So klappt Social-Media-Marketing für KMU

Facebook und Instagram sind mit Abstand die wichtigsten sozialen Netzwerke für KMU. Bild: © Adobe Stock

Facebook ist längst tot und auf Instagram tummeln sich nur Youngsters? Weit gefehlt. Herold erklärt, wie Social-Media-Marketing für KMU funktioniert und warum du auf diese Kanäle nicht verzichten solltest.

Social Media Marketing für KMU: Welche Netzwerke?

Totgesagte leben länger: Mit 3,8 Millionen monatlich aktiven Usern in Österreich sitzt Facebook trotz medialer Diskussionen um den Umgang mit Nutzerdaten fest im Sattel – dicht gefolgt von Instagram: In Österreich ist Instagram mit 2,4 Millionen Usern die zweitgrößte klassische Social-Media-Plattform. Auch wenn TikTok, Snapchat oder Pinterest (bestens geeignet für DIY-Themen) bei einem jüngeren Publikum äußerst beliebt sind, sind die kaufkräftigen Altersgruppen nach wie vor in den klassischen sozialen Medien vertreten.

Beide Kanäle bieten Österreichs KMU großes Potenzial für Online-Marketing. Hast du dir erstmal eine Strategie für dein Unternehmen zurechtgelegt, kannst du effizientes Social-Media-Marketing bei geringem Zeitaufwand betreiben. Welche Plattform am besten zu deinem Unternehmen passt, hängt stark von deiner Zielgruppe ab. Allgemeine Informationen zum Thema, welche Branchen von Social Media Marketing profitieren können, findest du auch in unserem Beitrag Social Media für Unternehmen: Vorteile, Chancen & Risiken von sozialen Medien.

Social Media Marketing für KMU
Social Media Marketing für KMU: Hilfreiche Tipps für deine Strategie in den sozialen Medien. Bild: © Brad Pict

Facebook in Österreich

In Österreich liegt die Marktdurchdringung von Facebook aktuell bei rund 47 Prozent, das heißt: Knapp jede:r zweite Österreicher:in nutzt Facebook. Der Großteil der User ist sogar täglich aktiv und konsumiert geteilte Inhalte von Freunden, Bekannten oder Seiten, die mit „Gefällt mir“ markiert wurden.

Welche Zielgruppe ist auf Facebook aktiv?

30 Prozent der österreichischen Facebook User – und somit die größte Nutzergruppe – ist zwischen 35 und 49 Jahre alt. Sowohl Männer als auch Frauen sind relativ ausgewogen auf Facebook vertreten.

Facebook für KMU

Liken, teilen, kommentieren – aber bloß nicht werben! Was viele nicht wissen: Laut der Richtlinien von Facebook dürfen Personenprofile ausschließlich zu privaten Zwecken genutzt werden.

Unternehmen haben die Möglichkeit, unter den folgenden Kategorien eine Facebook-Seite anzulegen:

  • Lokales Unternehmen: Triffst du diese Auswahl, wenn der lokale Standort ausschlaggebend für dein Unternehmen ist und du Kundschaft in der Umgebung ansprechen möchtest (z.B. Friseursalon, Boutique, Installateursbetrieb).
  • Unternehmen, Organisation oder Institution: Wähle diese Option, wenn dein Unternehmen keinen regionalen Bezug hat (z.B. ortsunabhängige Dienstleistungen).
  • Marke oder Produkt: Wähle diese Option, wenn du ein bestimmtes Produkt präsentieren möchtest (z.B. Online-Shop).

Unternehmer-Tipp: Achtung DS-GVO! Auf deiner Unternehmensseite ist ein vollständiges Impressum Pflicht.

Social Media Marketing für KMU
Hier findest du Tipps für deine Social Media Marketing Strategie. Bild: © fotohansel

Content-Ideen für Facebook

  • Veranstaltungen erstellen und User einladen: Planst du eine Feier, eine besondere Aktion oder ein spezielles Event? Veranstaltungen stehen aktuell besonders in der Gunst des Facebook-Algorithmus und sind daher für besonders viele User sichtbar. Auch in Zeiten von Corona kannst du beispielsweise Video-Seminare veranstalten.
  • Blogartikel und relevanten Content teilen: Du führst einen Unternehmensblog? Teile deine Blogartikel regelmäßig auf deiner Facebook-Page und animiere deine Community, dir Kommentare zu hinterlassen. Übrigens kannst du gerne auch Content von anderen Seiten oder Usern teilen, sofern dieser für deine Zielgruppe interessant ist.

