Zedernholz: Duftend, robust und wirksam gegen Motten - HEROLD.at

Zedernholz: Duftend, robust und wirksam gegen Motten

Eine Landschaft an der Küste im Libanon mit einem kleinen Haus, Palmen und Zedern.

Im Libanon gedeiht das kostbare Zedernholz. Foto: Adobe Stock, tony85

Zedernholz ist eine rare Kostbarkeit, deren Musterung und Farbenpracht jeden Wohnbereich aufwertet. Wenn du darüber nachdenkst, Zedernholz als hochwertigen Bodenbelag zu nutzen, solltest du jedoch darauf achten, dass das Holz auch tatsächlich von Zedern stammt. Woran du das erkennst und wie du Zedernholz-Parkett richtig pflegst, erfährst du bei uns.

Was ist Zedernholz?

Bei der Zeder handelt es sich um ein Kieferngewächs, welches auf der ganzen Welt nur in vier schmalen Landstreifen vorkommt. Ursprünglich war die Zeder rund um das Mittelmeer und an den Hängen des Himalaja beheimatet. Heute ist ihr Lebensraum auf einen schmalen Streifen der türkischen und zypriotischen Küste begrenzt. Im Libanon und entlang des Hindukusch mit wenigen Ausläufern in die Himalaja-Region finden sich ebenfalls zwei Zedernarten.

Bei den echten Zedern unterscheiden wir zwischen

  • Atlas-Zeder,
  • Libanon-Zeder,
  • Himalaja-Zeder
  • und der bedrohten Zypern-Zeder.

Mit jedem Waldbrand und durch Rodung verschwindet die Zeder mehr und mehr. Galt sie früher bereits als Luxusholzart, so ist echtes Zedernholz von wild wachsenden Bäumen heute eine wirkliche Rarität. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Alternativen zur echten Zeder ebenfalls hohen Absatz finden.

Das Holz der Echten Zeder ist hell und manchmal mit einem leicht rötlichen Schimmer versehen. Die Maserung ist relativ breit und verläuft zu spannenden Mustern, welche je nach Art verschiedene Farbtöne haben können. Besonders hell ist das Holz der Atlas-Zeder. Ihr Sandton eignet sich ideal für helle Räume. Weiße Wände und helles Mobiliar lassen den Raum erstrahlen. Eine moderne dunkle Einrichtung hebt sich besonders schön von dem Zedernholz Parkett ab.

Zedernholz Alternativen

Die amerikanische Red Cedar beispielsweise ist mit der Zeder nicht verwandt. Die Bäume, welche in den USA stattliche Höhen erreichen und hierzulande meist nur als Hecke oder Busch anzutreffen sind, tragen zwar denselben Namen, es handelt es sich jedoch um eine Zypressenart. Auch die Spanische Zeder zählt nicht zu den Kiefern, sondern zu den Mahagoni-Gewächsen. Zwar handelt es sich bei beiden Bäumen ebenfalls um hochwertige Holzarten, in Maserung und Stabilität unterscheiden sie sich jedoch wesentlich von echtem Zedernholz.

Dielen aus Zedernholz mit rötlichem Schimmer

Zedernholz kann einen leicht rötlichen Schimmer aufweisen. Foto: Adobe Stock, hildeanna

Stabilität und Duft: Zedernholz Vorteile

Zwei Dinge machen das echte Zedernholz besonders. Zum einen handelt es sich um ein sehr dichtes, stabiles Holz, das sich auch für massive Konstruktionen wunderbar eignet und dabei dennoch leicht ist. Mit einer Rohdichte von rund 0,50 bis 0,60 Gramm pro Kubikzentimeter ist es ebenfalls leicht zu bearbeiten. Zum anderen bringt Zedernholz einen charakteristischen Duft mit, der auch nach Jahren nicht verfliegt. Ein Wohnraum, in dem sich Zedernholz Möbel oder Böden befinden, ist so stets von einem sanften Waldduft erfüllt. Dieser ist es auch, der das Holz in der tibetanischen Tradition zu einem beliebten Räucherwerk werden ließ.

Zedernholz Möbel und Böden

Zum Bau und Ausbau von Gebäuden, Möbeln, Böden und Dekor werden sowohl die Echte Zeder als auch die übrigen sogenannten Zedern seit mehreren Jahrtausenden verwendet. Besonders die Kanadische Zeder hat sich einen hervorragenden Ruf als Bauholz erkämpft. Ihr Kernholz wird besonders gern für Parkettböden und Wandverkleidungen verwendet, weist hervorragende Akustikeigenschaften auf und dämmt im Winter gegen Kälte und im Sommer gegen Hitze. Dafür ist es weniger resistent gegen Ungeziefer und Holzkrankheiten und schwerer als das echte Zedernholz.

