Nahrungsergänzung zum Muskelaufbau - HEROLD.at

Nahrungsergänzung zum Muskelaufbau für Anfänger

Nahrungsergänzung zum Muskelaufbau, Eiweiß, Nahrungsergänzungsmittel, Muskelaufbau

Foto: shutterstock, Alexander Lukatskiy

 

Mädels sind chronisch auf Diät und hocken im Nagelstudio, Jungs pumpen in der Mukibude und verschlingen Berge von Reis mit Hühnerfleisch, oder? Tatsächlich hat sich in den letzten Jahrzehnten besonders im urbanen Raum ein ausgeprägtes Körper- und Gesundheitsbewusstsein entwickelt. Wir achten besser auf unsere Körper, das tut gut und macht uns attraktiver für das jeweilige Gegenüber.

Mann siehst du gut aus, Junge!

Es kann schon passieren, dass ER im Bad ein paar Minuten länger braucht als SIE. Nicht, weil er noch immer metrosexuell wäre, aber ein gestählter Bauch, ein getrimmter Vollbart und der ganze schöne Rest vom Mann sind auch nur zum Teil ein Gottesgeschenk. Hinter dem guten Aussehen der Jungs von heute steckt eine Menge Arbeit. Ja, Anerkennung und Applaus sind angebracht! Und diese Arbeit spielt sich in den Fitnessstudios der Stadt ab, auf den Laufstrecken und in den YogastudiosKurz:

 

Man(n) treibt Sport.

Im Gegensatz zu früher, wo die bloße Optik im Vordergrund stand, will man heute den Körper in seinen Funktionen unterstützen und verbessern. Da heißt es dehnen, dem Ernährungswissenschaftler gut zuhören und die passenden Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung haben. Denn wer will schon einen Körper, der zwar wahnsinnig gut aussieht, aber nicht einsatzbereit ist?

 

Was sind Nahrungsergänzungsmittel?

Wikipidia sagt Folgendes: „Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte zur erhöhten Versorgung des menschlichen Stoffwechsels mit bestimmten Nähr- oder Wirkstoffen im Grenzbereich zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln.“ Ein schöner Satz. Und wahr. Wer sich vertiefen will, liest hier weiter.

 

Nahrungsergänzung zum Muskelaufbau, Eiweiß, Nahrungsergänzungsmittel, Muskelaufbau

Foto: Shutterstock, baranq

 

Was ist sinnvoll an Nahrungsergänzungsmitteln im Sport?

Sport kurbelt den Stoffwechsel an, das erhöht den Bedarf an Mikronährstoffen und verursacht in den Zellen den sogenannten oxidativen Stress. Und da sagen die Leute immer Sport sei gesund! Ist er auch, keine Sorge! Aber man muss schon wissen, was man tut. Hat man Großes vor wie die Vorbereitung auf einen Marathon oder nähert man sich dem Thema Bewegung von der Couch kommend überhaupt zum ersten Mal, so ist der Gang zum Sportmediziner ratsam. Der eine oder andere Blutwert gibt Auskunft und Sicherheit. Je ernsthafter und professioneller man Sport betreibt, desto eher braucht der Körper den guten Stoff!

 

Was bringen Nahrungsergänzungsmittel wirklich?

Selbst wenn alles im grünen Bereich ist, verbraucht man zum Beispiel an sportlichen Tagen doppelt so viel Magnesium (Hallo, Mineralstoff!) wie sonst. Die richtige Nahrungsergänzung versorgt den Sportler optimal mit den nötigen Mikronährstoffen, hilft ihm seine Leistungskapazitäten auszuschöpfen und verkürzt die Regenerationszeit nach dem Training. Brauchen wir das? Ja, und wie!

 

Wann soll man das Nahrungsergänzungsmittel einnehmen?

Vor oder nach dem Training, das ist hier die Frage! Manches vorher, manches danach, einiges nicht zusammen mit anderem. Hier muss der Profi ran! Frag einen Sportmediziner, einen Ernährungswissenschafter  oder in einer Apotheke und kauf die richtige Literatur in der nächsten Buchhandlung ein. Information kann Training effektiver machen.

