Staubsauger Roboter Test 2019: 9 Saugroboter im Vergleich

Staubsauger Roboter

Staubsauger Roboter im Test. Wir stellen dir die derzeit (Stand 2019) besten Saugroboter vor. Foto: Adobe Stock; (c) rupbilder

Staubsaugen ist eine mühsame Angelegenheit. Selbst wenn man gründlich saugt, liegt innerhalb weniger Tage wieder massenhaft Staub in der Wohnung. Um die Wohnung dauerhaft sauber zu halten lohnt sich daher die Anschaffung eines Staubsauger Roboters. In diesem Beitrag informieren wir dich über die Fähigkeiten und Funktionsweisen von 9 hervorragenden Roboter-Modellen und geben dir sogar eine explizite Kaufempfehlungen.

Staubsauger oder Saugroboter?

Sind Staubsauger Roboter eine ernsthafte Konkurrenz für herkömmliche Staubsauger? Nein, ganz sicher nicht! Selbst die besten Roboter-Staubsauger können noch nicht mit guten Boden­staubsaugern mithalten. Die Erklärung ist simpel: Es fehlt ihnen schlichtweg an Saugkraft. Während Saugroboter vor rund 10 Jahren noch ein nettes Spielzeug zum Herzeigen waren, sind sie 2019 eine wirklich sinnvolle Ergänzung, die viel Handarbeit ersparen. Mit einem Saugroboter musst du den Staubsauger künftig nur noch selten selbst in die Hand nehmen. Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Laufend werden immer bessere Produkte erwartet. Ähnlich verhält es sich übrigens auch mit allen anderen Haushaltsrobotern. Fensterputzroboter, Poolroboter, Rasenmäher Roboter oder gar Aquarienroboter sind eine tolle Hilfe im Haushalt, können die manuelle Reinigung allerdings noch nicht vollständig ersetzen.

Saugroboter vs. Wischroboter

Zunächst muss man zwischen richtigen Saugrobotern und Wischrobotern unterscheiden. Saugroboter saugen Staub- und Schmutzpartikel wie ein richtiger Staubsauger ein und fangen sie im Gehäuse auf. Wischroboter hingegen wischen den Boden lediglich mit einem speziellen Mikrofasertuch auf. Staubpartikel bleiben am Mikrofasertuch haften und können anschließend samt Tuch entfernt werden. Während sich Wischroboter ausschließlich für die Reinigung von glatten Flächen wie Fliesen, Parkett, Laminat und Terrazzo eignen, funktionieren die meisten Saugroboter auch auf Teppichböden. Um Saugroboter noch praktischer zu machen, sind die besten Geräte mittlerweile Kombi-Roboter, die sowohl saugen als auch eine Wischfunktion eingebaut haben. Die meisten dieser Kombi-Roboter eignen sich sogar für die feuchte Reinigung des Bodens.

iRobot Roomba 800 Staubsaugerroboter - Foto © iRobot

Saugroboter wie der iRobot Roomba 800 reinigen nicht nur Hartböden, sondern sogar Teppiche. Foto: © iRobot

Wie funktionieren Saugroboter?

Staubsauger-Roboter arbeiten fast alle nach dem gleichen Funktionsprinzip. Im Gehäuse befinden sich neben dem Motor außerdem noch der Elektronik zur Steuerung, die Antriebsräder, die Sensoren, eventuell eine Kamera sowie manchmal ein Laser. Für den notwendigen Strom sorgt ein eingebauter, wiederaufladbarer Akku. Staub und Dreck werden in einem Staubbehälter gesammelt.

Der Roboter fährt dann entweder zufällig (bei günstigen Modellen) oder systematisch (bei hochpreisigen Modellen) im Zimmer herum. Sobald er auf ein Hindernis trifft, dreht er um oder umfährt dieses. In den meisten Fällen erkennen Sensoren diverse Hindernisse und Treppenstufen womit ein Verheddern und Abstürzen des Roboters verhindert wird.

Wie viel kosten Staubsauger Roboter?

Das ist pauschal nicht zu beantworten, da es darauf ankommt, welcher Komfort und welche Funktionen gewünscht sind. Billige Geräte sind bei Aktionen bereits für 50 Euro erhältlich, Luxus-Modelle von einem namhaften Hersteller kosten bis zu 1.300 Euro. Von ganz billigen Staubsauger Robotern ist allerdings abzuraten, da es ihnen an Saugleistung und Intelligenz fehlt.

Wo kann ich Staubsauger Roboter testen und kaufen?

Es gibt einige Möglichkeiten, um einen Saugroboter anzusehen, auszuprobieren und zu kaufen:

Zu empfehlen ist allerdings die Beratung eines Fachhändlers. Diese haben einerseits die größte Auswahl und können andererseits das gewünschte Modell auch vorführen.

