Sterilisation der Frau: Was kostet es, wer macht es?

Last Updated on: 8th Juni 2020, 09:22 am

Ältere Frau, die glücklich und mit ausgebreiteten Armen am Strand steht. Sterilisation Frau Kosten Wien.
Die Sterilisation ist eine OP, die auf eigenen Wunsch durchgeführt und bei der die Frau dauerhaft unfruchtbar gemacht wird. Adobe Stock, (c) contrastwerkstatt

Seien wir ehrlich: Für die meisten Frauen ist Empfängnisverhütung ein notwendiges Übel. Die meisten brauchen sogar mehrere Jahre, bis sie das richtige Verhütungsmittel finden. Und selbst dann ist nicht alles toll, denn die meisten Methoden haben unerwünschte Nebenwirkungen. Das ist der Grund dafür, dass sich manche Frauen nach abgeschlossener Familienplanung für eine Sterilisation entscheiden. Wir haben recherchiert, wie viel die Sterilisation der Frau kostet, wie der Eingriff durchgeführt wird, und welche Risiken die Operation birgt. Außerdem stellen wir dir Gynäkologen in Wien vor, die Sterilisationen durchführen.

Sterilisation der Frau – was heißt das?

Eine Sterilisation ist ein chirurgischer Eingriff, durch den eine Frau unfruchtbar gemacht wird. Die Unfruchtbarkeit entsteht dadurch, dass der Operateur die Durchgängigkeit der Eileiter unterbricht bzw. diese verschließt oder (seltener) teilweise entfernt. Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr können die Samenzellen des Mannes (Spermien) dann also nicht mehr durch den Eileiter zur Eizelle wandern und diese befruchten. Auf diese Weise wird eine Schwangerschaft dauerhaft unmöglich gemacht. Das Pendant zur Sterilisierung der Frau ist beim Mann die Vasektomie.

Achtung! Die Sterilisation ist nicht zu verwechseln mit einer Kastration, bei der die Eierstöcke operativ entfernt werden. Dies kann z.B. notwendig sein, wenn Eierstockkrebs auftritt.

Sterilisation – was wird gemacht?

Nach jedem Eisprung wandert eine befruchtungsfähige Eizelle von einem der beiden Eierstöcke (Tuben) über den dazugehörigen Eileiter zur Gebärmutter. Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr bewegen sich die Samenzelle in Richtung Eileiter, wo eine davon sich mit der Eizelle vereint (Befruchtung). Hier setzt die Sterilisation an: Sie verhindert das Zusammentreffen von Eizelle und Spermien, indem sie die Durchgängigkeit der Eileiter unterbricht. Hierzu werden diese verschlossen oder (seltener) teilweise entfernt.

Die häufigste Technik zur Herbeiführung einer dauerhaften Unfruchtbarkeit ist die Tubenligatur (Unterbindung), bei der der Gynäkologe die Eileiter mittels Schwachstrom (Elektrokoagulation) verschweißt. Oder er klemmt sie mithilfe von Ringen, Kunststoff- oder Metall-Clips ab.

Der Eingriff wird üblicherweise in der ersten Hälfte des Monatszyklus, wenige Tage nach einer Monatsblutung vorgenommen. Also VOR dem Eisprung, um eine Schwangerschaft möglichst sicher auszuschließen.

Familie mit zwei Kindern, glücklich. Sterilisation Frau Kosten Wien.
Viele Frauen, deren Familienplanung abgeschlossen ist, entscheiden sich für die Sterilisation als Form der dauerhaften Verhütung. Adobe Stock, (c) drubig photo

Laparoskopische Tubensterilisation

Die Laparoskopische Tubensterilisation ist die am häufigsten angewandte Art der Sterilisation. Sie wird im Zuge einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt. Während der Bauchspiegelung wird eine dünne Kanüle durch einen kleinen Hautschnitt in der Nähe des Nabels in den Bauchraum eingeführt und CO2 in die Bauchhöhle gepumpt. Durch das Gas hebt sich die Bauchdecke von den Organen ab. Das ermöglicht deren Betrachtung mit einem Endoskop (Laparoskop).

