Alternative Zahnmedizin: Echte Alternative?

Alternative Zahnmedizin

Ausgesuchte Zahnärzte bieten auch alternative Zahnmedizin an. Foto: Shutterstock, (c) Swapan Photography

Naturheilkunde ist heute in aller Munde. Bei manchem – ganzheitlich orientierten – Zahnarzt sogar buchstäblich. Ob man darauf vertrauen kann, dass komplementärmedizinische Methoden in jedem Fall besser sind als herkömmliche Verfahren, darüber scheiden sich allerdings – auch in der Zahnheilkunde – die Geister.

Alternative Zahnmedizin: Was ist das?

Die Zähne sind keine bloßen Kauwerkzeuge, sondern stehen in Bezug zum gesamten Organismus. Demnach können sich Erkrankungen der Zähne, des Zahnfleischs, der Kiefergelenke und Kaumuskulatur auf andere Organe und sogar die Psyche auswirken. So belegen etwa Untersuchungen, dass

  • sich das Risiko für Kreislauferkrankungen und Frühgeburten bei Parodontitis erhöht.
  • Kiefergelenksstörungen Nacken-, Rücken-, Kopfschmerzen und Ohrgeräusche verursachen können.
  • Unverträglichkeitsreaktionen auf Zahnersatz-Materialien Symptome wie Müdigkeit, beziehungsweise Allergien oder eine chronische Abwehrschwäche auslösen können.
  • chronische Zahn- oder Kieferentzündungen die Leistungsfähigkeit einschränken können.

Vom herkömmlichen zum naturheilkundlichen Zahnarzt

Immer mehr Zahnärzte vertreten eine ganzheitliche Sichtweise auf den menschlichen Organismus und entwickeln sich zu Naturheilern. Etwa indem sie die von der österreichischen Zahnärztekammer approbierte Ausbildung “Komplementärverfahren in der Zahnheilkunde“ absolvieren. Sie bezieht sich auf praktische zahnärztliche Tätigkeiten, umfasst aber theoretische Grundlagen mehrerer ganzheitlicher Diagnose- und Therapieverfahren wie die

  • Grundsysteme nach Pischinger und das Stresskonzept nach Selye,
  • Regulationsmedizin,
  • Orthomolekularmedizin,
  • Phytotherapie (Pflanzenheilkunde),
  • Homöopathie,
  • Akupunktur,
  • neurale Therapie,
  • manuelle Medizin,
  • energetische Terminalpunktdiagnostik,

Weitere Lehrinhalte der Diplomkurse bilden die

  • Herdlehre (Störfelder: tote Zähne/verlagerte Weisheitszähne/Zysten) inklusive Organ-Zahnbeziehungen,
  • Füllungsmaterialien (z.B. Amalgamentfernung, -ausleitung, -ersatz),
  • Parodontologie (z.B. Symbioselenkung),
  • Kiefergelenksproblematik,
  • ganzheitliche Kieferorthopädie,
  • Schmerzbehandlung im Gesichtsbereich,

aber auch Kommunikation und Entspannungstechniken, wozu auch die Hypnose gehört. Ebenso zusätzlich eine vertiefte Ausbildung in einem biologischen Testverfahren zur Materialprüfung wie Applied Kinesiology, Physioenergetik oder Elektroakupunktur.

Außerdem beinhaltet die alternative Zahnmedizin Methoden wie die Anthroposophische Medizin, Aromatherapie, Bachblüten, Schüßler Salze, Biofeedback, Bioresonanztherapie, Bioenergetik, Traditionelle Chinesische Medizin usw.

Alternative Zahnmedizin

Die alternative Zahnmedizin kennt viele Methoden der Behandlung. Foto: Shutterstock, (c) Swapan Photography

Vorteile alternativer Zahnheilkunde

Alternative Zahnmedizin beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen Zähnen/Kiefer/Zahnersatz-Materialien und chronischen Erkrankungen/Allergien. Zudem berücksichtigt sie potentiell gesundheitsschädliche Umwelteinflüsse. Das alles, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen: gemeinsam mit anderen Fachrichtungen chronisch kranke Patienten ganzheitlich zu behandeln. Außerdem sollen auch Gesunde vor Schaden bewahrt werden, etwa indem naturheilkundliche Zahnärzte nur auf die individuelle Verträglichkeit getestete Materialien einsetzen.

Wofür es jedoch keine Garantie gibt: dass die Behandlungen mit weniger Schmerzen verbunden sind. Denn nicht jeder spricht auf Akupunktur, Hypnose und andere Methoden an.

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