Die 4 Ursachen für Frühjahrsmüdigkeit und die besten Tipps dagegen - HEROLD.at

Die 4 Ursachen für Frühjahrsmüdigkeit und die besten Tipps dagegen

Bei der Frühjahrsmüdigkeit fühlen sich die Betroffenen angeschlagen, schwach und unkonzentriert. Foto: Adobe Stock, 8c) kite_rin

Juhu, der Frühling naht! Aber: Gerade jetzt fühlst du dich müde, schlapp und abgeschlagen. Die sprießenden Frühlingsblumen und fröhlich singenden Vögel können dir gestohlen bleiben. Du bist antriebslos und die Müdigkeit steckt dir tief in den Gliedern. Obwohl es draußen langsam wieder wärmer und freundlicher wird, hast du nicht die geringste Lust, etwas zu unternehmen und möchtest einfach nur schlafen.

Schuld daran ist bei vielen Menschen die Frühjahrsmüdigkeit, zu deren Symptomen neben Müdigkeit und Abgeschlagenheit auch Kreislaufschwäche, Schwindel, Wetterfühligkeit, Erschöpfung und Gereiztheit zählen. Rund ein Viertel der Österreicher ist davon betroffen. Etwa vier Wochen braucht der Körper, um sich von der Winter- auf die Frühlingszeit umzustellen. Woher die Frühjahrsmüdigkeit kommt und was du dagegen tun kannst, liest du hier.

Woher kommt die Frühjahrsmüdigkeit?

Frühjahrsmüdigkeit ist generell keine Erkrankung, sondern eine normale Reaktion auf die Umstellung von Winter auf Frühling. Schuld daran sind vier Faktoren:

  1. der Winter,
  2. die Hormone,
  3. der Blutdruck und
  4. die Zeitumstellung.

Nach den langen Wintermonaten ist der Körper, vielleicht auch nach Krankheiten wie einer Erkältung oder Grippe, erschöpft. Die Ernährung ist im Winter einseitiger und üppiger, uns fehlen Vitamine (z.B.: Vitamin D), Magnesium und Zink. Der Melatoninspiegel, also die Konzentration des Schlafhormons im Blut, ist dank der kurzen, dunklen Wintertage erhöht und der Körper daran gewöhnt.

Durch die wärmeren Temperaturen und Sonnenstrahlen schüttet unser Körper aber plötzlich Serotonin, das Glückshormon, aus und drosselt dadurch gleichzeitig die Produktion von Melatonin. Das bringt den Hormonhaushalt und auch den Schlafrhythmus gehörig durcheinander und verursacht gesteigerte Müdigkeit im Alltag.

Gleichzeitig weiten sich aufgrund der frühlingshaften Temperaturen unsere Blutgefäße, wodurch der Blutdruck absackt. Auch das macht müde und lustlos. Wenn dann auch noch die Zeitumstellung dazukommt und uns eine Stunde Schlaf fehlt, kann die Tagesmüdigkeit die Konzentration und Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen: Am ersten Montag nach der Umstellung auf die Sommerzeit passieren erwiesenermaßen mehr Unfälle im Straßenverkehr und in der Arbeit.

Was tun gegen die Frühjahrsmüdigkeit?

Müdigkeit

Licht- und Sauerstoffmangel können zu Frühjahrsmüdigkeit führen. Foto: Adobe Stock, (c) Danilo Rizzuti

Auf keinen Fall solltest du der Müdigkeit nachgeben und noch mehr schlafen! Um die Frühjahrsmüdigkeit zu übertauchen, empfiehlt sich das Gegenteil: Frische Luft, Tageslicht und Bewegung. Regelmäßiges Lüften zuhause und im Büro weckt neue Lebensgeister. Ein Spaziergang oder eine Radtour im Freien kurbelt den Kreislauf an, stärkt das Immunsystem und versorgt die Zellen mit Sauerstoff.

Eine Lichttherapie am Morgen hilft beim Aufwachen und signalisiert dem Körper, dass jetzt Wachsamkeit angesagt ist. Morgendliche Wechselduschen mit Kalt- und Warmwasser erfüllen denselben Zweck. Der Griff zu fröhlicher, heller Kleidung hebt die trübe Stimmung und hilft, sich auf den bunten Frühling einzustellen! Auch eine Entschlackungskur kann den schlappen Körper wieder auf Vordermann bringen.

Generell, aber vor allem bei Frühjahrsmüdigkeit, sollte auch auf eine vitaminreiche, ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, magerem Fleisch, Fisch, Getreide und Vollkornprodukten geachtet werden. Eiweißreiche Kost zum Frühstück bringt den Körper auf Touren, z.B. ein weiches Ei oder Sojaprodukte. Statt einer schweren, sättigenden und ermüdenden Mahlzeit solltest du lieber auf mehrere kleine Speisen über den Tag verteilt setzen.

Angeblich ist ein Schnittlauchbrot aus Vollkornbrot, ein wenig Butter und frisch geschnittenem Schnittlauch eine Geheimwaffe gegen Frühjahrsmüdigkeit, da es viel Eisen und Vitamin E enthält. Ein kleines Stück Schokolade zwischendurch hebt die Laune, genauso wie die zusätzliche Einnahme von Magnesium. Viel Wasser zu trinken schadet ebenfalls nicht!

Die beste Vorbeugung, um überhaupt erst gar nicht an Frühjahrsmüdigkeit zu leiden, ist Sport: Er reguliert den Blutdruck und auch die Laune. Wer wetterfühlig ist oder sowieso schon einen niedrigen Blutdruck hat, spürt die Müdigkeit umso stärker – daher sind vor allem Frauen davon betroffen. Regelmäßiges Training kann beiden Geschlechtern langfristig Abhilfe verschaffen.

Achtung! In diesem Fall musst du zum Arzt:

Sollten die Symptome jedoch über den Frühling hinaus anhalten, genauer gesagt drei bis vier Mal pro Woche und das länger als einen Monat, können auch andere Ursachen vorliegen – z.B. Depressionen, Angststörungen oder eine Schilddrüsenunterfunktion. In diesem Fall solltest du definitiv zum Arzt gehen und dich durchchecken lassen!

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