Gute Texte für die Website schreiben: Tipps und Anregungen

Sie benötigen gute Texte für Ihre Website? HEROLD verrät, was gute Texte ausmacht. Foto: Adobe Stock; (c) pickup

In wenigen Schritten zum perfekten Webtext? Klingt utopisch? Ist es aber nicht! HEROLD gibt hilfreiche Tipps, wie gute Texte für die Website gelingen, damit sich Ihre Website von der Konkurrenz abhebt.

Wie schreibt man gute Texte für die Website?

Um diese Frage zu beantworten, sollten wir zunächst bei Adam und Eva beginnen. Also bei den absoluten Basics des Textens. Die folgenden 7 Basis-Tipps werden Ihnen helfen, gute Webtexte zu verfassen. Und falls nicht, gibt es immer noch die Möglichkeit, gute Texte für die Website schreiben zu lassen!

1. Zielgruppe definieren

Bevor Sie sich vor ein leeres Blatt Papier setzen, sollten Sie sich überlegen für welche Personen Sie die Texte überhaupt verfassen. Handelt es sich bei der Zielgruppe um jüngere oder ältere Personen? Handelt es sich um Frauen oder Männer? Ist die Zielgruppe gut situiert oder lebt sie von der Hand in den Mund? All diese Fragen beeinflussen nicht nur die Ansprache (per Sie oder per Du) sondern auch Wortwahl, Inhalt und Aufbau der Website.

Tipp: In diesem ausführlichen Beitrag erfahren Sie, wie eine möglichst genaue Zielgruppenanalyse für die Website gelingt.

Text is King – Le roi est mort, vive le roi
Content is King – gegenüber guten Inhalten sehen andere Websites oft sehr blass aus. Foto: Adobe Stock; (c) fotomek

2. Text is King – Le roi est mort, vive le roi

Eine schöne Phrase lautet: „Guter Text ist gut.“ Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Aber was ist denn nun wirklich gut und wie wird Qualität gemessen oder bewertet?

Kennen Sie die Abkürzung „tl;dr„? Die Abkürzung steht für too long; didn’t read und wird gerne in Foren und sozialen Netzwerken verwendet, um zu verdeutlichen, dass ein langer Text nicht zu Ende gelesen wurde. Sind lange Texte daher schlecht? Klare Antwort: Nein! Lange Texte sind nur dann schlecht, wenn sie nicht informativ und langweilig zu lesen sind. Sie sehen schon worauf es hinausläuft: Gute Texte sind kurzweilig, fesseln und inspirieren den Leser und verleiten ihn, den Text ganz bis zum Ende durchzulesen.

Ganz entscheidend für jeden guten Text ist der Einstieg. Denn hier gehen die meisten Leser verloren. Gute Einstiege sind szenenhaft, vermitteln ein Bild, machen neugierig oder fordern den Leser heraus.

Aber selbst der spannendste Online-Text, kann gelegentlich zu lang geraten. Eine semi-professionelle Studie will herausgefunden haben, dass die optimale Lesedauer für einen Online-Text etwa sieben Minuten beträgt. Das ist selbstverständlich eine sehr vage Angabe, denn die Lesegeschwindigkeit ist sehr individuell (wo wir wieder bei der Zielgruppenanalyse wären).

Fazit: Langweilen Sie Ihre Leser nicht. Versuchen Sie spannend in das Thema einzusteigen, aber halten Sie den Spannungsbogen möglichst aufrecht. Längere Texte neigen dazu, den Leser abschweifen und irgendwann aussteigen zu lassen. Liefern Sie Neuigkeiten und Informationen, die der Leser nicht auch auf jeder x-beliebigen Seite finden könnte. Wenn ein Text dem Leser einen gewissen Mehrwert bietet, den andere Texte nicht liefern konnten, dann haben Sie den Jackpot geknackt.

3. Headlines und Überschriften

Wenn Sie darauf abzielen, mit Ihrem Text Ihre Website in Google nach oben zu bringen, dann sollten Sie in sämtlichen Überschriften wichtige Keywords (Schlüsselbegriffe, die häufig gesucht werden) verwenden.

Auch zu Headlines gibt es zahlreiche Studien, die zumindest nicht unerwähnt bleiben sollten:

  1. Leser registrieren meist nur die ersten 3 und die letzten 3 Wörter einer Überschrift
  2. Adjektive erwecken Emotionen und steigern den Klickreiz
  3. Headlines mit ungeraden Zahlen werden zu 20% häufiger angeklickt als Überschriften mit geraden Zahlen
  4. Überschriften die eine Frage enthalten, erregen mehr Aufmerksamkeit

Und davon gibt es noch viele mehr. Denn es hat einen guten Grund, wieso renommierte Tageszeitungen Texter engagieren, die sich ausschließlich um die Formulierung von Überschriften kümmern. Die Headline sollte stets auffallen und Aufmerksamkeit erregen.

Mit der Frage, welche Faktoren eine Nachricht für den Leser relevant machen, haben sich bereits in den 60er-Jahren die norwegischen Wissenschafter Galtung und Ruge genauer beschäftigt. Nur soviel dazu: Wenn Ihre Überschrift keine einzige der sogenannten Nachrichtenfaktoren bedient, dann haben Sie wohl oder übel etwas falsch gemacht.