Philips SmartPro Active FC8820/01 Staubsaugerroboter - Foto © Philips

Philips SmartPro Active FC8820/01 Staubsaugerroboter. Foto: © Philips

9 Staubsauger Roboter im Test

Die oft gestellte Gretchenfrage lautet meistens: Welcher Staubsauger Roboter ist der beste? Wie so oft, lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten, sondern ist von den gewünschten Funktionen abhängig. Soll der Saugroboter Tierhaare entfernen können? Soll er eine lange Laufzeit aufweisen? Soll er saugen und wischen können, oder soll die Saugleistung möglichst hoch sein? Je nachdem, welche Anforderungen gestellt werden, ist ein anderes Modell zu empfehlen. Um dennoch bei der Kaufentscheidung behilflich zu sein, möchten wir euch nachfolgend ein paar hochwertige Geräte samt ihrer Vor- und Nachteile vorstellen:

iRobot Roomba i7+

Der Roomba i7+ ist das derzeitige Spitzenmodell von Marktführer iRobot. Die Besonderheit dieses Roboters ist, dass er selbstständig in die Ladestation zurückfährt und sich dort sogar entleert. Dazu muss der Roomba i7+ lediglich an der Ladestation (Clean Base) andocken und diese aktivieren. Die aktivierte Clean Base befördert den Inhalt des Staubbehälters anschließend in einen stationären Speicher. Bis zu 30 Ladungen des Roomba i7+ finden in der Clean Base Platz. Mit anderen Worten: Du musst den Staub deutlich seltener manuell entleeren. Eine integrierte App informiert dich darüber, wann die Clean Base entleert werden muss. Eine weitere Besonderheit des iRobot Roomba i7+ ist die Fähigkeit sich Routen und Zimmerpläne zu merken. Mit der Zeit erlernt dieser runde Saugroboter damit effizientere Reinigungstouren und Saugrouten. Die größte Schwachstelle des iRobot Roomba i7+ ist sein Akku. Im Test betrug die Laufzeit nämlich nur rund 80 Minuten. Da der Roomba i7+ selbst an die Ladestation andockt, muss man aber wenigstens nicht ständig ans Aufladen denken.

Kosten: Ein kleiner Nachteil des Roomba i7+ ist, dass spezielle Staubbeutel zum Einsatz kommen, von denen einer bereits rund 5 Euro kostet. Der iRobot Roomba i7+ selbst kostet derzeit übrigens rund 1.000 Euro.

Xiaomi Roborock S50

Kommen wir zu einem etwas günstigeren Modell. Der Roborock S50 von Xiaomi ist das Nachfolgermodell des Xiaomi Mi und besticht mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis. Der Roborock S50 ist ein Kombi-Roboter, der sowohl saugen als auch wischen kann. Besonders die starke Saugleistung des Roborock S50 ist hervorzuheben. Der Saugroboter des chinesischen Herstellers Xiaomi lässt sich mittels App bedienen. Dabei stehen vier unterschiedliche Saug-Modi zur Verfügung, wovon einer explizit für Teppichböden konzipiert ist.

Anschaffungskosten: Preislich liegt der Xiaomi Roborock S50 mit rund 370 Euro im Mittelfeld.

iLife V7s Plus

Der iLife V7s Plus ist das verbesserte Nachfolgermodell des iLife V7s Pro und des iLife V5s Pro. Wie bei allen Modellen der iLife V-Serie handelt es sich beim V7s Plus ebenfalls um einen 2-in-1-Saugroboter. Das bedeutet er kann sowohl staubsaugen als auch wischen. Sämtliche Staubpartikel werden von einem leistungsstarken Sauger in den Staubbehälter gesaugt, während Flecken von einem Mikrofasertuch effektiv entfernt werden. Mit einem Fassungsvermögen von 300 ml verfügt der iLife V7s Plus zudem über einen enorm großen Staubbehälter. Die große Neuerung dieses Roboters im Vergleich zu seinen Vorgänger-Modellen ist aber die i-Dropping-Technologie. Mit Hilfe dieser Technologie wird der Boden nur dann mit Wasser besprüht, wenn sich der Roboter bewegt. Damit wird einerseits der Wasserverbrauch minimiert und andererseits die Beschädigung von feuchtigkeitsempfindlichen Böden wie Parkett und Laminat vermieden. Der iLife V7s Plus Saugroboter arbeitet rund 120 Minuten lang und kehrt anschließend selbstständig wieder zu seiner Ladestation zurück.

Anschaffungskosten: Der Verkaufspreis für den iLife V7s Plus liegt derzeit bei ungefähr 200 Euro.

Mamibot PreVac 650

Ein kleines Multitalent ist der PreVac 650 von Mamibot. Der kleine schwarze Saugroboter mit eingebautem Frischwassertank verfügt über ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, da er der einzige uns bekannte Saugroboter ist, der für unter 200 Euro in einem Arbeitsgang sowohl saugen als auch feucht aufwischen kann. Dank seines Lithium-Akkus erreicht der Mamibot PreVac 650 außerdem Laufzeiten von bis zu 150 Minuten. Dank der Smartphone-App kann der Kombi-Roboter außerdem jederzeit von überall gesteuert und in Betrieb genommen werden. Außerdem lässt sich der Mamibot PreVac 650 mit Sprachbefehlen an Alexa steuern.

