Wohnung streichen: Wie es geht und was es kostet

Wohnung streichen: Ein modernes Wohnzimmer mit Wänden in Blaugrau. Darin stehen Designer-Möbel.

Wohnung streichen gehört zum Renovieren dazu: In unserem Ratgeber erklären wir, wie es geht und was es kostet. Foto: Adobe Stock, Photographee.eu

Selbst wenn du deine Wohnung pfleglich behandelst: Flecken und Grauschleier setzen sich irgendwann doch an den Wänden und der Decke ab. Dann ist ein neuer Anstrich nötig. Wie du dabei Schritt für Schritt vorgehst, erklären wir unserem Ratgeber. Außerdem klären wir, wie viel es kostet, eine Wohnung streichen zu lassen und helfen dir bei der Berechnung der Maler-Kosten. Plus: Die am besten bewerteten Maler in Wien.

Wohnung streichen: die besten Tipps

Mit ein wenig Geschick und Übung kannst du deine Wohnung auch selbst streichen. Wenn du professionelle Maler beauftragen möchtest, kannst du zumindest einige Vorarbeit leisten und dadurch an den Kosten sparen. Folgendes Material benötigst du dazu.

Wohnung streichen: Materialliste

  • Abdeckfolie und Malervlies zum Abdecken von Boden und Möbeln
  • Kreppband zum Abkleben von Leisten und Lichtschaltern
  • Flachpinsel und Eckenrollen zum Streichen von Ecken und Kanten
  • breite Farbrollen zum Streichen großer Flächen
    • Langflorrollen für raue und unebene Flächen
    • Kurzflorrollen für glatte Flächen
  • Rührstab zum Anrühren und Mischen der Farbe
  • Abstreifgitter oder Farbwanne zum Abstreifen der Farbrollen
  • Tücher, Schwämme, Besen und weiche Bürste zum Reinigen der Wände
  • Einmachgläser für Farbreste
  • Leiter zum Erreichen hoher Stellen
  • Spachtelmasse und feines Schleifpapier für Bohrlöcher und Risse
  • Wandfarbe

Schritt 1: Möbel in Sicherheit bringen

Räume den Raum, den du streichen möchtest, zunächst komplett leer. Schwere Möbel kannst du in die Raummitte schieben und dort mit einer Folie abdecken. Auch Bilderrahmen und Deko-Gegenstände an den Wänden sowie Lampenschirme müssen erst mal weichen. Darüber hinaus solltest du Leisten, Lichtschalter und Steckdosen abschrauben, wenn du kannst. Dadurch ersparst du dir das Abkleben mit Malerkrepp und erhältst eine besonders saubere Kante.

Wohnung streichen: Drei verschieden große Pinsel liegen auf einem blauen Untergrund.

Schöner wohnen: Zum Wohnung Streichen benötigst Farbrollen und Pinsel für Ecken und Kanten. Foto: Adobe Stock, (c) Pavel Chernobrivets

Schritt 2: Anstrich überprüfen und vorbereiten

Anschließend solltest du Wände und Decke gründlich mit einem Besen abkehren. Teste zudem die Tragfähigkeit des alten Anstrichs. Hierzu wischst du mit einem feuchten Tuch über die Wand. Bleibt Staub daran zurück? Dann solltest du die alte Farbe erst mit einer Bürste und Wasser entfernen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Altanstrich durch das Gewicht der neuen Farbe abblättert.

Schritt 3: Risse und Löcher ausbessern

Auch Bohrlöcher, Risse, Cuts und sonstige Unebenheiten in der Wand solltest du vorab mit Spachtelmasse ausbessern. Vergiss nicht, überstehende Spachtelmasse anschließend mit Schleifpapier zu glätten. So wird die aufgetragene Farbe hinterher schön ebenmäßig. Bevor es an die nächsten Schritte geht, sollten Wände und Decke sauber, trocken und staubfrei sein.

Schritt 4: Wand mit Malerkrepp abkleben

Alles, was du nicht abmontieren kannst, klebst du mit Malerkrepp ab. Gehe dabei möglichst sauber und genau vor und drücke das Kreppband gut fest. Streiche Blasen glatt und achte vor allem an den Rändern darauf, dass das Band gut anliegt. Beim Streichen solltest du auch etwas über das Malerkrepp hinausmalen, um eine schöne Kante zu erhalten.