Danach wird eine 1cm dicke Hohlsonde durch den Schnitt in die Bauchhöhle eingebracht und durch sie das Laparoskop vorgeschoben. Letzteres ist ein starres Instrument, bestehend aus einem optischen System und einer Lichtquelle, das über eine Videokamera mit einem Monitor verbunden ist. Darauf kann das Operationsteam den Operationsverlauf verfolgen.

Weitere kleine Schnitte am Bauch dienen der Einbringung weiterer Hohlsonden, durch die der Chirurg Instrumente (z.B. Häkchen, Scheren, Klemmen, Clips) einschiebt, mit denen er die Tubenligatur vollzieht.

Die laparoskopische Tubenligatur geschieht unter Vollnarkose oder Periduralanästhesie (“Kreuzstich“), dauert rund 30 Minuten und erfordert einen stationären Aufenthalt von ein bis zwei Tagen, kann aber auch ambulant erfolgen.

Vaginale Tubenligatur

In ausgewählten Fällen erfolgt die Sterilisation nicht durch den Bauch, sondern durch die Scheide. Hierzu werden spezielle Instrumente über einen kleinen Schnitt an der Hinterwand der Scheide oder durch den Muttermund und die Gebärmutter zu den Eileitern geführt, um diese zu verschließen.

Tubenligatur per Laparotomie

Abgesehen von der laparoskopischen und der vaginalen Tubenligatur besteht die Möglichkeit, eine Sterilisation im Rahmen einer geplanten Bauchoperation oder eines Kaiserschnitts, also über einen ohnehin gemachten Bauchschnitt (Laparotomie) durchzuführen.

Hysteroskopische Sterilisation

So nennt man eine Sterilisation, die im Zuge einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) stattfindet. Sie bleibt am besten erfahrenen Fachärzten vorbehalten.

Beim Essure®-Verfahren setzt der Gynäkologe über Scheide und Gebärmutter eine Mikrospirale aus Polyester, Nickel-Titan und Edelstahl in jeden Eileiter ein. Die Prozedur dauert rund 15 bis 30 Minuten und erfolgt unter Sedierung (Beruhigungsmittel). Körpergewebe wächst innerhalb von drei Monaten in die Spirale ein, bildet Narben und blockiert so die Eileiter.

Während dieses Vorgangs besteht noch keine Unfruchtbarkeit und daher sind andere Verhütungsmaßnahmen notwendig, will die Frau nicht schwanger werden. Erst, wenn eine spezielle Röntgenuntersuchung die korrekte Lage der Mikrospiralen und den Verschluss der Eileiter bestätigt, kann sie auf die Anwendung einer zusätzlichen Verhütungsmethode verzichten.

Beim Ovabloc®-Verfahren schiebt bzw. spritzt der Frauenarzt einen kleinen, weichen Silikonpfropfen in jeden Eileiter. Somit gelangen Eizellen nur bis zu dieser Blockade und werden von der Schleimhaut des Eileiters aufgesogen. Der Eingriff dauert etwa 20 Minuten und erfolgt in örtlicher Betäubung.

Chemische Sterilisation

Der Vollständigkeit halber sei die chemische Sterilisation erwähnt, die heute nur noch vereinzelt in Entwicklungsländern zum Einsatz kommt und in unseren Breiten nicht zugelassen ist. Bei ihr wird durch das Einspritzen von Quinacrin (alias Mepacrin; ein Malariamittel) in die Eileiter (Quinacrin-Instillation) eine Entzündung, Verklebung und Vernarbung der Tuben provoziert.

Hat eine Sterilisation Risiken?

