Laminat für Badezimmer? Warum nicht! - HEROLD.at

Feuchtraumlaminat: Das ideale Laminat für Badezimmer

Feuchtraum Laminat für Badezimmer

Feuchtraum Laminat für Badezimmer eignet sich auch für die Küche und andere Nassräume. Foto: Adobe Stock, (c) XtravaganT

Laminat zeichnet sich durch ein warmes, wohnliches und freundliches Erscheinungsbild aus. Es ist im allgemeinen pflegeleicht und zeitlos. Spezielles Laminat aus Vinyl ist wasserfest und eignet sich daher auch für Badezimmer und andere Feuchträume. Vinyl Laminat besteht vollständig aus Kunststoff und quellt daher nicht wie herkömmliches Laminat bei Berührung mit Feuchtigkeit auf. Der Vorteil gegenüber Fliesen ist die rutschhemmende Wirkung und der vergleichsweise günstige Preis. Genauere Infos zu Feuchtraumlaminat erhältst du in unserem ausführlichen Artikel.

Wozu überhaupt Laminat im Badezimmer?

Es gibt mehrere Gründe warum man über Laminat im Badezimmer nachdenken sollte. Da wäre zunächst einmal der Preis: Laminat ist der günstigste aller Bodenbeläge. Er schlägt Parkett, Korkboden, Fliesen und andere Bodenbeläge preislich um Längen. Außerdem ist Laminat extrem pflegeleicht und nahezu unverwüstlich. Dann wäre da die beliebte Holzoptik: Holz hat eine beruhigende Wirkung auf uns Menschen, da es ein natürliches Material ist, das Wärme und Behaglichkeit ausstrahlt. Helles Holz macht kleine Räume zudem optisch größer. Der dritte Vorteil ist das Material: Laminat kühlt bei geringer Lufttemperatur nicht so stark ab wie beispielsweise Fliesen. Das ist besonders im Badezimmer ein Vorteil, da man doch oftmals barfuß herumläuft und leicht oder gar nicht bekleidet ist. Außerdem ist spezielles Feuchtraum Laminat rutschhemmend und wasserabweisend.

Die Vorteile von Laminat im Bad noch einmal im Überblick:

  1. günstig
  2. pflegeleicht
  3. beruhigend & behaglich
  4. haptisch wärmer
  5. wasserabweisend & rutschhemmend

Ein Vergleich zwischen Laminat und Fliesen

Fliesen sind für das Badezimmer die klassische Wahl. Sie sind leicht zu reinigen, feuchtigkeitsabweisend und haben einen schönen Glanz. Allerdings kann der Boden in feuchtem Zustand enorm rutschig werden. Hinzu kommt die höhere gefühlte Kälte der Fliesen. Laminat hingegen ist sowohl optisch als auch haptisch wärmer. Ein verfliestes Bad neigt außerdem dazu in den Fugen Schimmel zu bilden. Von Schimmel befallene Fugen lassen sich nur schwer reinigen und sind zudem oftmals auch gesundheitsschädlich.

Wie ist Laminat aufgebaut?

Klassisches Laminat besitzt eine Trägerplatte aus MDF. Hierbei handelt es sich um gepresstes Holz. Um diesen Kern ist ein Overlay in Form von in Melaminharz getränkten Papieren sowie Dekorpapier gewickelt. Die sichtbare Maserung entspricht nicht dem Inhalt des Laminats, es handelt sich vielmehr um eine Abbildung zur optischen Anpassung an die Kundenwünsche. Als Schutz der Deko-Folie ist eine transparente Schicht aufgebracht. Je hochwertiger das Laminat ist, desto mehr Schutzschichten können vorhanden sein. Oft ist eine Trittschalldämmung integriert, welche die Belastung auf dem Bodenbelag abfedert. In Wohnungen ist die Trittschalldämmung in jedem Fall zu empfehlen, um die Nachbarn nicht zu stören.

Feuchtraum-Laminat besteht hingegen in den meisten Fällen nur aus Kunststoff. Sogenanntes Vinyl Laminat gewinnt in Feuchträumen immer mehr an Bedeutung. Laminat ist sowohl in diversen Holz-Optiken (Eiche & Buche) als auch in Fliesen-Optik erhältlich. Von hellen über gemaserte bis hin zu dunklen Varianten – das Design lässt keine Wünsche offen. Allen Modellarten ist das warme und wohnliche Erscheinungsbild gemein. Im Badezimmer wird Laminat in einzelnen Reihen verlegt, wobei die Verlegerichtung senkrecht oder parallel zur Türfront gewählt werden kann. Durch eine geschickte Wahl (meistens parallel zur Türe) entsteht eine hohe Wohlfühlatmosphäre.

Tipp: Wenn du dein Badezimmer in eine Wellnessoase oder ein modernes Bad verwandeln möchtest, wäre vielleicht eine Regenwalddusche das richtige für dich!

