Verfugen von Wand- und Bodenfliesen

Fliesen verfugen mit einer Fugenspachtel

Die Fugenmasse beim Fliesen Verfugen diagonal in die Fugen einarbeiten. Foto: Adobe Stock; (c) yunava1

Verfugen ist eine verhältnismäßig einfache Angelegenheit. Du kannst mit dem Verfugen beginnen, sobald die Fliesen verlegt sind und der Fliesenkleber richtig ausgehärtet ist. Mit unserer Anleitung zeigen wir dir, wie man richtig verfugt, was du dabei Schritt für Schritt alles beachten solltest und wann es sich lohnt, die Fugen lieber von einen Profi verfugen zu lassen.

Fliesen verfugen

Sind die Fliesen verlegt und der Kleber ausreichend ausgehärtet (das dauert je nach Kleber zwischen 10 und 20 Stunden), dann kannst du die Fugenmasse (den sogenannten Fugenmörtel) zwischen die Fugen einspachteln. Als Fugen werden die schmalen Zwischenräume zwischen den Fliesen bezeichnet. Sie haben in der Regel eine Breite von rund 5 Millimetern, gelegentlich werden aus optischen oder praktischen Gründen aber auch Fugenbreiten von bis zu 20 mm gewählt.

Welcher Fugenmörtel ist zu empfehlen?

Die Wahl des passenden Fugenmörtels ist besonders wichtig. Denn nicht jeder Mörtel ist für jede Fliese und jeden Untergrund geeignet. Auch was Belastungen anbelangt unterscheiden sich Fugenmassen oftmals erheblich. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen normalem Fugenmörtel und flexiblem Fugenmörtel. Normaler Fugenmörtel wird für Flächen verwendet, die keine elastischen Schwingungen aufweisen. Flexible Fugenmasse wird hingegen in Räumen wie Bad, Küche, WC, in Räumen mit einer Fußbodenheizung oder auf Terrassen verwendet. Durch die zugesetzten elastifizierenden Kunststoffe ist flexible Fugenmasse nämlich einerseits wasserundurchlässig und kann sich andererseits bei Temperaturschwankungen ausdehnen. Dadurch werden Risse im Boden vermieden, die bei der Einwirkung von Wärme entstehen würden.

Tipp: Fugenmasse gibt es nicht nur in grau oder weiß, sondern in verschiedenen Farben. Du kannst deiner Kreativität also freien Lauf lassen und die Farben der Fliesen und Fugen nach Belieben kombinieren. Farbige Fugenmasse ist zum Beispiel bei Bodenfliesen mit Holzoptik von großer Bedeutung. Graue Fugen sind allerdings sehr pflegeleicht und sehen (selbst bei Bodenfliesen) auch nach vielen Jahren noch wie neu aus.

Verfugen

Fliesen können beispielsweise im Bad auch mit blauer Fugenmasse verfugt werden. Foto: Adobe Stock; (c) belahoche

Welches Werkzeug benötigt man zum Verfugen?

Im Vergleich zum Fliesen Verlegen ist das Verfugen eine verhältnismäßig einfache Angelegenheit. Du brauchst dazu eine Spachtel, ein Fugbrett, ein Schwammbrett oder einen Schwamm sowie Tücher. Bevor du mit dem Verfugen beginnst, musst du dich allerdings noch einmal versichern, dass der Fliesenkleber auch wirklich vollständig ausgehärtet ist. Noch feuchter Kleber kann nämlich in den Fugen zu einer Verfärbung der Fugenmasse führen. Anschließend kannst du den Fugenmörtel vorbereiten: Mische dazu den Mörtel mit Wasser (unbedingt die Herstellerangaben beachten). Am besten lässt du das Mörtelpulver langsam in einen Kübel mit Wasser einrieseln und vermischst beides mit einem Wendelrührer.

Anleitung: Wie verfugt man Fliesen?

Zunächst wird der Mörtel mit dem Fugengummi in die Fugen eingeschlämmt. Dazu wird der Fugengummi immer diagonal zum Fugenverlauf geführt und die Fugenmasse alternierend von links nach rechts bzw. von rechts nach links in die Fugen eingearbeitet. Sobald der Fugenmörtel matt angetrocknet ist, kannst du überschüssigen Mörtel mit einem nassen Schwamm vorsichtig entfernen. Ist die Fugenmasse komplett getrocknet, kannst du die Bodenfliesen mit einem Tuch sauber polieren. Sollten danach noch Rückstände (der sogenannte Zementschleier) auf den Fliesen zu sehen sein, kannst du diese Stellen mit einem Zementschleierentferner säubern.

Fugen optisch auffrischen mit alter Zahnbürste

Alte, unansehnliche Fugen sehen mit etwas Fugenfarbe wieder wie neu aus. Foto: Adobe Stock; (c) romarti

Alte Fugen optisch auffrischen

Alte, desolate Fugen können mit Fugenfarbe optisch wieder aufgefrischt werden. Das bietet sich vor allem dann an, wenn das Fugen reinigen keine Wirkung mehr zeigt. Theoretisch kann man mit Fugenfarbe sogar Fugen umfärben. Dazu musst du die alten Fugen mit einem Fugenreiniger säubern und die Fugenfarbe mit Pinsel oder Schwamm auf die Fuge auftragen. Sobald die Fugen angetrocknet sind, kannst du die überschüssige Farbe mit einem feuchten Tuch von den Bodenfliesen bzw. Wandfliesen entfernen.

Wann sollte ich die Fliesen vom Profi verfugen lassen?

Bei anspruchsvollen Verlegemustern wie Mosaiken kann es sich lohnen, die Fliesen lieber von einem Profi verfugen zu lassen. Wenn du deine Räume ohnehin von einem Profi verfliesen lässt, kannst du sie auch gleich von ihm verfugen lassen. Damit ersparst du dir viel Mühe und auch der finanzielle Mehraufwand ist äußerst gering. Vielleicht findest du ja einen preislichen Volltreffer mit unserer HEROLD Volltreffer Fliesenleger-Suche:

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