Wie jeder andere Eingriff auch birgt eine Sterilisation das Risiko, dass es zu Infektionen, Verletzungen der Nachbarorgane (Darm, Gebärmutter) oder zu Blutungen kommt. Oder zu Verwachsungen im Bauchraum. Auch wenn solche Ereignisse eher selten auftreten. Ebenso möglich sind Wundheilungsstörungen im Operationsgebiet. Stellen sich nach dem Eingriff Fieber oder starke Schmerzen ein oder machen sich an der Operationswunde Entzündungsanzeichen wie z.B. Rötungen bemerkbar, solltest du umgehend deinen Operateur bzw. deinen Gynäkologen aufsuchen.

Hübsche junge Frau, die auf dem Sofa sitzt und Tee trinkt. Sterilisation Frau Kosten Wien.
Für einen optimalen Heilungsverlauf solltest du dich nach dem Eingriff mindestens eine Woche lang schonen. Adobe Stock, (c) Drobot Dean

Komplikationen bei Sterilisation mit Essure-Verfahren

Als Komplikationen des Essure®-Verfahrens drohen u.a. irreguläre Blutungen, Unterleibskrämpfe und eine Wanderung der Spiralen im Bauchraum sowie allergische Reaktionen auf die Materialien der Spiralen. Zudem kann der Erfolg ausbleiben, etwa weil das Implantat ausgestoßen wurde oder falsch liegt, sodass ein Eileiter offen bleibt. Auch ist nicht bei jeder Frau die Implantation der Spiralen möglich. Etwa bei Polypen (Schleimhautauswüchse) oder zu engen Eileitern.

Hat eine Sterilisation Nebenwirkungen?

Abgesehen von den Risiken, die durch die Operation selbst bestehen (Vollnarkose, Wundheilung usw.) kann eine Sterilisation auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Diese treten vor allem dann auf, wenn es durch die Sterilisation zu Fehlfunktionen in den Eierstöcken kommt, z.B. wenn bei der  Verödung der Eileiter Blutgefäße des umliegenden Gewebes verletzt werden. Das passiert zwar nur in sehr seltenen Fällen, aber wenn es passiert, sind folgende unerwünschte Nebenwirkungen möglich:

  • erhöhtes Risiko für Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaften
  • Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und/oder sexuelle Unlust
  • Schmierblutungen vor und/oder nach der Periode
  • vorzeitiger Beginn der Wechseljahre
  • stärkere Monatsblutung
  • Gewichtszunahme

Wie sicher ist die Sterilisation?

Die chirurgische Sterilisation gilt, mit einem Pearl-Index von 0,2 – 0,5, als eine der sichersten Verhütungsmethoden. Wobei die Tubenkoagulation eine höhere kontrazeptive Sicherheit aufweist als der Verschluss der Eileiter per Clip oder Ring. Sie kommt recht nahe an das Ideal, einen Pearl-Index von 0 (= keine von 100 Frauen im gebärfähigen Alter, die ein Jahr lang die Verhütungsmethode anwenden, wird schwanger), heran.

Schwanger trotz Sterilisation?

Extrem selten, aber nicht unmöglich: Kommt es trotz Sterilisation zu einer Schwangerschaft, kann das daran liegen, dass bei der Kontrolluntersuchung unbemerkt bleibt, dass die Eileiter durch die Operation nicht vollständig verschlossen wurden. Oder es hat sich im Laufe der Zeit an der verschlossenen Stelle ein neuer Kanal gebildet, der die Fruchtbarkeit wiederherstellt, wodurch sich allerdings das Risiko für eine Eileiterschwangerschaft erhöht.

Achtung! Sterilisation schützt zwar vor Schwangerschaft, aber nicht sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV oder Syphilis.

Ab welchem Alter können Frauen sich sterilisieren lassen?

Laut österreichischem Strafgesetzbuch (§ 90, Absatz 2) beträgt das gesetzliche Mindestalter für eine Sterilisation hierzulande 25 Jahre. Das heißt, prinzipiell kann sich jede Frau, OHNE irgendwelche gesundheitlichen Gründe anführen zu müssen, nach dem vollendeten 25. Lebensjahr ihre Eileiter durchtrennen lassen, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Voraussetzung ist eine schriftliche Einwilligung. Das Einverständnis anderer Personen (z.B. des Partners/der Partnerin) ist dazu nicht erforderlich.