4. Struktur und Layout

Sie wissen nun also für wen Sie den Text schreiben, wie eine knackige Überschrift auszusehen hat und wie man den Spannungsbogen im Text aufrecht erhalten kann. Der nächste wichtige Punkt auf der Agenda ist eine klare Struktur und ein sinnvolles Layout. Ein guter Web-Text muss sinnvoll und logisch aufgebaut und idealerweise verständlich gegliedert sein. In Online-Texten kommt der Struktur und dem Layout eine besondere Bedeutung zu, denn der klassische Online-Nutzer überfliegt bzw. scannt die Texte lediglich. Im Durchschnitt werden nur rund 60% eines Artikels auch wirklich gelesen. Und es ist nicht immer der Schluss, der durch den Rost fällt. Häufig wird auch einfach ein Teil der Einleitung ignoriert, wenn er zu langatmig ist. Oder es werden überhaupt ganze Absätze übersprungen, wenn sie für den Leser keine besondere Relevanz haben.

Zwischenüberschriften für einen guten Website Text

Für die Gliederung eignen sich markante Überschriften. Empfohlen wird zudem, dass man spätestens nach fünf Zeilen einen Absatz macht. Außerdem sollte der Text über Zwischenüberschriften verfügen, die den Inhalt noch verständlicher strukturieren (das freut übrigens auch Google und verbessert die Google Platzierung). Auch Aufzählungen (Aufzählungspunkte) sowie Bilder und Grafiken lockern einen Text auf.

Gute Texte für die Website werden durch Bilder aufgelockert
Gute Online-Texte werden mit Bildern aufgelockert. Je spezieller das Bild, desto größer die positive Wirkung. Foto: Adobe Stock; (c) nenetus

Wenn Sie sich über das Layout Gedanken machen, vergessen Sie aber nicht sich das Ergebnis sowohl auf der mobilen Version als auch auf der Desktop Version anzusehen. Denn mehr als 60% der Internet-Nutzer surfen per Smartphone oder Tablet im Word Wide Web. Der mobilen Ansicht kommt also eine ganz besondere Bedeutung zu. Grundvoraussetzung für ein gelungenes Layout, ist daher auch eine Website mit sogenanntem responsive Design.

Ihre Website besitzt noch kein responsive Design?

5. Kreative Herangehensweise

Wenn man einen Online-Text schreibt, muss man sich irgendwie von der Konkurrenz abheben. Sie müssen das Rad zwar nicht völlig neu erfinden, aber eine kreative oder witzige Herangehensweise kann durchaus nützlich sein. Versuchen Sie einfach, sich irgendwie aus der breiten Masse abzuheben.

6. Gedanken um das Ende machen

Machen Sie sich ausführliche Gedanken um das Ende Ihres Textes. Versuchen Sie die wichtigsten Punkte in einem Fazit noch einmal zusammenzufassen und verabschieden Sie Ihren Leser mit netten Worten oder einem tiefsinnigen Abschlusssatz.

7. Lektorat: Kill your darlings

Lesen Sie sich Ihren Text noch einmal sorgsam durch und eliminieren Sie redundante Textpassage. Und ganz wichtig: Kill your darlings. Damit ist gemeint, dass man für einen guten Webtext unbedingt auch die Bereitschaft mitbringen muss, sich von Lieblingstextstellen zu trennen, wenn das einem besseren Text dienlich ist.

Lassen Sie den Text vor der Veröffentlichung unbedingt von einer zweiten Person durchlesen und holen Sie sich eine ehrliche zweite Meinung dazu ein.

Überprüfen Sie außerdem, ob der Text die vermeintlichen Erwartungen des Lesers erfüllt. Wenn nicht, dann ist er zwar vermutlich handwerklich gut gelungen, wird auf Google aber leider keine große Rolle spielen.

Zusammenfassung: Wie man gute Texte für die Website schreibt

  1. Bevor Sie blindlings darauf losschreiben, überlegen Sie sich an wen der Text adressiert ist. Führen Sie sich vor Augen, welche Eigenschaften der potenzielle Leser hat, um gleich von Anbeginn die richtige Wortwahl zu treffen.
  2. Informativer und kurzweiliger Inhalt ist der Schlüssel zum Erfolg. Versuchen Sie einen Spannungsbogen aufzubauen, der den Leser möglichst schnell fesselt und längere Zeit auf Ihrer Website hält.
  3. Überschriften sollten zum Klicken anregen, neugierig machen und das passende Keyword enthalten.
  4. Schreiben Sie kurze Absätze, bebildern Sie den Artikel und fügen sie interessante oder informative Grafiken hinzu.
  5. Machen Sie nicht alles komplett anders als die Konkurrenz, aber versuchen Sie zumindest einen Teilaspekt kreativ und anders anzugehen.
  6. Ein schöner Abschluss rundet den Artikel ab und lässt den Leser Ihre Website mit einem guten Gefühl verlassen.
  7. Lassen Sie den Text gegenlesen, hören Sie auf ehrliches Feedback und scheuen Sie sich nicht davor, geliebte Textpassagen komplett zu streichen.

In diesem Sinne wünscht HEROLD gutes gelingen!

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Dominik Knapp SEO Texter

Dominik Knapp

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