei Erwachsenen

Die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung wird generell als eine Entwicklungsstörung von Kindern und Jugendlichen betrachtet, sie bleibt aber in schätzungsweise einem Drittel der Fälle bis ins Erwachsenenalter bestehen. Ebenso kommt es vor, dass die Beschwerden während der Kindheit anderen Ursachen zugeschrieben oder als normales, kindliches Verhalten betrachtet werden, so dass die Diagnose erst als Erwachsener gestellt wird. Insgesamt gehen Studien davon aus, dass ca. 2,5 % aller Erwachsenen von ADHS betroffen sind.

ADHS bei Erwachsenen: Symptome & Diagnose

Die Diagnosekriterien für ADHS bei Erwachsenen sind im Wesentlichen dieselben, wie jene für Kinder. In der Praxis tritt die Störung je nach Alter aber anders in Erscheinung. Hyperaktivität und äußere Unruhe sind in der Regel weniger stark ausgeprägt, dafür zeigen sich bei Erwachsenen vor allem Symptome wie innere Unruhe, Vergesslichkeit, Unordentlichkeit und mangelnde Organisation.

Erwachsene mit ADHS wirken auf ihr Umfeld meist chaotisch und gehetzt bzw. getrieben. Sie verspäten sich häufig oder erledigen wichtige Aufgaben im letzten Moment, reagieren leicht gereizt oder empfindlich und neigen zu impulsivem Verhalten. Da ihr Belohnungszentrum auf normalem Weg nur schwer zu aktivieren ist, gehen sie oft riskanten Aktivitäten nach: zu schnelles Fahren, Extremsportarten oder häufiges Wechseln von Sexualpartnern. Personen mit ADHS sind zudem besonders anfällig für Suchterkrankungen wie Alkoholsucht, Kaufsucht oder Spielsucht.

Personen, die erst als Erwachsene von ihrem ADHS erfahren, müssen zunächst verarbeiten, wie die Störung ihr bisheriges Leben geprägt hat und welche Chancen ihnen durch fehlende Therapie und Förderung im Kindesalter entgangen sind. Häufig steht am Beginn der Behandlung deshalb eine Art Trauerphase, in der es darum geht, Abschied von diesen versäumten Möglichkeiten zu nehmen.

Habe ich ADHS?

Jeder von uns vergisst ab und zu Dinge oder verliert seine Konzentration. Wenn du dich beim Lesen unseres Ratgebers aber des Öfteren ertappt fühlst und viele der beschriebenen Eigenschaften auf dich zutreffen, ergibt es durchaus Sinn, einen Selbsttest für ADHS zu machen. Bitte beachte aber, dass ein Selbsttest aus dem Internet niemals eine psychologische Testung ersetzen kann und auch keine Diagnose darstellt.

Für die Diagnose von ADHS wendest du dich an einen klinischen Psychologen oder einen Facharzt für Neurologie bzw. Psychiatrie. Eine Liste an diagnostischen Stellen findest z.B. bei ADAPT.

ADHS bei Erwachsenen: Behandlung & Therapie

Die Behandlung von ADHS bei Erwachsenen erfolgt ebenso wie bei Kindern multimodal: Stimulanzien wie Ritalin fördern Konzentration und Aufmerksamkeit, um die Leistungsfähigkeit im Studium oder im Beruf zu gewährleisten. Gleichzeitig hilft eine begleitende Psychotherapie dabei, Verhaltensmuster zu verändern, besser mit Frust und Ablehnung umzugehen und sich selbst emotional besser zu regulieren.

Für Erwachsene gibt es zahlreiche Beratungsangebote, die dabei helfen können, einen besseren Umgang mit ADHS zu erlernen: Coaching sowie Lebens- und Sozialberatung sind eine Möglichkeit, Strategien zur Selbstorganisation und ähnliche Techniken in den eigenen Alltag zu integrieren. Selbsthilfegruppen ermöglichen den Austausch mit anderen Betroffenen. Zudem kann CBD-Öl bei der Entspannung helfen.

Wird eine Aufmerksamkeitsstörung erstmals im Erwachsenenalter erkannt, sollte der Fokus einer erfolgreichen Therapie auch auf der Behandlung von Begleiterkrankungen liegen (Komorbidität). Die negativen Erfahrungen, die Kinder mit unbehandeltem ADHS im sozialen, beruflichen und familiären Umfeld machen, können beispielsweise zu einer Depression oder Angststörung führen. Auch Persönlichkeitsstörungen, insbesondere Borderline, treten häufig in Verbindung mit ADHS auf. Insgesamt liegt bei etwa 75 % aller ADHS Patienten eine weitere psychische Erkrankung vor.

Junger Mann mit Aufmerksamkeitsdefizit kommt in der Schule nicht zurecht.
Du suchst Unterstützung? Diese ADHS-Spezialisten helfen dir bei Organisation, Selbstregulation und Medikation! Foto: Adobe Stock, (c) samuel

ADHS Spezialisten – Das sind unsere Empfehlungen!

