SEO für Anfänger:innen – die Welt der Suchmaschinenoptimierung

Die ersten Schritte in der Suchmaschinenoptimierung sind die schwersten. Die besten SEO-Tipps für Anfänger:innen. BIld: © Herold

Vom Himmel gefallen ist noch kein:e SEO-Meister:in. Ebenso wenig entstehen starke Positionierungen und eine gute Sichtbarkeit in den Suchmaschinen per Zufall. Gute Rankings zu relevanten Keywords, ein umfangreiches theoretisches Wissen sowie praktisches Know-how zum Thema SEO ist eine Wissenschaft für sich. Damit auch du bald mit deinem ersten eigenen SEO-Projekt durchstarten kannst, findest du die wichtigsten Basics zur Suchmaschinenoptimierung in diesem Beitrag.

Was ist Suchmaschinenoptimierung?

Ausgeschrieben steht SEO für Search Engine Optimization, was sich ins Deutsche mit Suchmaschinenoptimierung übersetzen lässt. Gemeint sind damit alle Maßnahmen, die die Positionierung deiner Webseite in Suchmaschinen wie Google optimieren, oder besser gesagt: dein Ranking verbessern.

Hinweis: SEO steht gelegentlich aber auch für die Optimierung von Postings, Videos oder Produkteinträgen auf Plattformen wie YouTube, Amazon oder diversen sozialen Medien. Mehr dazu am Ende des Artikels!

Warum überhaupt SEO betreiben?

Ob im Beruf, in der Freizeit, ob jung oder alt: Wir alle nutzen Suchmaschinen, allen voran Google, zur Informations-, Produkt- und Dienstleistungssuche. Das lässt sich gar nicht mehr vermeiden und ist meist der einfachste und schnellste Weg, um an Informationen zu gelangen. Am Anfang jeder Suche stehen Suchbegriffe, sogenannte Keywords, die Nutzer:innen in die Suchmaschine eingeben und auf die passende Webseite mit den relevantesten Informationen hoffen. Beschäftigt sich dein Unternehmen mit dem Thema der Suchanfrage, so sollte deine Webseite auf der ersten Seite der Suchergebnisse erscheinen. Dafür sorgt die Suchmaschinenoptimierung. 

Webseiten, die in der organischen Suche weit oben stehen und für User:innen gut sichtbar sind, werden automatisch häufiger angeklickt und generieren mehr Traffic. Denke an deine eigenen Erfahrungen zurück: Wie oft bist du in den Suchergebnissen auf Seite 8 gelandet und hast da eine Webseite aufgerufen? Und wie oft klickst du stattdessen auf die Webseiten, die auf den Plätzen 1 bis 4 erschienen?

Hinweis: Als organische Suche bezeichnet man die Google-Suchergebnisse, die sich durch SEO-Maßnahmen beeinflussen lassen. Nicht dazu zählen die über Google Ads geschalteten und kostenpflichtigen Werbeanzeigen.

Eben das ist das Ziel der Suchmaschinenoptimierung. Relevante Keywords, zu denen deine Webseite Informationen, Produkte oder Dienstleistungen anbietet, sucht dein Unternehmen vorab mithilfe einer Keyword-Recherche heraus. Anschließend optimierst du die Website mithilfe von SEO-Tools auf diese Suchbegriffe hin. So landet deine Website ganz schnell oben im Suchmaschinenranking.

Wer sollte sich SEO widmen?

Im Grunde lohnt es sich für alle Betreiber:innen von Websites, sich mit SEO zu beschäftigen. Denn die SEO-Optimierung der Inhalte ist ein wertvolles Instrument für Unternehmen jeder Größe – egal ob kleines Startup oder großer Konzern. Jedes Unternehmen sollte online präsent sein, da die Gewinnung der potenziellen Kundschaft mit einem guten Ranking auf Suchmaschinen beginnt.

Welche Faktoren sind für SEO entscheidend?

Damit du mit deiner Website zu relevanten Google-Suchanfragen auf den vordersten Plätzen landest, müssen viele Ranking-Faktoren optimal ineinandergreifen. Das ist aber gar nicht so schwer, wie du jetzt vielleicht denkst. 

Hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten Faktoren:

  • Thematisch relevante und aktuelle Inhalte
  • Interessante Darstellung deiner Inhalte mit Fotos, Bullet Points, interaktiven Elementen etc.
  • Gute User:innen-Experience
  • Passende Keywords zu deinen Inhalten
  • Interne und externe Verlinkungen
  • Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit

Erfahre mehr zum Thema Google Ranking Faktoren in unserem gesonderten Ratgeberartikel.