Schritt 5: Wand grundieren

Bevor du die Wände der Wohnung streichen kannst, trägst du am besten eine Grundierung auf. Sie stellt die ideale Basis für die spätere Wandfarbe dar. Vor allem bei Wänden, die stark saugfähig sind (z. B. Gips und Weichfaserplatten), ist die Grundierung ein Muss. Um die Grundierung aufzutragen, eignet sich am besten ein Quast oder ein Flächenpinsel. Achte beim Wohnung Streichen sowie beim Grundieren auf eine gemäßigte Raumtemperatur. Es sollte weder zu kalt noch zu warm in der Wohnung sein, damit die Farbe gleichmäßig trocknet und keine Ränder entstehen. Auch direkte Sonneneinstrahlung durch das Fenster und starken Durchzug solltest du vermeiden. Vorteilhaft ist hingegen eine gute Belüftung.

Schritt 6: Wohnung streichen

Ist die Grundierung getrocknet, kannst du endlich die gewünschte Wandfarbe auftragen. Rühre die Farbe dabei erst gut mit einem Rührstab auf, sodass die Farbpigmente darin gleichmäßig verteilt sind. Wenn du Wand und Decke streichen möchtest, beginnst du mit der Decke. Erst dann solltest du die Wände streichen. Für unzugängliche Stellen wie Ecken und Kanten nutzt du am besten einen Pinsel. Die Flächen kannst du hingegen mit einer großen Farbrolle streichen. Starte dabei immer beim Fenster und arbeite dich dann in Richtung Tür vor. Streiche die Wände zuerst längs, dann quer und schließlich erneut längst. Gehe dabei ruhig, schnell und gleichmäßig vor.

Und das Bad? Wenn du bereits dabei bist, die gesamte Wohnung zu streichen, ist es naheliegend, auch dem Badezimmer eine neue Farbe zu verpassen. An den Wänden und der Decke eignen sich dafür am besten wasserfeste Farben. Aber wusstest du, dass du daneben auch die Badfliesen streichen kannst? Wie das geht, erklären wir in unserem Artikel zum Thema Fliesen streichen.

Schritt 7: Farbe trocknen lassen

Bevor die Farbe nun vollständig trocknet, solltest du das Malerkrepp entfernen. Wartest du damit zu lange, reißt du mit dem Kreppband womöglich getrocknete Farbe ab. Auch den Raum solltest du nun gut und lange durchlüften, damit die Farbdämpfe entweichen können und die Farbe schneller trocknet.

Wohnung streichen: Eine Farbrolle mit weißer Farbe, mit der eine graue Wand gestrichen wird.

Reinige Pinsel und Farbrollen nach dem Wohnung Streichen gründlich mit Wasser. Foto: Adobe Stock, (c) Alexey

Reinige zudem dein Werkzeug von Farbresten, sodass es nicht bis zum nächsten Anstrich verklebt und unbrauchbar wird. Pinsel und Farbrollen streichst du zunächst an altem Zeitungspapier ab und wäschst sie dann mit warmem Wasser ab. Gleiches gilt für verwendete Kübel und Abtropfgitter. Wenn du deine Arbeit nur unterbrichst, am nächsten Tag aber weitere Zimmer streichen möchtest, kannst du die Pinsel und Rollen auch ungewaschen in ein Plastiksackerl geben. Gut verschlossen bleibt die Farbe bis zum nächsten Tag frisch.

Flüssige Wandfarbe entsorgen: Beim Wohnung Streichen ist ein halber Eimer Farbe übrig geblieben? Die Farbe solltest du dann auf keinen Fall in die Toilette gießen oder im Hausmüll entsorgen. Die richtige Anlaufstelle ist hingegen das Altstoffsammelzentrum, wenn du flüssige Farbe entsorgen möchtest. In großen Einmachgläsern kannst du sie übrigens lange frisch halten und beim nächsten Anstrich verwenden.

Wohnung streichen – wie viel Farbe braucht man?

Leider lässt sich nicht pauschal beantworten, wie viel Farbe man zum Wohnung Streichen braucht. Eine wichtige Kennzahl ist hierbei natürlich die Quadratmeterzahl der Gesamtfläche, die du streichen möchtest. Um diesen Wert zu erhalten, zählst du die Flächen aller Decken und Wände zusammen. Nicht von jeder Wandfarbe benötigst du jedoch gleich viel. Auf Farbeimern findet sich deshalb fast immer ein Hinweis dazu, wie viel Farbe du pro qm benötigst. Daneben kommt es auch auf den Untergrund und die gewünschte Deckkraft, die du erzielen möchtest, an.

Auszug: Wer muss die Wohnung streichen?

