Staatliche Heizungsförderung 2017 in Österreich

Förderung Heizung 2017 Österreich

Wer 2017 in eine neue Heizungsanlage investiert, profitiert von staatlicher Förderung. Foto: Adobe Stock, (c) weyo

Auch 2017 gibt es in Österreich von Bund, Ländern und Gemeinden wieder zahlreiche Förderungen auf Heizungen. Warum Holzheizungen, thermische Solaranlagen und Wärmepumpen gefördert werden, die Höhe der jeweiligen Förderung und sonstige Informationen findest du im folgenden Blogbeitrag.

Warum werden neue Heizsysteme gefördert?

Nachdem Ende 2015 das UN-Klimaabkommen unterzeichnet und kurz danach auch ratifiziert wurde, haben sämtliche EU-Staaten, darunter auch Österreich, alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die in Paris beschlossenen Ziele umzusetzen. Die Herausforderung dabei liegt darin, die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas zu vermeiden. Die sogenannte Dekarbonisierung ist ein zentrales Mittel des Klimaschutzes und soll mit Hilfe erneuerbarer Energiequellen erreicht werden. Der Bund Österreich fördert in erster Linie die Errichtung von Holzheizungen und thermischen Solaranlagen für die Warmwasserbereitung und Beheizung.

Heizungsförderungen durch den Bund

Bis zu 2.000 Euro Förderung auf Holzheizungen

Gefördert werden sämtliche neu installierten Pelletheizungen sowie Hackgutzentralheizungsgeräte. Allerdings nur dann, wenn dadurch ein bereits bestehender fossiler Kessel oder ein elektrischer Nacht- bzw. Direktspeicherofen ersetzt wird. In diesem Fall beträgt die Förderungspauschale 2.000 Euro. Sollte lediglich eine alte Holzheizung, die vor 2003 eingebaut wurde, durch eine neue Pellet-/Hackgutzentralheizung ersetzt werden, beträgt die Förderung immerhin noch 800 Euro. Ebenfalls gefördert werden Pelletkaminöfen, wenn der Brennstoffverbrauch der mindestens 15 Jahre alten Holzheizung reduziert wird. In diesem Fall darf eine Förderungspauschale von 500 Euro erwartet werden. Genauere Informationen zu den Voraussetzungen der Förderung erfährst du im Förderungs-Leitfaden. Um ins Förderungsprogramm aufgenommen zu werden, ist ein Antrag auf Förderung notwendig. Die Registrierung erfolgt ausschließlich online und ist allerdings seit 30. November 2017 nicht mehr möglich. Du kannst den Antrag allerdings erst nach der Umsetzung der Maßnahmen stellen.

Bis zu 700 Euro Förderung auf Solaranlagen

Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Beheizung werden ebenfalls vom Bund gefördert. Darunter fallen sämtliche Anlagen, die mindestens eine Bruttokollektorfläche von 4m² aufweisen. Weiters muss die Baubewilligung für das Gebäude, auf dem die Solaranlage angebracht wird, vor dem Jahr 2003 erteilt worden sein. Die verwendeten Solarkollektoren sollten idealerweise mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Sonnenkollektoren und Solaranlagen zertifiziert sein. Ist das nicht der Fall, sind alternativ folgende Kriterien zu erfüllen:

  • Zertfizierung nach Solar Keymark Richtlinie
  • Keine galvanische Beschichtung (da solche Beschichtungen aus Produktions- und Recycling-Aspekten nicht umweltfreundlich sind)
  • Nachweis einer 10-jährigen Garantie für die Kollektoren (hierfür ist eine Fachfirma oder der Hersteller der Kollektoren zu konsultieren)

Wenn alle Anforderungen erfüllt sind, wird ein Pauschalbeitrag in maximaler Höhe von 700 Euro gewährt. Die Förderung beträgt allerdings maximal 35% der förderfähigen Investitionskosten. Im Falle von geringeren Investitionskosten kann der Beitrag von 700 Euro allerdings reduziert werden. Auch bei der Solaranlage musste vorab eine Registrierung bis spätestens 30. November 2017 vorgenommen werden. Alle Details zu den Voraussetzungen der Solaranlagen-Förderung findest du im offiziellen Leitfaden.

Heizungsförderung für Solaranlage

Solaranlage mittels staatlicher Förderung installieren. Foto: Adobe Stock, (c) KB3

Unterschiedliche Heizungsförderungen durch die Länder

Innerhalb der Länder sind Förderungen für Heizungen stark unterschiedlich geregelt. So werden beispielsweise in der Steiermark und in Salzburg auch Wärmepumpen gefördert. So fördert die Steiermark eine Grundwasser-Wärmepumpe mit bis zu 4.000 Euro und Erdwärmepumpen mit 2.500 bis maximal 3.500 Euro, je nachdem ob diese mittels Tiefensonde oder Flächenkollektoren betrieben werden. Eine Luftwärmepumpe wird in der Steiermark mit 1.000 Euro gefördert. Die Heizungsförderung in Salzburg beträgt für Wärmepumpen allgemein 2.000 Euro. Aber auch Biomasse-Heizungen und Solaranlagen werden über die meisten Länder gefordert.

 

Gesamtkosten der geförderten Heizungen

Obwohl die Förderungen diverser Heizsysteme zwischen 500 und 4.000 Euro betragen können, sind neue, umweltfreundliche Heizanlagen dennoch eine teure Investition. Eine thermische Solaranlage hat im Durchschnitt Anschaffungskosten von rund 5.500 Euro (inklusive Montage). Deutlich teurer ist die Anschaffung einer Pelletheizung. Inklusive Montage können durchschnittlich Gesamtkosten von 16.000 bis 24.000 Euro entstehen. Allerdings rechnet sich der Umstieg von Heizöl auf Pellets nach einigen Jahren, da die laufenden Heizkosten bei Heizöl fast doppelt so hoch sind.

 

Installation von Solartechnik und Wärmepumpen

Da sämtliche Förderungen nur bei fachgerechter Installation gewährt werden, ist es vorab unbedingt notwendig, einen Fachmann heranzuziehen. Die kompetentesten Installateure für Solartechnik, Wärmepumpen und Pelletheizungen sind hier zu finden:



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