Welche Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung gibt es?

Die Welt der Suchmaschinenoptimierung besteht aus zwei großen Teilbereichen: der Onpage und der Offpage Optimierung. Beide setzen zwar an unterschiedlichen Stellschrauben an, sind aber für starke Rankings unerlässlich.

Überblick über die Onpage Optimierung

Der Begriff gibt bereits einen Ausblick darauf, was damit gemeint ist: Die Onpage Optimierung fasst alle Maßnahmen und Arbeitsschritte der Suchmaschinenoptimierung zusammen, die unmittelbar auf der zu optimierenden Website stattfinden.

Die Onpage Optimierung kann nochmal in verschiedene Teilbereiche untergliedert werden:

  • Technisches SEO: Qualität des Quellcodes, Ladezeiten, korrekte Weiterleitungen sowie Sitemaps und Indexierungsmanagement.
  • Inhaltliches SEO: Content, der mit relevanten Keywords die Suchintention der Nutzer:innen erfasst. 
  • Strukturelles SEO: Strukturelle Aufarbeitung einer Website, wie Meta-Angaben, Schema-Markups, Rich Snippets.

Merke dir außerdem: SEO sieht die Optimierung einzelner Websites vor. Das bedeutet, unterschiedliche Unterseiten werden auf verschiedene Weise, beispielsweise mit spezifischen Keywords, optimiert. 

Ein Beispiel: Ein Modehändler kann seine Startseite zwar auf Begriffe wie Fashion und Damenbekleidung optimieren, muss einzelne Kategorien, wie Kleider, Röcke und Accessoires aber separat auf die dazu passenden Begriffe hin ausrichten.

Maßnahmen der Onpage Optimierung

Die Onpage Optimierung ist der wichtigste Grundstein einer erfolgreichen Optimierung und sollte noch vor der Offpage Optimierung passieren. Versuche für deinen Einstieg in die SEO-Welt einen Grundsatz zu verinnerlichen: Du optimierst deine Website stets für den Menschen, deine Kund:innen, Interessent:innen und Besucher:innen. Google und Co. geben dir mit den Onpage Maßnahmen lediglich vor, was Nutzer:innen und Website-Besucher:innen erwarten und wie du dafür sorgst, dass eine Website einen qualitativ hohen Standard erfüllt.

Das ist eine große Stärke der Onpage Optimierung. Du erhöhst nicht nur die Wahrscheinlichkeit, erstklassige Rankings zu relevanten Keywords zu erhalten. Du optimierst auch die Usability, das Design und die Inhalte deiner Website automatisch mit und verbesserst damit deren Mehrwert für deine Besucher:innen. Einige der klassischen SEO-Onpage Instrumente und -maßnahmen stellen wir dir nun vor.

Meta Title & Überschriften

Auf deiner Website gibt es den Meta Title und die Überschriften. Beides kann, aber muss und sollte nicht unbedingt identisch sein. Das Hauptkeyword, auf welches du deine Unterseite optimierst, sollte sich in beidem wiederfinden, denn das generiert eine hohe Relevanz und zeigt den Suchmaschinen: Auf dieser Seite finden Nutzer:innen tatsächlich die Informationen zu dem recherchierten Keyword.

Tipp: Der Meta Title (manchmal auch: Metatitel oder Title Tag) erscheint in den Suchergebnissen in deinem SERP Snippet. Es lohnt sich alle Elemente des SERP Snippets so zu optimieren, dass es sich von anderen Ergebnissen abhebt und die Wahrscheinlichkeit für einen Klick der Nutzer:innen auf deine Website steigert.

Keywords

Ein SEO-Konzept beinhaltet stets auch eine Keyword-Analyse. Mit dieser ermittelst du für deine Website-Inhalte relevante Suchbegriffe, zu denen deine Website künftig stark ranken soll. Die ausgewählten Keywords sollten nicht nur zu deinen Inhalten passen, sondern auch tatsächlich in den Suchanfragen bei Google und anderen Suchmaschinen stecken. 

Für deine Keyword-Analyse und -Recherche kannst du dich unterschiedlicher kostenpflichtiger, sowie kostenloser Tools bedienen. Diese verraten dir das aktuelle Suchvolumen und die Klickrate deiner gewählten Keywords, sodass du einen Einblick in ihre Relevanz erhältst.

