10 kostbare Tipps vom Profi für die Hochzeitsplanung – inkl. Checkliste!

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Tipps und Checkliste für eure Hochzeit. Foto: Wedding Box (c) Roland Faistenberger

Ihr seid frisch verlobt? Herzlichen Glückwunsch! Im Freudentaumel macht ihr euch aber vielleicht auch schon Gedanken um die Hochzeitsplanung: Was kommt auf euch zu, was müsst ihr beachten, was sollte wann erledigt werden?

Damit du dich nicht selbst durch die Tiefen des Internets graben musst, haben wir jemanden um Rat gefragt, der sich wirklich auskennt: Im Interview mit Mag. Kate Prokop von der Wedding Planery erklärt die erfahrene Hochzeitsplanerin und Gründerin der Wedding Box, worauf es bei der Hochzeitsplanung ankommt.

Außerdem war sie so freundlich, eine kostenlose Checkliste für die Hochzeitsplanung als PDF-Download zur Verfügung zu stellen: Klicke einfach hier, um deine Hochzeits-Checkliste herunterzuladen. Mit dem 8-seitigen Dokument und den 10 wertvollen Tipps von Kate kann am schönsten Tag deines Lebens nichts mehr schief gehen!

 

 

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Hochzeitsplanerin Kate Prokop (links) mit Braut Julia

1. Liebe Kate, was sollte man bezüglich der Hochzeitsplanung als erstes tun, wenn man frisch verlobt ist? Wo fängt man an?

Ein Tipp vorweg: Geht euren eigenen Weg und lasst euch nicht durch Konventionen und „Das macht man aber so“-Sprüche verunsichern!

Eines ist gewiss, eine spannende Zeit steht euch bevor, von den ersten Überlegungen über die Planung bis hin zum großen Tag. Sich jedoch gleich in die Planung zu stürzen, kann auch leicht überfordern, denn die Flut an Informationen ist endlos.

Idealerweise fixiert man zuerst das Datum, erstellt eine Gästeliste und überdenkt das Budget. Sind diese drei Punkte geklärt, ist es sinnvoll, sich auf die Suche nach den passenden Locations zu machen.

Erstellt eine Liste, welche Punkte euch besonders wichtig sind und worauf ihr verzichten könnt – und fragt vor einer Buchung der Hochzeitslocation lieber zweimal nach, um all eure Wünsche und Vorstellungen abgesichert zu haben.

Ist eine passende Location gefunden, könnt ihr euch Gedanken über weitere Dienstleiter machen und Schritt für Schritt planen. Die Herausforderung bei den Dienstleistern wird sein, die „richtigen“, zu euch passenden, zu finden.

2. Wie lange ist deine Hochzeits-Checkliste für Brautpaare?

Das hängt davon ab, in welchem Umfang ich das Brautpaar bei der Planung unterstütze.

Eine Gesamtplanung kann 6 Monate bis zwei Jahre dauern. Wir sind stolz darauf, unseren Service maßgeschneidert für jede Feierlichkeit anbieten zu können und jede Veranstaltung auf höchstem Level zu planen, zu organisieren und durchzuführen. Auf Wunsch unterstützen wir aber auch nur in Teilbereichen oder stehen beratend zur Seite.

Viele Brautpaare planen und organisieren gerne selbst. Wir unterstützen sie mit einem Gerüst an Know-how, Partnern und wichtigen Adressen. DIY (Do It Yourself) bedeutet, vieles selbst zu planen und sich dabei vom Profi beraten zu lassen. Der Unterschied zu einer „normalen“ Hochzeitsplanung ist, dass die Hochzeitsplanerin nicht bei allen Terminen mit vor Ort ist. Die Paare werden mit Checklisten versorgt und nehmen Planungs- und Besprechungstermine eigenständig wahr. Regelmäßige Rücksprachen erlauben es, die gesamte Planungszeit zu begleiten.

Egal wofür sich ein Brautpaar entscheidet, bei einem kostenfreien Vorgespräch lernt man sich kennen und findet heraus, welche Variante am besten passt. Danach geht es Step by Step an die Planung und je nach Bedarf wird die Checkliste – in ihrer Ausführlichkeit und Länge – angepasst.

3. Welche Zeitspanne (minimal bis maximal) ist für die Hochzeitsplanung realistisch?

Wir haben Hochzeiten, die zwei Jahre vorher mit der Planung beginnen, und Paare, die ihre Hochzeit in zwei Wochen planen. Möglich ist alles. Je weniger Zeit zur Verfügung steht, umso flexibler sollte man sein.