Anschaffungskosten: Mit einem Verkaufspreis von 179,90 Euro ist der Mamibot PreVav 650 unsere persönliche Kaufempfehlung für all jene, die für ihren Staubsaugerroboter keine Unsummen an Geld ausgeben möchten.

Ecovacs Deebot 300

Der Ecovacs Deebot 300 ist ein Saugroboter mit integrierter Wischfunktion. Mit einer Laufzeit von 110 Minuten, bei einer Aufladedauer von 360 Minuten, gehört der Ecovacs Deebot 300 zu den beliebtesten Modellen unter den Staubsaugerrobotern und ist das mit Abstand beliebteste Modell aus dem Hause Ecovacs. Sein Nickel-Metallhydrid-Akku erlaubt es, rund 10 Minuten länger zu saugen, als ein durchschnittlicher Saugroboter. Außerdem lässt sich dieser Saug- und Wischroboter auch mittels App steuern.

Anschaffungskosten: Mit einem Kaufpreis von rund 200 Euro zählt der Ecovacs Deebot 300 zu jenen Saugrobotern mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Eufy Robovac 11

Kommen wir zu einem Klassiker. Die Robovac-Serie von Eufy gehört seit Jahren zu den beliebtesten Staubsauger Robotern der Welt. Das derzeit empfehlenswerteste Modell ist der Eufy Robovac 11. Mit seiner hohen Saugkraft kann er sowohl Staub, Schmutz als auch Haare kraftvoll aufnehmen und ist damit der ideale Roboter für Haustierbesitzer. Im Auffangbehälter des Robovac 11 befindet sich ein Schwebstofffilter (HEPA Filter), weshalb er auch für Allergiker bestens geeignet ist. Für eine lange Reinigungszeit von bis zu 100 Minuten sorgt ein spezieller Li-Ionen Akku. Zudem zählt der Eufy Robovac 11 zu den flachsten Saugrobotern auf dem Markt. Er saugt daher auch mühelos unter schwer zugänglichen Möbeln.

Anschaffungskosten: Der Verkaufspreis für den Eufy Robovac 11 liegt derzeit bei rund 200 Euro.

Vorwerk Kobold VR300

Der Kobold VR300 Saugroboter von Vorwerk eignet sich für alle Arten von Böden. Ausgestattet ist er mit einer Rundbürste (mit Gummilamellen und Borstenstreifen) und einer Seitenbürste, zahlreiche Sensoren zur Erkennung von Hindernissen und Treppen, 360° Laser-Raumnavigation, Kletterhilfe für Türschwellen, D-Form des Gehäuses (optimal für Ecken), 9 cm flach (damit er auch unter Möbeln saugen kann), Absaugöffnung für eine staubfreie Entleerung des Behälters, Steuerung per Fernbedienung, bis zu 90 Minuten Laufzeit mit einer Akkuladung (reicht für bis zu 120 Quadratmeter). Mit einer Lautstärke von nur 70 dB(A) gehört der Vorwerk Kobold VR300 darüber hinaus zu den eher leiseren Modellen.

Anschaffungskosten: Preislich liegt der Vorwerk Kobold VR300 mit 950 Euro im gehobenen Mittelfeld.

 

Neato Botvac Connectic Roboter-Staubsauger - Foto © Neato

Neato Botvac Connectic Roboter-Staubsauger. Foto: © Neato

Neato Botvac Connected D5

Die Besonderheit des Neato Botvac Connected D5 ist das eingebaute WLAN. Über die passende App kann der Roboter-Staubsauger vom Smartphone aus gestartet, gestoppt und angehalten werden. Zudem kann man einen Zeitplan erstellen und Benachrichtigungen erhalten – egal, wo auch immer man sich befindet. Die weiteren Funktionen sind die SpinFlow-Powerreinigung für die Präzisionsbürsten, die LaserSmart-Kartierung & -Navigation (für eine systematische und kürzere Reinigung) sowie die D-Form des Gehäuses (gut für die Reinigung in Ecken).

Anschaffungskosten: Vor geraumer Zeit musste man für den Neato Botvac Connected D5 noch satte 800 Euro hinblättern. Mittlerweile ist dieser Saugroboter aber bereits für rund 370 Euro erhältlich.

Dyson 360 Eye

Kommen wir abschließend zum Lamborghini unter den Staubsaugerrobotern. Wer den Dyson 360 Eye Saugroboter kauft, bezahlt nicht nur für die smarte Technologie sondern natürlich auch für den Namen. Die integrierte besonders breite Bodenbürste nimmt selbst mikroskopisch kleine Schmutzpartikel auf. Seinen Namen trägt der Dyson 360 Eye aufgrund der integrierten 360° Kamera, die ihm dabei hilft gereinigte von nicht gereinigten Flächen zu identifizieren. Eingebaute Infrarotsensoren wiederum sorgen dafür, dass der Dyson 360 Eye Treppen und andere Absätze erkennt und nicht abstürzt. Wie die meisten hochpreisigen Produkte, kann auch das Luxusprodukt von Dyson per Smartphone-App (iOS oder Android) gesteuert werden.

Anschaffungskosten: Derzeit kostet der Dyson 360 Eye im Handel zwischen 900 und 1.000 Euro.


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