Eindringende Feuchtigkeit – die größte Angst im Bad

Viele Menschen nutzen im Badezimmer aus Angst vor eindringender Feuchtigkeit kein Laminat. Die Angst ist bei klassischem Laminat durchaus gerechtfertigt, da der Bodenbelag zahlreiche Angriffspunkte bietet:

  1. Bei schlecht verlegtem Laminat entstehen zwischen den Holzleisten kleine Spalten, durch die Feuchtigkeit eindringen kann.
  2. Das Wasser kann den Bodenbelag aufquellen lassen, und die Feuchtigkeit breitet sich weiter im Boden aus.
  3. Die Trägerplatte kann schimmeln und von innen heraus zerstört werden.
  4. Kleine Kratzer in der Schutzschicht vergrößern die möglichen Angriffsstellen im Bodenbelag.
  5. Durch Temperaturveränderungen und Luftfeuchtigkeit ist das Holz einer hohen Belastung ausgesetzt.

Um Laminat für Badezimmer dennoch massentauglich zu machen, wurde für Feuchträume eigens das bereits erwähnte Vinyl Laminat entwickelt. Seither gehören all diese Bedenken der Vergangenheit an.

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Vinyl Laminat zu teuer? Andere Alternativen

Vinyl Laminat ist im vergleich zu klassischem Laminat doch eine Spur teurer. Wer dennoch Laminat in seinem Badezimmer möchte, sollte unbedingt holzbasiertes Feuchtraum-Laminat kaufen. Zwar besteht bei dieser Variante kein 100-prozentiger Schutz gegen Feuchtigkeit mehr, die Widerstandsfähigkeit ist im Vergleich zu herkömmlichem Laminat jedoch deutlich verbessert. Die Deckschicht ist meistens mit einer zusätzlichen Schutzschicht versehen. Die Qualität von diesem Laminat für Badezimmer kann anhand der Quellfähigkeit eingeschätzt werden. Eine niedrige Quellfähigkeit ist hierbei zu bevorzugen. Werte von weniger als 5 Prozent werden für Feuchträume als gut erachtet.

Laminat im Badezimmer

Die Holzoptik von Laminat macht das Badezimmer heller und freundlicher. Foto: Adobe Stock; (c) slavun

Wie kann ich holzbasiertes Laminat vor Feuchtigkeit schützen?

Vermeide stehendes Wasser im Badezimmer

Nicht nur beim Duschen oder Händewaschen kann Wasser auf den Boden gelangen. Viele Menschen reinigen den Laminatboden zu feucht, wodurch das Wasser auf dem Holz stehen bleibt. Es wird mit der Zeit in das Holz aufgesogen und lässt dieses aufquellen.

Das Risiko durch Duschen und Baden verringern

Badewannen und Duschen müssen mit einem Vorhang beziehungsweise einem anderweitigen Schutz versehen sein. Achte auf die Dichtigkeit der Duschkabine, sodass kein Wasser austreten kann. Die Tür der Duschkabine muss vollständig geschlossen werden können.

Feuchten Boden vermeiden

Wenn du nach dem Duschen oder Baden durch das Badezimmer läufst, dann tropft unbeabsichtigt Wasser auf den Boden. Es ist von Vorteil, sich bereits unter der Dusche abzutrocknen, um das Risiko zu minimieren.

Beschädigungen im Boden sind Schwachstellen

Bereits kleine Kratzer im Laminat können Feuchtigkeitsmagnete sein. Ist die schützende Oberfläche durchbrochen, dann erhöht sich die Gefahr für eindringendes Wasser. Vor allem an Ecken und Kanten können Schwachstellen entstehen. Beschädigungen müssen daher schnellstmöglich repariert werden.

Trägerplatten aus Kunststoff bieten einen höheren Schutz

Trägerplatten aus Holz sind gegenüber Feuchtigkeit besonders empfindlich. Besteht die Trägerplatte hingegen aus Kunststoff, dann ist sie wasserabweisend. Diese Bauart wird unter dem Begriff Aqua Floor geführt. Experten empfehlen daher, für das Badezimmer auf Trägerplatten aus Kunststoff zurückzugreifen.

Fazit zu Laminat für Badezimmer

Obwohl viele Menschen Vorurteile gegenüber Laminat im Badezimmer haben, ist es durchaus möglich, diesen Bodenbelag zu nutzen. Allerdings sind die Wahl hochwertiger Produkte und ein sorgsamer Umgang mit dem Bad-Laminat erforderlich. Wer holzbasiertes Laminat im Badezimmer verlegt, muss sich darüber im klaren sein, dass potentiell das Risiko von Schäden durch Feuchtigkeit besteht. Große Feuchtigkeitsansammlungen sollten daher stets vermieden werden.

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