 

Sport ist Mord, und spritzen sollte man höchstens Weißwein.

Wir bewegen uns also regelmäßig mindestens drei Mal pro Woche, essen echte Lebensmittel zum richtigen Zeitpunkt und in optimalen Mengen, doch trotzdem: wir wollen mehr. Dass Pillen und chinesische Tees niemanden in 20 Tagen um 20 Kilogramm leichter werden lassen, haben wir schon kapiert, aber bei Muskelaufbau und Leistungssteigerung gibt es schon noch, sagen wir einmal, Wissenslücken.

 

Wie gefährlich sind Nahrungsergänzungsmittel  – eine Warnung!

Vorsicht bitte vor allem, was man in Spritzen verabreichen muss! Auch wenn der beste Trainingspartner von allen oder sogar der modellathletische Trainer im Studio sagen, dass da gar nichts passieren kann. Das kann schon sein, dass die definierte Muskulatur einer griechischen Statue fast ganz von allein wächst, aber Akne und Erektionsstörungen sind noch die harmloseren unter den bekannten Langzeitschäden. Wäre doch schade um die schönen Muskeln, wenn man(n) dann gar nichts mehr mit ihnen anfangen kann, oder?

 

Nahrungsergänzung zum Muskelaufbau, Eiweiß, Nahrungsergänzungsmittel, Muskelaufbau

Foto: Shutterstock, SASIMOTO

 

Mineralstoffe? OMG!

Mineralstoffe heißen die anorganischen Bestandteile unserer Nahrung, die wir nicht selbst bilden können. Sind sind lebensnotwendig, weil an vielen Vorgängen unseres Stoffwechsels unmittelbar beteiligt. Und Spurenelemente sind auch Mineralstoffe. Verwirrend? Mitunter. Einen Mineralstoff, von dem weniger als 50 mg/kg Körpergewicht in uns vorhanden sind, nennt man Spurenelement. Wenig, aber wichtig: Man denke an Eisen oder Jod und, was da alles los sein kann, wenn die Konzentration im Blut nicht stimmt … Der Hausarzt kann das jederzeit im Labor  testen lassen.

 

Wie viel braucht man nun von welchem Nahrungsergänzungsmittel?

Hier kommt eine Liste der für coole Jungs besonders wichtigen Substanzen mit Richtwerten zur Dosierung („Für Wirkungen und unerwünschte Wirkungen fragen Sie bitte Ihren Arzt und Ihre Apothekerin!“):

  • Kalzium (Mineralstoff)
    Hier sagen nicht nur die Knochen: „Ja, bitte!“
    Dosierung: 500 mg / Tag
  • Magnesium (Mineralstoff)
    Ohne Magnesium funktionieren die Muskeln nicht und schlafen kann man auch schlecht. Kalzium und Magnesium sind Konkurrenten, nicht zeitgleich einnehmen bitte.
    Dosierung: 375 mg / Tag, an Sporttagen 600 mg
  • Zink (Spurenelement)
    Der Superhero unter den Mineralstoffen hat über 300 Funktionen im Körper, auch für das Liebesleben ist er wichtig, ich sag’s nur.
    Dosierung: 15 mg / Tag
  • Eisen (Spurenelement)
    Zu wenig Eisen heißt miese rote Blutkörperchen, weil zu wenig rot. Und wenn die schlecht drauf sind, dann kann das Blut zu wenig Sauerstoff transportieren und wir machen andauernd schlapp. Eine grässliche Vorstellung! (Achtung: Allzu viel tut auch nicht gut!)
    Dosierung: 10 mg / Tag
  • Selen (Spurenelement)
    Die Böden in Österreich sind selenarm, demzufolge auch unsere Nahrunsmittel. Wir brauchen es für die Entgiftung, besonders bei Schwermetallen. Nein, nicht die um den Hals!
    Dosierung: 55 μg / Tag
  • Jod (Spurenelement)
    Wer eine kranke Schilddrüse hat, muss hier aufpassen und bespricht das mit dem Arzt.
    Dosierung: 150 μg / Tag
  • Mangan (Spurenelement)
    Managt bei der Zuckerverarbeitung und beim Knochenstoffwechsel mit.
    Dosierung: 2 mg / Tag
  • Kupfer (Spurenelement)
    Wem es an Eisen mangelt, der hat oft zu wenig Kupfer. Und wohin das führt, wissen wir schon …
    Dosierung: 1 mg / Tag
  • Chrom (Spurenelemente)
    Chrom hat unter anderem beim Blutzuckerspiegel die Finger im Spiel: Zu wenig davon heißt Heißhungerattacken und „Hallo, nächste Kleidergröße!“
    Dosierung: 40 μg / Tag
  • Molybdän (Spurenelement)
    Nicht alles muss man aussprechen können oder schon einmal gehört haben, damit es wirkt.
    Dosierung: 50 μg / Tag