Sterilisation der Frau – wer bezahlt den Eingriff?

Je nach Operationsverfahren kostet die Sterilisation der Frau einschließlich Narkose in Österreich zwischen € 1.000 und € 2.000 (Richtwert). Wählt eine Frau die Sterilisation als Verhütungsmethode, muss sie den finanziellen Aufwand dafür selbst tragen. Ist der Eingriff medizinisch notwendig, ist eine Kostenübernahme durch die Österreichische Gesundheitskasse möglich.

Kostenübernahme bei Sterilisation

Eine Sterilisation gilt dann als medizinisch notwendig, wenn eine Schwangerschaft die Gesundheit einer Frau (z.B. durch Verschlimmerung einer bestehenden Erkrankung) oder sogar ihr Leben gefährden würde. Sie gilt auch dann als medizinisch notwendig, wenn sicher ist, dass jede Schwangerschaft mit dem Tod des Embryos enden würde (z.B. bei seltenen Gendefekten).

Unter solchen Voraussetzungen kann die Krankenkasse die Kosten für eine Tubenligatur übernehmen. Die Kostenübernahme ist auch möglich, wenn aus psychologischen Gründen von einer Schwangerschaft dringend abgeraten wird und die Frau die Pille oder Spirale nicht verträgt.

Sterilisation bei Frauen – wer macht das?

Wenn eine Frau sich für eine Sterilisation entscheidet, sei es als Maßnahme zur dauerhaften Verhütung oder aus einer medizinischen Notwendigkeit heraus, ist der richtige Ansprechpartner immer der Gynäkologe. Dein Frauenarzt kann dich umfassend über sämtliche Möglichkeiten inklusive etwaiger Risiken aufklären, da er oder sie auch deine Krankengeschichte ganz genau kennt. In vielen gynäkologischen Praxen ist es möglich, die Sterilisation ambulant durchzuführen. Andere arbeiten hierfür mit Spitälern und Krankenhäusern zusammen.

Wo kann ich mich sterilisieren lassen? Wien

Woman & Health – Sterilisation Wien 1010

Woman & Health ist eine Privatklinik für frauenspezifische Medizin im Ersten Bezirk, in dem die Sterilisation bevorzugt mithilfe der laparoskopischen beidseitigen Eileiterentfernung durchgeführt wird. Inklusive Vorgespräch kostet der Eingriff hier € 1.250 und dauert rund 45 Minuten. Wenn du dich für eine Beratung interessierst, erreichst du das Team telefonisch Mo bis Do von 9 bis 21 Uhr und Fr von 9 bis 20 Uhr.

KontaktWoman & Health, 1010 Wien | Tel+43 1 5333654

Dr. Nasirian Minoo – Sterilisation Wien 1230

Frau Dr. Nasirian ist Allgemeinmedizinerin (alle Kassen) und Gynäkologin (Wahlärztin) im 23. Bezirk. Als Gynäkologin bietet Frau Dr. Nasirian auch die Sterilisation zur dauerhaften Empfängnisverhütung an. Bei ihren Patientinnen ist die Ordination sehr beliebt und erreicht 4,9 von 5 Sternen bei 83 Bewertungen auf HEROLD.at. Die Ordination empfängt Patientinnen nach Voranmeldung per Telefon. Alle Kassen (Allgemeinmedizin) und Wahlärztin (Gynäkologie).

„Betreuung durch Personal und Ärztin ist hervorragend. Termine werden eingehalten. Ärztin nimmt sich Zeit für deine Fragen und Bedürfnisse! Danke!!!“

KontaktFrau Dr. Minoo Nasirian, 1230 Wien | Tel+43 1 6981101

Gynmed – Sterilisation Wien 1150 

Gynmed ist ein Ambulatorium im 15. Bezirk, das dir für alle deine Fragen rund um Schwangerschaftsabbruch, Verhütung und Familienplanung zur Verfügung steht. Hier werden u.a. auch Tubenligaturen durchgeführt. Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9 bis 17 Uhr.