Meta Description

Neben dem zuvor erwähnten Meta Title gibt es auch noch die Meta Description: Das ist der kleine Vorschautext, den du in den Suchergebnissen siehst. Wichtige Keywords der Unterseite sollten darin ebenso vorhanden sein. Gleichzeitig sollte die Meta Description einen Ausblick auf die essentiellen Inhalte des Textes liefern und Aufmerksamkeit generieren.

Unique Content

Einzigartige Inhalte mit echtem Mehrwert sind das Herzstück deiner Website – und das wohl wichtigste SEO-Instrument. Deine Website sollte auf keinen Fall mit Duplicate Content, also von anderen Seiten kopierten Textbausteinen, gespickt sein. Das führt zu Bestrafungen in den Suchmaschinen. Simultan dazu sollten Inhalte der Suchintention entsprechen sowie gut lesbar und ansprechend aufbereitet sein.

Interne Verlinkungen

Stärke deine Website durch interne Verlinkungen. Das ist gut für die Rankings deiner individuellen Unterseiten, aber auch für deine Besucher:innen: Diesen erleichtern Links eine intuitive Navigation durch deine Website. Falls du deine Beiträge in verschiedene Cluster unterteilt hast, lohnt es sich, innerhalb des Clusters zu verlinken.

URL & Redirects

Sprechende URLs – also URLs, die das Hauptkeyword enthalten und anhand derer die Struktur deiner Webseite nachvollziehbar ist – spielen eine große Rolle sowohl für die Suchmaschine als auch für deine Besucher:innen. Dazu gehören auch korrekte, zielgerichtete 301- und 302-Weiterleitungen, falls einzelne Seiten temporär oder permanent verschoben wurden oder nachdem du deine Website auf eine neue Domain migriert hast.

Ladezeiten

Niemand hat Zeit zu verschenken – auch nicht die Besucher:innen deiner Website. Daher sollte diese über einen optimierten, schlanken Quellcode, komprimierte Bilder und weitere Media-Elemente verfügen, um nicht länger als drei Sekunden zu laden. Lange Ladezeiten sind für Google und Co. ein Synonym für schlechte Website-Qualität und sollten vermieden werden.

Website-Struktur

Baue deine Website so auf, dass diese sich sinnvoll und intuitiv navigieren lässt. Deine Besucher:innen sollten sich nie auf der Website verloren fühlen. Für sie ist es wichtig, dass sie immer wissen, wo sie sich befinden, wie sie zur vorherigen Seite zurück gelangen und wie sie die Startseite erreichen. Eine durchdachte Website Navigation ist gut für die User-Experience und das Ranking in Suchmaschinen.

Die Offpage Optimierung als zweiter SEO-Teilbereich

Erinnerst du dich? Die Onpage Optimierung umfasst Maßnahmen unmittelbar auf der Website selbst, die Offpage Optimierung ist das Gegenteil dazu. Alle Offpage Maßnahmen finden abseits der eigentlich zu optimierenden Website statt, haben aber auf eben diese einen positiven SEO-Effekt. Daher ergänzen sich On- und Offpage Optimierung so wunderbar!

Maßnahmen der Offpage Optimierung

Auch für die Offpage Optimierung gibt es verschiedene Maßnahmen, die du unternehmen kannst, um das Ranking deiner Website auf Google zu verbessern. Der größte Fokus liegt bei diesem Teil der Suchmaschinenoptimierung auf dem Linkbuilding – aber es gibt auch noch viele weitere kleine oder große Strategien, die du verfolgen kannst.

Linkbuilding durch Backlinks

Backlinks sind Verlinkungen anderer Websiten auf deine eigene. Diese werden von Suchmaschinen hoch bewertet, da sie gewissermaßen als Empfehlung zählen. Ideal sind Links, die von einer Website mit starker Autorität und inhaltlichen Überschneidungen zu deiner Seite kommen. Beim Linkbuilding gilt: Qualität ist wichtiger als Quantität.

Eine Website mit starker Autorität ist beispielsweise an ihren positiven Bewertungen und Texten, die von Expert:innen verfasst wurden, erkennbar.

Social Signals

Wird deine Website auf Facebook, Instagram, Twitter und Co. häufig erwähnt? Werden die Inhalte dort verlinkt oder erhält die Website beispielsweise viele Likes und Shares? Auch solche Signale berücksichtigen Suchmaschinen, weshalb es dir zugutekommt ist, wenn du auch Social Media Marketing betreibst.