 

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Tipps für die Hochzeitsplanung vom Profi. Foto: Wedding Box (c) Roland Faistenberger

4. Welche Fehler machen die meisten Brautpaare bei der Hochzeitsplanung, was vergessen sie?

Es geht oftmals weniger um das Vergessen, als um die Zeiteinteilung. Gerade in den letzten Wochen vor der Hochzeit kommt oft großer Stress auf die Paare zu, weil sie einige Dinge noch nicht erledigt haben, die sie lange vor sich hergeschoben haben.

Dazu gehören zum Beispiel der Sitzplan, der manchmal ganz schön knifflig sein kann, oder die Hotelbuchungen, wenn man außerhalb heiratet. Gerade in den Sommermonaten sind viele Orte oft Monate vorher ausgebucht und es bricht unnötiger Stress aus, noch für alle Gäste Hotelzimmer zu finden bzw. einen Shuttledienst zu organisieren.

Auch der Tanz- oder Auffrischungskurs wird – wenn er erst kurz vor dem Hochzeitstermin stattfindet – eher als Belastung statt als Bereicherung erlebt, weil man die verbliebene Zeit noch mit vielen Kleinigkeiten füllen möchte und keine Freude mehr an Tanzstunden findet.

Es sind meistens die kleinen Details, die einem zu Beginn der Planung sehr wichtig waren, die dann in Vergessenheit gerieten und kurz vor der Hochzeit plötzlich wieder auftauchen. Diesen Stress kann man leicht vermeiden, indem man zu Beginn der Planung eine genaue, individuelle Übersicht erstellt. Dafür ist es oft hilfreich, sich beraten zu lassen, sich einfach zwei Stunden mit einem Hochzeitsplaner zusammenzusetzen und seine Checkliste abzuarbeiten, damit auch wirklich nichts, auch nicht die feinen, liebevollen Details, vergessen wird.

5. Unter welchen Voraussetzungen kann man seine Hochzeitsplanung selbst machen (DIY-Hochzeit)?

Spaß am Planen und Organisieren ist das Wichtigste. Manche Paare planen und organisieren selbst, für andere übernimmt das eine gute Freundin oder vielleicht die Trauzeugin.

Und man benötigt Zeit. Gerade der Zeitfaktor wird gerne unterschätzt und kann dann zur Belastung werden. Die Tage und Wochen vor der Hochzeit sind eine wunderschöne Zeit, die man genießen sollte. Es soll Vorfreude und keine Panik entstehen und daher sind DIY-Hochzeiten nicht jedermanns Sache. Hat man aber eine gute Truppe beisammen, dann kann es auch eine sehr bereichernde Zeit sein.

Jede Hochzeit und jedes Paar sind anders und gerade bei der Hochzeit sollte man auf sein Bauchgefühl hören. Man muss nicht alles selbst machen, man kann sich in gewissen Bereichen auch Unterstützung holen, vielleicht auch nur für den Hochzeitstag.

6. Welche Trends gibt es zurzeit beim Heiraten?

Ich persönlich bin kein großer Fan von Trends, denn Hochzeiten sind sehr zeitlos und individuell und sollen vor allem zum Paar passen.

Wir sehen aber seit einigen Saisonen, dass gold und rosé-gold im Trend liegen und dass dieser Trend auch noch länger anhalten wird.

Nachhaltige Hochzeiten werden immer beliebter, das heißt man macht sich bei der Planung der eigenen Hochzeit auch Gedanken um die Umwelt, berücksichtigt zum Beispiel beim Blumenschmuck und bei der Speisenauswahl die regionalen Besonderheiten und die Jahreszeit.

Als Hochzeitsfarbe des Jahres findet man „Greenery“ derzeit vermehrt in den Magazinen und Blogs. Bereits in den letzten Jahren waren natürliche und erdige Hochzeiten besonders beliebt – im Einklang mit der Natur oder sehr schlichte Hochzeiten.

Und in Sachen Styling setzen die Designer dieses Jahr auf viel Spitze, die mit Metalltönen aufgepeppt wird – das weiße Hochzeitskleid bekommt Akzente in Gold, Beige oder Glitzer.

Nach langer Zeit tauchen auch wieder färbige Kleider oder Kleider mit Farbakzenten auf, entweder bei der Braut selbst oder bei den Damen rund um die Braut, die in einheitlichen Farbtönen gekleidet sind.

Auch die Frisuren werden immer lockerer und man erwartet sich 2017 viele offene Brautfrisuren im Undone-Look, Locken oder auch geflochtene Elemente. Bereits in der letzten Saison war Haarschmuck aus Blumen, Kränzen oder Haarreifen ein Must-have.

Wenn wir wieder an DIY-Hochzeiten denken, dann erwarten uns dieses Jahr im Hinblick auf die Dekoration viele schöne DIY-Ideen wie Stempelkarten, handbeschriebene Schilder und viele Luftballons.