Praxis-Beispiel: Eine Konditorei veröffentlicht auf ihrer Website regelmäßige Blogartikel mit Rezepten und Tipps rund ums Backen. Auf Facebook teilt das Unternehmen die Beiträge und lädt die User dazu ein, die Rezepte im eigenen Feed zu teilen. Zusätzlich wird eine eigene Gruppe erstellt, wo Mitglieder erprobte Rezepte diskutieren und weitere Empfehlungen rund ums Backen teilen können.

Instagram in Österreich

Der Hype um Instagram ist mittlerweile auch in Österreich angekommen: Rund 3 Millionen User verzeichnet die Plattform mittlerweile – das sind um ein Drittel mehr User als vor 2 Jahren.

Welche Zielgruppe ist auf Instagram aktiv?

Zwei Drittel der Jugendlichen besitzt einen eigenen Instagram-Account und etwa 70 Prozent der Instagram-User ist jünger als 35. Instagram ist somit der virtuelle Tummelplatz der Generation Y, den so genannten Millenials, die zwischen den frühen 1980er bis zu den späten 1990er Jahren geboren wurden.

Instagram für KMU

Im Gegensatz zu Facebook liegt bei Instagram der Fokus auf ansprechenden Bildern und Videos. Indem Sie Bilder von sich und ihrem Unternehmen posten und sie mit entsprechenden #Hashtags versehen, werden diese für andere User sichtbar.

Naturgemäß eignet sich Instagram besonders gut für Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Kosmetik, Mode und Lifestyle – aber keineswegs ausschließlich.

Auf Instagram kannst du die Kundenbindung stärken, indem du deiner Zielgruppe einen Blick hinter die Kulissen deines Unternehmens gewährst. Mit einer Portion Kreativität profitiert jedes Unternehmen von einem Instagram-Account – egal, ob Tischler oder Steuerberaterin.

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Content-Ideen für Instagram

  • Bilder im Feed: Poste Bilder deiner Teammitglieder mit einer kurzen Personenbeschreibung oder teile hochwertige (!) Aufnahmen deiner Produkte. Aktuell erfreuen sich auch Bilder mit Zitaten großer Beliebtheit: Werde kreativ und überlege, wie du die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe auf dich lenken kannst!
  • Instagram Stories: Poste Momentaufnahmen, kurze Videos oder Umfragen!
  • Instagram IGTV: Längere Aufnahmen (über 10 Minuten) kannst du via Instagram IGTV posten. Unternehmer-Tipp: Achte darauf, deine Videos vertikal aufzunehmen!

Praxis-Beispiel: Ein Blumenladen postet regelmäßig Bilder von besonderen Blumenarrangements. Um die Reichweite zu erhöhen, werden Kund:innen dazu eingeladen, Fotos ihrer Wohnräume mit den gekauften Blumen zu posten. Durch diese Strategie verzeichnet das Unternehmen ein gutes organisches Wachstum und erreicht auch eine jüngere Zielgruppe.

Online-Werbung auf Facebook und Instagram

Facebook weiß mehr über uns als unsere Freunde und Familie – zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung der Universität Stanford.

Für Unternehmen birgt das unzählige Möglichkeiten, mit personalisierter Werbung punktgenau die jeweilige Zielgruppe anzusprechen – hier spricht man dann im Fachjargon von der sog. „Custom Audience“.

Mit bezahlten Werbeanzeigen kannst du deine Zielgruppe nach beliebigen Kriterien (demographische Daten, Interessen, Gefällt-mir-Angaben etc.) filtern und somit den Streuverlust deiner Anzeigen auf ein Minimum reduzieren.

Durch zielgerichtetes Ausspielen von Werbeanzeigen an User, die bereits Kontakt mit bestimmten Online-Inhalten hatten, optimierst du dein Social-Media-Marketing weiter. Wie das genau funktioniert, liest du in unserem Beitrag zum Thema Retargeting.

Unternehmer-Tipp: Seit Instagram Teil des Facebook-Imperiums ist, kannst du deine Werbeanzeigen parallel auf beiden Plattformen ausspielen. Wie bei der Schaltung von Google Ads empfiehlt es sich hier, deine erste Kampagne von Expert:innen erstellen zu lassen, um das Maximum aus deinem Budget herauszuholen.

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