Dachplatten im Vergleich: So triffst du die richtige Auswahl! - HEROLD.at

Dachplatten: Die wichtigsten Arten im Überblick

Dachplatten Übersicht

Dachplatten aus Zinkblech. Foto: Adobe Stock, (c) GM Photography

Dachplatten werden als Abdeckung des Dachs eingesetzt. Sie können transparent und lichtdurchlässig oder schattenspendend sein. Als Konstruktionsformen werden beispielsweise Wellprofile, Trapezprofile oder Hohlkammerplatten angeboten. Der HEROLD hat für dich die wichtigsten Informationen zum Thema Dachplatten in unserem Blogbeitrag zusammengefasst. Hier erfährst du u.a., welche Dachdecker in deiner Region empfehlenswert sind.

Informationen rund um Dachplatten: Übersicht

Übliche Anwendungsgebiete für Dachplatten sind Carports, Garagendächer oder Terrassenüberdachungen. Die Platten halten Regen, Schnee und andere Witterungseinflüsse ab. Lichtdurchlässige Varianten werden vor allem im Terrassenbereich eingesetzt, da der Bereich unterhalb des Daches auf diese Weise hell und freundlich bleibt. Dunkle Varianten hingegen spenden Schatten und sind der Klassiker für Garagen. Ganz gleich, ob du gerade neu baust oder dich im Zuge einer Dachsanierung nach neuen Platten umschaust – der HEROLD weiß Rat!

Wie gefährlich sind Asbest Dachplatten?

Schon bei geringer Asbest-Belastung können schwerwiegende Krankheiten wie beispielsweise Lungenkrebs entstehen. Mittlerweile sind durch Asbest verursachte Erkrankungen am Arbeitsplatz als Berufskrankheiten anerkannt. Trotz dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse ist die weltweite Asbestproduktion steigend, da das Material günstig im Einkauf ist.

Auf vielen Dächern befinden sich leider noch ältere Asbest-Platten. Während das Material in der Vergangenheit zu den bevorzugten Werkstoffen gehörte, sind heutzutage die oben beschriebenen gesundheitlichen Gefahren bekannt. Vor allem bei der Entsorgung ergeben sich Schwierigkeiten und hohe Kosten. Der Begriff Asbest bezieht sich auf kristallisierte Silikat-Minerale. Werden die Platten beschädigt oder bröseln durch Verschleiß einzelne Teile ab, dann entstehen feine Fasern, die sich in der Lunge absetzen.

Entsorgung von Asbestplatten

Zwar sind Asbestplatten schon lange verboten, doch es gibt noch zahlreiche Bestands- und Altbauten, bei denen solche Zementplatten verbaut sind, da die Haltbarkeit des gesundheitsschädlichen Baustoffs über 50 Jahren liegt. Da die Entsorgung von Asbest durch ein zertifiziertes Unternehmen vorgenommen werden muss, empfehlen wir die Laboruntersuchung von Plattenproben.

Dachplatten aus Asbest

Dachplatten erhältst du in einem Dachplatten Shop. Foto: Adobe Stock; (c) Lucaz80

Wie entsorge ich Asbest-Dachplatten?

Müssen Asbest-Platten vom Dach entfernt werden, solltest du eine Fachfirma beauftragen. In vielen Wohnregionen besteht sogar eine gesetzliche Verpflichtung, den Abriss von Fachkräften vornehmen zu lassen. In jedem Fall ist ausreichende Schutzkleidung erforderlich, unter anderem eine Atemmaske und ein Schutzanzug. Die Entsorgung findet über die örtlichen Mülldeponien statt, hierbei ist die getrennte Anlieferung wichtig. Die Entsorgungskosten sind höher als bei anderen Materialien.

Hinweise zum Verlegen der Dachplatten

Sind die alten Platten entfernt, beginnt das Verlegen der neuen Dachplatten. Entscheidest du dich für Kunststoff-Dachplatten, musst du zunächst eine geeignete Unterkonstruktion anfertigen, die aus Dachlatten besteht. Da die Platten über ein verhältnismäßig geringes Gewicht verfügen, muss die Tragfähigkeit nicht besonders hoch sein. Die Bohrlöcher für die Schrauben müssen zweimal so groß wie die Schrauben sein. Anschließend werden Fassadenschrauben eingesetzt. Befestige unter der Platte eine Abstandsschraube und dichte die Konstruktion oberhalb der Platte ab. Sind die Bohrlöcher groß genug, reißen die Bohrlöcher beim Ausdehnen der Platte nicht ein. Dachplatten aus Blech erfordern ebenfalls eine geeignete Unterkonstruktion. In diesem Fall werden allerdings selbstschneidende Schrauben verwendet.

