Influenza: Wissenswerte Informationen zur echten Grippe

Influenza führt zu Fieber

Die Influenza (echte Grippe) ist eine hoch infektiöse Krankheit. Foto: Adobe Stock; (c) ladysuzi

Die echte Grippe ist eine schwere Infektionskrankheit, die durch Influenzaviren hervorgerufen wird. Ihr richtiger Name ist Influenza. Bei der Erkrankung kommt es zu einer akuten Infektion der Atemwege, die typischerweise mit sehr plötzlich einsetzendem hohen Fieber, starkem Krankheitsgefühl und extremer körperlicher Schwäche verbunden ist. In unserem Beitrag erfährst du, wie sich die Influenza bemerkbar macht, wie man sie behandelt und wie man sich vor der echten Grippe schützen kann.

Influenza: wandlungsfähige, trickreiche Viren

Auslöser einer Influenza sind Influenzaviren, wovon es 3 Serotypen (anhand der Oberflächeneigenschaften unterscheidbare Untergruppen) gibt: A, B und C. Diese trickreichen Krankheitserreger besitzen die Fähigkeit, bestimmte Bestandteile ihrer Hülle, an denen unser Immunsystem sie normalerweise erkennt, so zu verändern, dass die körpereigene Abwehr sie nicht identifizieren kann, um sie zu eliminieren, möglichst noch bevor die Keime Symptome auslösen. Jedes Influenzavirus wird nicht nur nach seinem Serotyp, sondern auch nach der Art der Komponenten seiner Hülle benannt (z. B. A H1N1 = Erreger der sogenannten Schweinegrippe). Oft ergänzt durch eine Bezeichnung, die über den Ort seines (erstmaligen) Auftretens Auskunft gibt (z. B.: Shanghai, California, Hongkong …)

Influenza: Krankheitsbild und Symptome

Nach einer Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung mit dem Krankheitserreger bis zum Ausbruch der ersten Krankheitszeichen) von wenigen Stunden bis zu drei Tagen kommt es bei einem Teil der mit Grippeviren Infizierten nur zu Beschwerden wie bei einem grippalen Infekt (= von RS-Viren ausgelöste Erkältung), bei anderen aber zum klassischen Krankheitsbild einer echten Grippe mit Symptomen wie

  • rasch einsetzendem, hohem Fieber
  • einem allgemeinen Krankheitsgefühl
  • Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen
  • Schnupfen
  • Husten
  • einer Halsentzündung
  • einer allgemeinen (Kreislauf-) Schwäche
  • Schweißausbrüchen und Schüttelfrost
Influenza

Die Influenza kann unter anderem zu Lungenentzündungen und Kreislaufversagen aber auch zum Tode führen. Adobe Stock, (c) Jenny Sturm

Mögliche Komplikationen einer Grippe

Bestehen bei einem Grippeinfizierten bestimmte Vorerkrankungen, etwa der Atemwege (z.B. Asthma), des Herzens oder der Nieren und/oder befindet er sich in fortgeschrittenem Alter, kommt es als Folge der Influenza des Öfteren zu gefürchteten Komplikationen wie

Zum Teil inklusive Spätfolgen. Oder gar einem tödlichen Ausgang (in Österreich: rund 1.000 Todesfälle pro Grippesaison), vor allem (zu 90%) bei älteren (> 65 Jahre), bereits geschwächten Personen.

Die genannten Folgeerkrankungen der Grippe werden nicht von den Influenzaviren direkt ausgelöst, sondern zum Beispiel durch hinzutretende bakterielle Infektionen. Sie entstehen z.B. dann, wenn sich Grippekranke nach dem Abklingen der Grippesymptome nicht lange genug auskurieren. Und/oder sich in höherem Alter befinden.

Diagnose: oft bleiben Grippefälle unerkannt

Längst nicht immer wird eine ärztliche Ursachenforschung (z.B. Erreger- bzw. RNA-Nachweis aus dem Nasen- oder Rachensekret, ev. Blutuntersuchung) betrieben, stellen sich bei einem Patienten Zeichen eines Atemwegsinfekts ein. So kommt es, dass Jahr für Jahr viele echte Grippefälle nicht diagnostiziert werden. Oder nur eventuelle Komplikationen einer Grippe als Diagnose (z.B. Lungenentzündung) genannt werden.

Behandlungsziel: Komplikationen verhindern

Ist eine Influenza erst einmal eingetreten, kann innerhalb der ersten 48 Stunden nach ihrem Ausbruch die Verabreichung von Neuraminidaseinhibitoren etwaige Komplikationen der Infektion hintanhalten. Denn sie hemmen die Aktivität des Enzyms Neuraminidase der Grippeviren. Manche davon können auch vorbeugend eingenommen werden, um einer Grippeerkrankung bei einer bereits laufenden Epidemie zuvorzukommen. Die Medikamente sind rezeptpflichtig.

Besser als eine Krankheit zu behandeln ist natürlich allemal, ihr vorzubeugen. Im Fall der Influenza bietet eine Grippeimpfung den gewünschten Schutz.



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