Foto: Adobe Stock; (c) kristina rütten
Ohne wohlige Wärme ist dein Bad kein angenehmer Raum. Bis zu 4 Grad wärmer als in der übrigen Wohnung sollte es bei dir im Badezimmer sein. Dafür kannst du die unterschiedlichsten Heizsysteme nutzen. Jedes hat Vor-, aber auch Nachteile. Welches System am besten funktioniert, hängt von der Größe deines Bades ab.
Die meisten Bäder werden mittels Heizkörpern gewärmt. Bis vor ein paar Jahrzehnten waren das Rippenheizkörper aus Grauguss mit geringer Oberfläche und eingeschränkter Heizleistung. Heute gibt es moderne Heizkörper in vielen Formen und modernen Designs. Sie sind so funktional, dass sie mehr leisten, als nur zu heizen. Wenn du dich für einen Heizkörper entscheidest, kannst du zwischen Varianten wählen, die mit Warmwasser oder elektrisch betrieben werden.
Auch ein elektrischer Heizkörper versorgt dein Bad mit Wärme. Meist wird ein solcher Heizkörper an die normale 230V Steckdose angeschlossen. Allerdings benötigt er viel Strom. Das solltest du bedenken, wenn du ein großes Badezimmer hast und die Heizung eine entsprechend hohe Leistung bringen muss.
Infrarotheizungen zählen im Prinzip ebenfalls zu den elektrischen Heizkörpern. Sie erzeugen nämlich Strahlungswärme mit elektromagnetischen Wellen. Eine Infrarotheizung arbeitet mit Strom und erzeugt ein gutes Raumklima, da sie die Luft in deinem Badezimmer nicht erwärmt. Angestrahlte Wände und Einrichtungsgegenstände speichern die Wärme und strahlen sie wieder ab. Infrarotheizungen gibt es in verschiedenen Varianten und Designs, beispielsweise als Deckenstrahler, als Wandheizung, sowie als Bild oder Spiegel verkleidet. Während herkömmliche Spiegel im Badezimmer immer beschlagen, sind als Spiegel verkleidete Infrarotheizungen von diesem Problem nicht betroffen. Für mit Infrarot betriebene Badezimmerheizkörper gibt es zudem speziell angefertigte Handtuchhalter.
Das spricht für eine Infrarotheizung als Badezimmer Heizung
Anmerkung: Hochwertige Infrarotheizungen für das Badezimmer, als Spiegel oder Bild verkleidet, kannst du beispielsweise bei der auf Infrarotheizungen spezialisierten Firma Heatness bestellen.
Versorgt wird ein Warmwasser-Heizkörper über den Warmwasserkreislauf deiner Zentralheizung. Hierfür muss ein Fachmann einen neuen Heizkörper installieren. Das ist zwar in der Anschaffung teuer, dafür verfügt diese Badezimmer-Heizung aber über eine hohe Energieeffizienz. Niedrigtemperatur-Heizkörper sorgen bereits mit Wasser ab 55 Grad für Wärme. Ältere Heizkörper brauchen warmes Wasser mit einer doppelt so hohen Temperatur.
Anmerkung: Eine mit Warmwasser betriebene Badezimmerheizung erhältst du beispielsweise bei Hornbach, bei OBI oder im Bauhaus. Selbstverständlich kannst du Heizkörper auch über deinen Installateur beziehen.
Einen klassischen Badheizkörper mit Warmwasser solltest du wählen:
Ein elektrischer Badheizkörper oder eine Infrarotheizung sind eine Alternative:
Aber: Der Heizkörper sollte zur übrigen Badeinrichtung passen. Hier findest du Fachbetriebe für die Badeinrichtung.
Für die Badezimmer-Heizung erfreuen sich Sonderformen zunehmender Beliebtheit. Modern sind Wandheizungen und Deckenstrahlplatten. Außerdem sorgen als Badezimmer-Heizung zunehmend Fußbodenheizungen für wohlige Wärme. Im Prinzip dient der Fußboden dann als großflächiger Heizkörper.
Die klassische Fußbodenheizung mit warmem Wasser lohnt sich am ehesten, wenn du dein Bad von Grund auf neu sanierst. Eine solche Anlage heizt mit warmem Wasser und muss deshalb an die Zentralheizung angeschlossen werden. Das macht die Installation der Badezimmer-Heizung teuer und aufwendig. Kombiniert mit einer sparsamen Heizungsanlage ist eine Fußbodenheizung mit warmem Wasser in der Energieeffizienz dafür praktisch unschlagbar.
Der Nachteil: Eine Fußbodenheizung mit Warmwasser ist träge. Es dauert eine Weile, bis dein Bad warm ist. Zusätzlich empfiehlt sich deshalb ein klassischer Badheizkörper. Egal ob elektrisch oder warmwassergeführt – ein zusätzlicher Badheizkörper heizt punktuell viel schneller.
Alternativ zur Warmwasser-Fußbodenheizung kannst du eine elektrische Variante installieren – diese Art der Badezimmer-Heizung lässt sich besser nachrüsten. Achte aber auf den fachgerechten Aufbau des Fußbodens. Sonst entweicht Wärme nach unten und das kostet Strom und Geld. Hoch sind die Stromkosten für eine elektrische Fußbodenheizung auch, wenn du ein relativ großes Bad beheizen möchtest.
Tipp: Elektrische Fußbodenheizungen empfehlen sich in kleinen Bädern oder wenn im Badezimmer die Heizung selten genutzt wird, wie etwa im Wochenendhaus.
Ist dein Bad trotz Badezimmerheizung im Winter eher kühl, kannst du auch über punktuelle Heizungssysteme nachdenken. Diese lohnen sich nur als zusätzliche Varianten bei der Badezimmer-Heizung.
Rasche Wärme erzeugst du mit sogenannten Schnellheizern. Sie müssen unbedingt tropfwassergeschützt mit einem Spritzwasserschutz ausgestattet sein – sonst eignen sie sich nicht für dein Bad. Heizlüfter heizen punktuell. Das Bad ist in kurzer Zeit wohlig warm. Es kühlt allerdings auch schnell ab.
Tipp: Hast du ein verhältnismäßig kleines Bad, bist du mit einem Heizlüfter gut beraten. Die Montage geht schnell.
Die gleichen Vor- und Nachteile wie ein Heizlüfter hat ein Heizstrahler. Sie sind die Vorläufer der heutigen Infrarotheizungen. Einfach montiert heizt der Heizstrahler schnell, aber nur punktuell. Nach dem Ausschalten kühlt sich dein Bad wieder ab. Nutzen solltest du ihn in kleinen Räumen. Du bekommst Heizstrahler ganz günstig zum Beispiel im Baumarkt.
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