Übersicht Dachplatten: Welches Material soll ich auswählen?

Zu den kostengünstigsten Materialien gehört Kunststoff. Zwar sind Kunststoff-Platten weniger verbreitet, sie zeichnen sich jedoch durch eine lange Haltbarkeit und Beständigkeit aus. Platten aus Blech werden ebenfalls im Fachhandel angeboten. Sie sind etwas schwerer, jedoch sehr robust und haltbar. Asbestplatten werden in Europa nicht mehr genutzt. Auch ältere Faserzementplatten (Eternit-Platten) enthalten Asbest. Als die Gesundheitsgefahren bekannt wurden, fand in den meisten Industrieländern ein Austausch der schädlichen Anteile im Faserzement statt.

Dachziegel oder Holzschindeln als Alternative zu Dachplatten

Eine Alternative zu Dachplatten sind diverse Dachziegel. Besonders wenn die Dachneigung relativ flach ist, haben Dachziegel ihre Vorteile. Besonders empfehlenswert sind Dachziegel aus Ton. Diese sind ausgesprochen lange haltbar (bis zu 100 Jahre), allerdings ist deren Montage schwieriger. Um Dachplatten aus Ton wasserdicht zu verlegen, solltest du einen professionellen Dachdecker engagieren. Solltest du besonders umweltschonend unterwegs sein, wären auch Holzschindeln zu empfehlen. Holzschindeln als Dachabdeckung sind zwar etwas in die Jahre gekommen, erleben aber aufgrund ihrer umweltschonenden Eigenschaften seit geraumer Zeit wieder einen Aufschwung.

Verlegen von Dachplatten: DIY Anleitung

Als erstes bringst du die Unterkonstruktion an. Sie muss stabil sein und über einen sicheren Halt verfügen. Im zweiten Schritt bringst du die Platten auf die benötigte Länge. Eine Stichsäge ist in der Regel ausreichend. Zwar ist die Verwendung einer Handkreissäge ebenfalls möglich, hierbei steigt jedoch die Gefahr, dass die Platten beschädigt werden. Als nächstes legst du die Platten auf, um die Position der Bohrlöcher zu bestimmen. Alle Löcher werden vorgebohrt. Im Allgemeinen ist es ausreichend, die Befestigung nicht in jedem, sondern nur in jedem zweiten Wellental vorzunehmen. Wenn du die Dachplatten montierst, ist es von Vorteil, am tiefsten Punkt des Daches zu starten. Den Abstandshalter legst du unter die Platte. Die Kalotte wird unterhalb des Schraubenkopfes gelegt. Nun kannst du die Dachplatten festschrauben.

Tipps für Dachplatten

  1. Die einzelnen Platten sollten sich um eine Welle beziehungsweise rund 15 Zentimeter überlappen.
  2. Zu zweit geht es schneller! Du bist nicht nur schneller mit der Arbeit fertig, sondern das Ausrichten und Auflegen der Platten ist auch wesentlich einfacher.
  3. Um gegebenenfalls später Reparaturarbeiten vornehmen zu können, ist es von Vorteil, einige Platten als Reserve einzukaufen.

Dachplatten liefern lassen

Am besten lässt du dir die Dachplatten von einem Händler liefern. Der Eigentransport ist mit einigem Aufwand verbunden, da sich die Platten nicht durchbiegen dürfen. Geeignete Stapelhölzer verhindern das Durchbiegen der Platten. Möchtest du die Platten vor der Anbringung lagern, empfiehlt sich ein Unterstand. Starkes Sonnenlicht sollte nicht auf lichtempfindliche Platten gelangen, eine Folie oder ein anderweitiger Sonnenschutz kann hier Abhilfe schaffen.

Hier die am besten bewerteten Dachdecker deines Bundeslands:



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