Das alles kann man natürlich als Monosubstanzen zuführen, besonders clever, wenn man im Labor den jeweiligen Gehalt im Blut abtesten hat lassen, aber auch Multis sind heutzutage schon ziemlich gut und haben meist ein besseres Preis-Leistungsverhältnis.

 

Wo kann man Nahrungsergänzungsmittel kaufen?

Den besten Stoff bekommt man beim auf Nahrungsergänzung spezialisierten Arzt oder in der Apotheke. Billige Präparate enthalten zwar oberflächlich betrachtet oft dieselben Substanzen, sind aber meistens unterdosiert und verwenden Verbindungen, die vom Körper nicht gut verarbeitet werden können. In maßgeschneiderter Nahrungsergänzung sind zusätzlich noch Vitamine drin, für sportliche Männer also Vitamin A, C, D, E, K und alle B -Vitamine. Einen Geheimtipp verrate ich auch noch: Coenzym Q10 ist der Stoff aus dem die Träume  sind, beziehungsweise der den Energiestoffwechsel jeder einzelnen Zelle ankurbelt (ab 40mg / Tag), sauteuer, aber es wirkt!

 

Nahrungsergänzung zum Muskelaufbau, Eiweiß, Nahrungsergänzungsmittel, Muskelaufbau

Foto: Shutterstock, BLACKDAY

 

Ist Eiweißpulver eine sinnvolles Nahrungsergänzungsmittel für schnellen Muskelaufbau?

Die Bandbreite der auf dem Markt angebotenen Eiweißpräparate ist nahezu unüberschaubar: zum Abnehmen, zum Muskelmasse Zunehmen, rein tierisch, vegan, mit und ohne diverse Zusätze. Wer soll sich da noch auskennen? Ein gesunder Erwachsener benötigt maximal zwei Gramm Eiweiß pro Tag pro Kilogramm Körpergewicht, und selbst wenn dieser Erwachsene sechs Mal die Woche intensiv trainiert, wird er sich nicht selbst verzehren ohne zusätzliche, künstliche Eiweißquellen. Für die Einnahme derselben sprechen nur zwei Argumente: Erstens verschafft es einer ganzen Industrie schöne Einnahmen, zweitens ist es ein Ersatz, wenn man einmal keine Möglichkeit hat, echte Lebensmittel zu sich zu nehmen. Unterm Strich lautet die Antwort also: Normalerweise braucht man Eiweißpräparate nicht.

 

Körper und Geist, sie können einfach nicht ohne einander!

Wer einen sportlichen Körper will, muss seinen Geist bemühen, der ist ohnehin durch die Bewegung befreit und wendig. Aber man muss das Rad nicht neu erfinden und kann neben den oben genannten Ratgebern auch das eine oder andere Buch lesen, auch auf der Couch. Für mich war „Leichter werden“ von Dr. med. Christian Matthai ein sehr wertvoller Einstieg. Und dass der Mann lebt, was er schreibt, glaubt man ihm sofort. Sieht verdammt gut aus!



Informationen zum Datenschutz einschließlich Cookie Richtlinie