Dr. Hannes Mayer

Der Kinderneurologe Dr. Hannes Mayer ist Experte für die Diagnostik von ADHS, Teilleistungsstörungen und Entwicklungsverzögerungen aller Art. Gerne hilft er Eltern auch bei der Suche nach geeigneten Therapie-Maßnahmen (etwa Lernförderung, Ergotherapie oder Legasthenie-Training).

Kontakt: Dr. Hannes Mayer, 1200 Wien

Dr. Atena Adambegan

Dr. Atena Adambegan ist Fachärztin für Psychiatrie und unter anderem auf ADHS im Erwachsenenalter spezialisiert. Von der Erstdiagnose über die medikamentöse Behandlung bis hin zur Therapieoptimierung ist Dr. Adambegan der richtige Ansprechpartner. Patienten aus den USA unterstützt sie beim Umstieg von dem Präparat Adderall auf hiesige Medikamente. Wahlärztin.

Kontakt: Dr. Atena Adambegan, 1150 Wien

Mag. Dr. Robert Wechsberg

Auch der Facharzt für Psychiatrie Mag. Dr. Robert Wechsberg ist Experte für die Behandlung von ADHS bei Erwachsenen. Als Wahlarzt ist es ihm dabei besonders wichtig, sich Zeit für seine Patienten zu nehmen und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen. Die Zufriedenheit seiner Patienten zeigt sich etwa anhand seiner Bewertung auf Docfinder: 5 von 5 möglichen Punkten bei 18 Bewertungen.

Kontakt: Mag. Dr. Robert Wechsberg, 1090 Wien

Mag. Erika Barker-Benfield

Die klinische Psychologin Mag. Erika Barker-Benfield leitet das Kompetenzzentrum für Legasthenie und ADHS im Süden von Wien. Zu den Leistungen von Mag. Barker-Benfield gehören die klinisch-psychologische Diagnostik von ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, sowie individuelle Therapie und Beratung für ADHS-Patienten. Auch Lehrerworkshops und Elterntraining sind ein Teil ihres Angebots.

Kontakt: Mag. Erika Barker-Benfield, 1230 Wien

Dr. Gerald Pail

Dr. Gerald Pail ist Psychiater und Psychotherapeut mit den Schwerpunkten ADHS, Borderline, Suchterkrankungen, Angststörungen und bipolare Störung. Bei ihm bist du an der richtigen Adresse für klinische Diagnostik und individuell angepasste Therapie sowie Beratung. Sollten weitere Untersuchungen zur Abklärung deiner Beschwerden nötig sein, leitet der Wahlarzt sie für dich in die Wege.

Kontakt: Dr. Gerald Pail, 1090 Wien

Dr. Thomas Kröpfl

Der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie Dr. Thomas Kröpfl ist Experte für die Diagnose von Entwicklungsstörungen wie ADHS, Autismus oder Lernstörungen. Durch seine Ausbildung zum Psychotherapeuten begleitet er Patienten nicht nur auf medizinischer, sondern auch auf psychischer Ebene und unterstützt bei der Suche nach Lösungen und einem optimalen Therapieplan.

Kontakt: Dr. Thomas Kröpfl, 8010 Graz

Praxis Grashalm

Das Team der Praxis Grashalm bietet Hilfe für Kinder, Jugendliche, Angehörige und die gesamte Familie. Die ADHS-Diagnostik und -Therapie bei Kindern und Erwachsenen ist ein Spezialgebiet der hier tätigen Wahlpsychologin Mag. Sabine Maria Spolwind: durch einen individuell zugeschnittenen Therapieplan unterstützt sie Patienten bei der Verbesserung von Impulskontrolle und Aufmerksamkeit. Auch das Elterncoaching gehört zu ihrem Angebot. Hier

Information: Praxis Grashalm, 4020 Linz

Dr. Gudrun Piribauer-Döberl

Die Abklärung der Verdachts-Diagnose ADHS im Erwachsenenalter ist auch bei der Fachärztin für Psychiatrie Dr. Gudrun Piribauer-Döberl möglich. Eine solche Diagnostik hilft auch dabei, das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom von ähnlichen Störungen wie Borderline abzugrenzen. In Abstimmung auf deine Ergebnisse sorgt Dr. Piribauer-Döberl auch für die nötige Behandlung und medikamentöse Einstellung.

Information: Dr. Gudrun Piribauer-Döberl, 4020 Linz

Margot Lepuschitz

Die Lebens- und Sozialberaterin Margot Lepuschitz hat sich besonders auf das ADHS-Coaching spezialisiert. Mit einer Ausbildung zur ADHS-Trainerin und über 15 Jahren Erfahrung in diesem Bereich ist Frau Lepuschitz die richtige Ansprechpartnerin für all jene, die lernen wollen, ihren Alltag trotz Aufmerksamkeitsdefizit besser zu meistern.

Information: Margot Lepuschitz, 6020 Innsbruck

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