KontaktGynmed Ambulatorium, 1150 Wien | Tel+43 699 17817800

OA Dr. Grasserbauer Josef – Sterilisation Wien 1110

Herr Dr. OA Grasserbauer praktiziert im 11. Wiener Gemeindebezirk. Neben seiner Tätigkeit als Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist Herr Dr. Grasserbauer auch als Oberarzt im Spital Göttlicher Heiland tätig. In der Ordination auf der Simmeringer Hauptstraße führt Dr. Grasserbauer u.a. Sterilisationen mittels Gebärmutter und/oder Bauchspiegelung durch.

„Ich kann ihm nur wärmstens weiterempfehlen ein sehr netter und kompetenter Arzt!!! Beantwortet alle Fragen und nimmt sich für seine Patienten Zeit!!“

KontaktDr. OA Josef Grasserbauer, 1110 Wien | Tel+43 1 7493120

Univ. Doz. Dr. Schuchter, Katharina – Sterilisation Wien 1040

Frau Univ. Doz. Dr. Schuchter praktiziert als Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in der Privatklinik Rudolfinerhaus im 19. Bezirk und für Med4women im vierten Bezirk tätig. Wie empfehlen Frau Dr. Schuchter aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung und operativen Routine, die sie u.a. ihrer Tätigkeit als Oberärztin im Donauspital (SMZ Ost) und ihrer Ausbildung bei renommierten Experten in spezialisierten Kliniken verdankt. Die Ordination empfängt Privatpatientinnen von Montag bis Donnerstag. Frau Dr. Schuchter empfängt zusätzlich Kassenpatientinnen der KFA.

KontaktDr. Katharina Schuchter, 1040 Wien | Tel+43 1 5032800

„Sehr kompetente, einfühlsame und engagierte Ärztin, Termine sind rasch zu bekommen, kaum Wartezeiten in der Ordination, gutes Service beim Empfang und in der telefonischen Kommunikation, beste medizinische und persönliche Betreuung, empfiehlt ebenso kompetent und vertrauensvoll an Kollegen.“

Univ. Prof. Dr. Schatten, Christian – Sterilisation Wien 1010

Herr Prof. Dr. Schatten ist Wahlarzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und praktiziert neben seiner Ordination in Groß-Enzerdorf im Ersten Wiener Gemeindebezirk. Prof. Dr. Schatten ist Wahlarzt und informiert über sämtliche Möglichkeiten und Methoden der Verhütung und bietet u.a. auch die dauerhafte Verhütung durch Sterilisation an. Die Ordination in der Naglergasse empfängt Patientinnen nach telefonischer Voranmeldung jeden Mittwoch ab 16.00 Uhr.

KontaktDr. Univ. Prof. Christian Schatten, 1010 Wien | Tel+43 1 53546570

Wie lange krank nach Sterilisation?

Direkt nach einer ambulanten Tubenligatur kann es, aufgrund der Narkose, etwas dauern, bis du wieder fit bist. Daher darfst du am Tag des Eingriffs nicht selbst Auto fahren, sondern solltest dich von Angehörigen, Freunden oder einem Taxi nach Hause fahren lassen. Danach ist Ruhe angesagt, aber auch ein wenig Bewegung, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Im Krankenstand bist du nach der Sterilisation rund eine Woche. Auf Sport und andere körperliche Anstrengungen solltest du sicherheitshalber rund zwei Wochen verzichten.

Wie lange Schmerzen nach Sterilisation?

Nach einer laparoskopischen Tubenligatur kann sich noch eine Weile ein Bauchgrimmen oder Stechen unter den Rippen bemerkbar machen. Dies wird durch das in den Bauchraum eingeblasene Gas verursacht. Doch resorbiert der Körper innerhalb weniger Tage diese Gasreste. Treten jedoch heftige und/oder andauernde Schmerzen auf, sollte ein Arzt konsultiert werden.