Dielen und Terrassen aus Zedernholz

Für Terrassen und Dielenböden findet die Western Red Cedar, also eine Alternative zur echten Zeder, häufig Anwendung. Ihr helles Holz ist besonders wetterbeständig und für den Outdoorbereich bestens geeignet. Bevor du dein Bauvorhaben beginnst, solltest du dich also informieren, ob sich auch die vergleichsweise günstigen Hölzer der unechten Zedern für deine Anforderungen eignen. Die ausgewiesenen Experten in deinem regionalen Holzhandel können dir alle Fragen rund um Zedernhölzer beantworten.

Zedernholz Preis

Preislich handelt es sich bei dem Zedernholz der Cedrus atlantica und Cedrus libani um ein Luxusholz, das an die Preise von Mahagonihölzern heranreicht. Die meisten Holzlieferanten berechnen den Kubikmeterpreis auf Anfrage. Bereits die Red Cedar kann bis zu € 3.500 pro Kubikmeter kosten. Bei einem zum Verlegen vorbereiteten Parkett können so leicht hohe Kosten entstehen.

Zedernholz Parkett verlegen und schleifen

Mit einem Boden oder Möbeln aus Zedernholz entscheidest du dich für ein Produkt, das ein Leben lang hält und pflegeleicht ohne den Einsatz von Chemikalien sauber und attraktiv gehalten wird. So eignet sich das Holz auch für Menschen, die auf einen naturnahen Lebensstil achten. Der angenehme Duft des Zedernholzes sorgt außerdem für ein besonders entspannendes Ambiente. Das hochpreisige Holz spielt seine Kosten durch den hohen Wohlfühlfaktor und die lange Lebensdauer wieder ein.

Eine Libanon-Zeder in einer steinigen Umgebung.

Zedernholz ist begehrt, aber rar. Manche Zedernarten sind sogar bedroht. Foto: Adobe Stock, diak

Aufgrund des Preises für Zedernholz Parkett solltest du das Verbauen des Holzes den Profis überlassen. Echtes Parkett und hochwertige Dielen erfordern eine Vorbereitung des Untergrundes, damit man sie später geräuscharm begehen kann. Ob und inwieweit das Parkett mit Lack versiegelt wird, entscheidest du gemeinsam mit den Experten nach den Anforderungen, die du an den Bodenbelag stellst. Ist das Parkett nach einigen Jahrzehnten nicht mehr ansehnlich, kann es durch Abschleifen wieder in einen originalgetreuen Zustand zurückversetzt werden.

Zedernholz ölen und pflegen

Die Öle im Inneren des Holzes, welche auch für den charakteristischen Geruch verantwortlich zeichnen, halten Schädlinge und Schimmel fern. Dadurch kann Boden aus Zedernholz im Indoor- und Outdoorbereich verlegt werden. Auch für Balkone ist die Zeder durch das geringe Gewicht geeignet. Sie muss nicht zwingend behandelt werden, um wasser- und lichtfest zu sein. Möchtest du dennoch dem Holz etwas Gutes tun, eignen sich spezielle lösemittelfreie Zedernöle. Diese sind in jedem gut sortierten Baustoffhandel und Baumarkt erhältlich. Durch das farblose Öl bleibt die natürliche Farbgebung des Zedernholzes erhalten. Besonders die hellen Zedernhölzer neigen dazu, mit der Zeit zu vergrauen. Das Öl schützt sie davor und versiegelt zudem die Poren gegen Feuchtigkeit.

Was ist Zedernholzöl?

Bestimmt kennst du das wohlriechende Zedernöl oder Zedernholzöl, das in der Aromatherapie Anwendung findet. Um das ätherische Zedernholzöl herzustellen, wird heute nur noch die Atlas-Zeder und die Himalaja-Zeder verwendet. Auch Öl aus Zypressengewächsen kommt häufig unter dem Namen „Zedernholzöl“ in den Verkauf. Nicht zu verwechseln ist das Öl übrigens mit Zedernussöl, welches aus sibirischen Kieferarten gewonnen wird.

Dem echten Zedernholzöl wird eine wohltuende Wirkung nachgesagt. So soll sein Duft beruhigend bei Angstzuständen und Aggressionen wirken. Auch gegen Fuß- oder Nagelpilz wirkt das hochwertige Öl dank seiner fungiziden Wirkung. Die darin enthaltene Linolsäure soll bei Akne antibakteriell und entzündungshemmend wirken. In die Kopfhaut einmassiert soll das Zedernholzöl gegen Haarausfall helfen. Auch als Hausmittel gegen Motten, Läusen, Milben und Zecken hat sich das ätherische Öl bewährt. In der Natur ist das Holz der Zeder aufgrund seines Dufts beinahe schädlingsfrei. Diesen Effekt kannst du dir auch zu Hause zu Nutze machen. Ein Stück Zedernholz im Schrank oder etwas Zedernholzöl auf einem Tuch hilft gegen Motten.



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