PR, Reputation & Brand Management

Für eine erfolgreiche Marke braucht es eine starke Positionierung. Zur Offpage Optimierung gehören daher auch Maßnahmen, die deine Reputation weiter verbessern. Auf diesem Wege kannst du die Beliebtheit deine Brand innerhalb der Zielgruppe steigern und Wiedererkennungswert schaffen.

SEO in professionelle Hände legen?

White Hat SEO, Black Hat SEO und Grey Hat SEO bei Google

Um SEO-Meister:in zu werden, solltest du unbedingt auch die Richtlinien von Google kennen. So kannst du deine Maßnahmen so ausrichten, dass du nicht gegen diese verstößt. Hierbei kannst du zwischen White Hat SEO, Black Hat SEO und Grey Hat SEO unterscheiden. Wählst du eine SEO-Strategie beziehungsweise -Maßnahme aus dem Black Hat SEO, so können dir Bestrafungen und Rankingverlust bevorstehen.

White Hat SEO

Gemeint sind alle natürlichen, den Richtlinien der Suchmaschine entsprechenden Maßnahmen. Du lässt also Qualität für dich und deine Seite sprechen. Zum White Hat SEO gehören großartiger, einzigartiger Content ebenso wie ein natürlicher Linkaufbau. Deine Website empfehlen andere Webmaster also aus eigenem Willen heraus. 

Grey Hat SEO

Eine Grauzone, die zu Abstrafungen führen könnte, aber nicht zwingend muss, ist Grey Hat SEO. Dazu zählt beispielsweise der Linkkauf ohne NoFollow-Tag. Diese Grauzone zu betreten ist aber immer mit einem hohen Risiko verbunden und, wenn die Qualität für die Website spricht, aber meistens gar nicht nötig.

Black Hat SEO

Bei Black Hat SEO handelt es sich um alle Maßnahmen, die gegen die Richtlinien der Suchmaschinen verstoßen. In der Praxis sind das beispielsweise Cloaking und Keyword-Stuffing/-Spam. Es geht bei diesen Maßnahmen nicht um eine tatsächliche Verbesserung und Qualitätssteigerung, sondern um eine Täuschung zur Beeinflussung der Rankings. Fliegen diese Tricks auf, droht deiner Seite ein Google Penalty. Dieser zeigt sich entweder durch einen enormen Rankingverlust oder durch den kompletten Ausschluss der Domain aus der Suchmaschine.

SEO funktioniert nicht nur für klassische Suchmaschinen

Nun weißt du, was SEO ist. Doch SEO beschränkt sich nicht nur auf die Suchaktivitäten in klassischen Suchmaschinen wie Google. Auch andere bekannte Plattformen besitzen eine Suchfunktion und nutzen daher eine „Suchmaschine“. Einige zusätzliche Aufgabenbereiche stellen wir dir hier kurz vor.

Amazon SEO

Verkaufst du dein Produkt auch auf Amazon? Dann ist das Thema Amazon SEO für dich spannend. Bei der Suchmaschinenoptimierung auf Amazon geht es darum, deinen Produkteintrag so zu optimieren, dass dieser bei relevanten Suchmaschinenergebnissen oben erscheint. Amazon Suchmaschinenoptimierung umfasst unter anderem die Erstellung eines optimierten Titels und einer optimierten Produktbeschreibung sowie die Nutzung von Produktbildern.

YouTube SEO

Du veröffentlichst Videos auf YouTube, die zu deinem Produkt passen? Dann gehört YouTube SEO auf deine To-do-Liste. Hier geht es um die Optimierung zur verbesserten Sichtbarkeit deiner Videos auf YouTube und in den Suchergebnissen bei Google. Dazu gehört beispielsweise die Erstellung optimierter Titel und Videobeschreibungen, Tags und Wiedergabelisten.

Fazit: SEO-Grundlagen sind wichtig – für dich, den Traffic der Website und deine Besucher:innen

Die Suchmaschinenoptimierung ist die Basis deines Erfolges, denn potentielle Kund:innen starten ihre Suche online. Wirst du bei relevanten Suchanfragen nicht gefunden, weil deine Website nicht suchmaschinenoptimiert ist, dann verpasst du wichtigen Traffic.

Die Kombination aus Onpage SEO (u. a. optimierte Meta Title & Überschriften, gute Keywords, individuellen Inhalten & interne Verlinkungen) und Offpage SEO (u. a. Linkbuilding & Brand-Management) ist der Schlüssel für ein gutes Ranking in klassischen Suchmaschinen und kann durch Suchmaschinenoptimierung auf anderen Plattformen noch erweitert werden.

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