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Endlich Zeit zum Reisen! Für erfahrene Operateure ist die Tubenligatur via Bauchspiegelung ein Routineeingriff. Adobe Stock, (c) contrastwerkstatt

Wann Sex nach Sterilisation?

Geschlechtsverkehr ist binnen weniger Tage nach dem Eingriff erlaubt, sofern sich die Frau wohlfühlt. Die Sterilisation per se beeinflusst im Normalfall weder Hormonproduktion noch Lustempfinden, doch kann die Gewissheit, nicht ungewollt schwanger werden zu können, befreiend sein und das Liebesleben beflügeln.

Wie lange verhüten nach Sterilisation?

Eine Tubenligatur mittels Laparoskopie ist sofort nach dem Eingriff wirksam, erfordert also keine zusätzlichen Verhütungsmaßnahmen. Bei der hysteroskopischen Sterilisation mit Hilfe der Essure®-Methode ist die Verhütung allerdings erst rund drei Monate nach dem Eingriff sicher. Rund drei Monate nach der Sterilisation (bei allen Methoden) findet eine Kontrolluntersuchung per Ultraschall oder Röntgen statt, in der dein Gynäkologe sicherstellt, dass die Eileiter wirklich sicher verschlossen sind.

Warum Periode trotz Sterilisation?

Was viele Frauen nicht wissen: Nach einer Sterilisation hast du trotzdem noch deine Periode. Das liegt daran, dass die Eierstöcke normalerweise intakt bleiben und der Eingriff daher keine hormonellen Auswirkungen hat. Der natürliche Monatszyklus verändert sich also NICHT.

Was gilt es vor der Sterilisation zu bedenken?

Die Entscheidung für eine Sterilisation sollte sehr gut überlegt und ausführlich mit dem Frauenarzt und ggf. dem Partner abgesprochen sein. Besonders wichtig ist es, dass die Familienplanung zum Zeitpunkt des Eingriffs wirklich endgültig abgeschlossen ist. Schließlich wissen wir alle: Lebensumstände können sich ändern. Untersuchungen zeigen, dass vor allem Frauen, die zum Zeitpunkt des Eingriff sehr jung waren, die Sterilisation später im Leben bereuen.

Auch in Krisensituationen wie nach einer Trennung oder Scheidung, einem Schwangerschaftsabbruch oder einer belastenden Geburt gilt es, besser nicht übereilt eine Sterilisation anzustreben. Denn war der Entschluss für die Sterilisation nicht reiflich überlegt, können danach seelische Probleme entstehen.

Älteres Pärchen mit Scherenschnitt von einer Familie mit Kind. Sterilisation Frau Kosten Wien.
Kinderwunsch nach einer Sterilisation? Durchaus möglich. Aus diesem Grund sollte die Entscheidung gründlich überlegt sein. Adobe Stock, (c) Jenny Sturm

Kann man eine Sterilisation rückgängig machen?

Grundsätzlich ist es (dank moderner Mikrochirurgie) möglich, eine Sterilisation rückgängig zu machen. Genau wie bei der Refertilisierung des Mannes gibt es jedoch keine Garantie, dass der Eingriff gelingt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fruchtbarkeit wieder hergestellt wird, sinkt mit zunehmendem Alter der Frau. Darüber hinaus beinhalten Refertilisierungseingriffe ähnliche Operationsrisiken wie die Sterilisation, sind sehr teuer (bis zu 4.500 Euro) und werden im Normalfall nicht von den Krankenkassen bezahlt.

Als Alternative bietet sich eine künstliche Befruchtung an. Das bedeutet, der Frau entnommene Eizellen werden außerhalb ihres Körpers im Labor mit den Samenzellen ihres Partners zusammengebracht. Nach einer Hormonkur werden ein bis zwei befruchtete Eizellen in die Gebärmutter eingesetzt.

Hier findest du die bestbewerteten Frauenärzte in deinem Bundesland:

Gabriela Gerstweiler