Packen, ausmisten, Endreinigung: Ein Umzug ist bereits anstrengend genug. Und dann soll man als Mieter auch noch die Wohnung weiß ausmalen. So steht es zumindest in deinem Mietvertrag. Aber musst du beim Auszug wirklich die Wohnung streichen? Nein, in der Regel nicht. Denn eine normale Abnützung muss der Vermieter hinnehmen – sie gehört schließlich zum Wohnen dazu. Auch wenn ein Mieter die Wände in „ortsüblicher Art und Weise“ gestrichen hat, musst er sie beim Auszug nicht wieder weiß streichen. Selbst wenn es also in deinem Mietvertrag steht: Eine Klausel zum Wohnung Streichen beim Auszug ist fast immer nichtig.

Ein paar Ausnahmen gibt es jedoch. Zum Beispiel dann, wenn die Wände beim Wohnen extrem abgenützt wurden (beispielsweise stark durch Rauch verschmutzte Wände) oder der Mieter sie in einer extremen Farbe wie Schwarz gestrichen hat. Nähere Informationen zur Ausmalpflicht als Mieter gibt die Arbeiterkammer.

Tapete entfernen Anleitung mit Spachtel, Tapetenwolf und Tapetenlöser

Wie viel kostet es, eine Wohnung streichen zu lassen?

Einen einzelnen Raum zu streichen ist grundsätzlich für die meisten Heimwerker machbar. Wenn du jedoch eine ganze Wohnung streichen möchtest, solltest du dir darüber im Klaren sein, dass dies einiges an Zeit und Mühe kosten wird. Bequemer und schneller ist es natürlich, wenn du erfahrene Maler mit dem Projekt beauftragst. Zudem kannst du dann mit einem professionellen Ergebnis rechnen. Doch wie viel kostet es, eine 3 Zimmer Wohnung zu streichen? Und mit welchen Maler Kosten musst du bei einer 80 qm Wohnung rechnen?

So genau lässt sich das leider nicht sagen. Denn neben der Quadratmeterzahl spielen auch die Deckenhöhe oder das verwendete Material eine Rolle. Silikatfarben kosten beispielsweise mehr als Dispersionsfarben. Auch zusätzliche Arbeiten, die die Maler verrichten müssen (renovieren, Tapete entfernen), wirken sich auf den Preis aus. Sparen kannst du, wenn du Wände und Decken bereits selbst gut vorbereitest, indem du Löcher und Risse zuspachtelst oder bereits eine Grundierung aufträgst.

Wohnung streichen: Professionelle Maler streichen eine Wohnung mit Dachschräge.

Was kostet es, eine 80 qm Wohnung streichen zu lassen? Foto: Adobe Stock, (c) Halfpoint

Folgende Faktoren wirken sich u. a. auf den Maler Preis aus.

  • Vorbereitung: Maler müssen Zimmer selbst ausräumen
  • Altanstrich oder Tapete: Maler müssen den alten Anstrich oder Tapete entfernen
  • Ist-Zustand: Wände und Decken müssen grundiert oder neu verputzt werden
  • Schäden: Maler müssen Löcher und Risse in der Wand zuspachteln
  • Farbe: spezielle Farben (z. B. Latexfarben oder Silikatfarben) kosten extra
  • Muster: besondere Anstriche, Zierstreifen, Muster
  • Raucherwohnung: bedarf zusätzlichen Aufwands
  • Anzahl der Anstriche: manche Wandfarben müssen mehrmals aufgetragen werden
  • zusätzliche Arbeiten: zusätzliches Renovieren kostet extra

Beispiel: 80 qm Wohnung streichen lassen

Nehmen wir an, du besitzt eine 80 qm Wohnung und möchtest diese samt Wänden und Decken neu streichen. Die Deckenfläche beträgt als 80 qm. Zusätzlich musst du die Flächen aller Wände berechnen. Hierfür multiplizierst du den Umfang aller Zimmer (Länge+ Breite + Länge + Breite) mit der Raumhöhe. In unserem Beispiel kommen wir mit allen Zimmern auf einen Umfang von 72 m. Das bedeutet eine Wandfläche von 180 qm (72 m x 2,5 m). Insgesamt möchten wir also eine Fläche von 260 qm (80 qm + 180 qm). Im Schnitt kannst du mit nun zwischen € 5 und € 13 pro Quadratmeter rechnen. Bei besagter 80 qm Wohnung ergibt das Maler Kosten zwischen € 1.300 und € 3.380.

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