7. Was bietest du als Wedding Plannerin konkret an?

Als Hochzeitsplanerin unterstützen wir Paare bei der gesamten Hochzeitsplanung, aber auch bei DIY-Hochzeiten. Wir veranstalten eigene Workshops zu verschiedenen Themen oder helfen bei Teilbereichen der Hochzeit. Sehr beliebt sind dieses Jahr unsere Dekorationskonzepte und deren Umsetzung. Wir versuchen, einen roten Faden in die Hochzeit zu bekommen und schauen darauf, dass am Tag selbst all die kleinen, schönen Details auch gut zur Geltung kommen.

Dazu gibt es noch unsere Wedding Box, an der wir jetzt wieder ein Jahr gearbeitet haben und die ein Planungskit für Paare geworden ist: Eine Box, gefüllt mit schönen Dingen und dem Wedding Guidebook mit über 120 Partnern aus der Hochzeitsbranche – von Wien bis Vorarlberg und sogar über die Grenzen Österreichs hinaus. Die Wedding Box mit ihrem Wedding Guidebook ist ein Hochzeits-Kit für Brautpaare, die gerade erst mit der Planung beginnen, mittendrin stecken oder nur noch Kleinigkeiten benötigen.

Mit Adressen, Tipps, Interviews und Specials gibt das Herzstück der Box – das Wedding Guidebook – einen perfekten Überblick zum Thema Hochzeitsplanung. Kombiniert mit Produktproben zum Ausprobieren und Kennenlernen ist die Wedding Box der ideale Begleiter für die Vorbereitung der Wunschhochzeit. Nach dem Prinzip „The Editors Pick“ wurde eine Auswahl zusammengestellt, die Zeit und Energie bei der Wahl der richtigen Dienstleister sparen soll. Die Wedding Box verspricht Orientierung, fungiert als Ratgeber und bringt einige Anregungen und Überraschungen mit sich.

Und: Wir planen sehr gerne Hochzeiten im Ausland, z.B. in New York und Boston, wo wir unser zweites Standbein haben, aber auch in Griechenland (Santorini), Ibiza, Italien oder Thailand. Da ich selbst in Kärnten aufgewachsen bin, sind wir auch sehr oft für Hochzeiten am Wörthersee.

8. Was war dein schönstes oder lustigstes Erlebnis als Hochzeitsplanerin?

Es gibt so unendlich viele schöne Erinnerungen an meine Hochzeiten. Viele Bräute sind Freundinnen geworden und begleiten mich noch heute. Aber die Hochzeit meiner besten Freundin im vergangenen Jahr war eines meiner Highlights. Die Vorfreude, das gemeinsame Planen und das Warten auf den großen Tag – einfach eine wunderschöne Zeit, die ich nicht missen möchte. Am Hochzeitstag hat mein Team alles perfekt umgesetzt, sodass ich mich um nichts mehr kümmern musste, den Tag mit meiner Freundin in vollen Zügen genießen konnte und sehr entspannt war.

Auch lustige Erlebnisse gab es einige: Von einem Bräutigam, der zur falschen Kirche fuhr, bis zu einem Bräutigam, der seinen Ehering ein paar Stunden nach der Trauung in einem Teich versenkt hat. Beide Geschichten sind gut ausgegangen. 😉

 

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Das Wedding Guidebook 2017 / 2018 mit Checkliste für die Hochzeitsplanung. Foto: Wedding Box

9. Welche Frage wird dir am häufigsten gestellt?

Was macht man als Hochzeitplanerin eigentlich?

Und die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Das, was von uns erwartet wird. Wir helfen, Ideen und Vorstellungen umzusetzen und behalten den Überblick. Wir begleiten und unterstützen während der Planung, am Tag selbst und gerne auch danach. Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite und schaffen eine stressfreie Planungszeit und einen entspannten Hochzeitstag für Brautpaar und Familie.

10. Welchen Ratschlag gibst du jedem Brautpaar?

Es ist eure Hochzeit und euer Tag. Ihr werdet es nie jedem recht machen können und die Regeln für diesen Tag solltet immer ihr festlegen. Aber am allerwichtigsten: Habt Spaß bei den Vorbereitungen und genießt die Zeit bis hin zum großen Tag.

 

Vielen Dank für das Interview!

Hochzeitsplanung: Tipps und Checkliste der Wedding Box

 

Kate Prokop ist Hochzeitsplanerin mit der Wedding Planery und Gründerin der Wedding Box, mit der Brautpaare ihre Hochzeit selbst planen können. Sie plant Hochzeiten und private Feste in Österreich, New York und der ganzen Welt. Lade dir jetzt kostenlos ihre Hochzeits-Checkliste herunter!

Wedding Planery, 1120 Wien

 



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