Durch Ratgeber-Content auf der Website zu Neukunden: So geht’s


How-To-Content und Ratgeber auf blauem Hintergrund.
Ratgeber-Inhalte sind ein vielfach unterschätztes Content-Format und unter Umständen auch für Ihr Marketing eine Überlegung wert. Foto: Adobe Stock, © zakokor

In diesem Beitrag möchten wir erläutern, warum Ratgeber-Inhalte auf der Website ein vielfach unterschätztes Content-Format sind. Sich selbst und die eigenen Produkte oder Services zu präsentieren ist richtig und wichtig – keine Frage. Doch um wirklich effektiv zu verkaufen (und um überhaupt gefunden zu werden), muss man heute die Probleme und Herausforderungen der Zielgruppe lösen. Reklame in Form von plumper Eigenwerbung reicht nicht mehr.

Falls Sie noch nicht auf Ratgeber-Content setzen: Hier erfahren Sie, warum das auch für Ihr Unternehmen Sinn machen kann. Beispielsweise um systematisch mehr Neukunden zu akquirieren.

Und wenn Sie solche Inhalte bereits für sich entdeckt haben: Nachfolgend gibt es auch so manche Praxistipps zu lesen, um diese Strategie noch ein Stück weit zu optimieren.

Theorie & Praxis: Sinnvolle Beispiele für Ratgeber im Marketing

Was genau versteht man unter Ratgebern im Marketing? Es handelt sich um Inhalte (z.B. Website-Texte, Blogartikel, Infografiken, Downloads oder Videoclips) mit Mehrwert, die real existierende Probleme von Menschen aus der Zielgruppe lösen. Sei es in Form von Experten-Anleitungen oder auch um ein reines Informationsbedürfnis zu einem Fachthema zu befriedigen.

Um dies zu verdeutlichen hier gleich einige sinnvolle Beispiele aus der Praxis:

  • Der Handwerker stellt Video-Anleitungen zum Verlegen eines Bodens ins Web.
  • Ein Fitnessstudio stellt kostenlose Trainings- und Ernährungspläne zum Download bereit.
  • Die Stylistin bloggt im „How-to-Style“ zur Anwendung angesagter Beauty-Produkte.
  • Ein Produzent von Tiernahrung gibt Anleitungen zur Erziehung von Haustieren auf die Website.
  • Eine Ärztin gibt der Community Gesundheitsratschläge in einem Online-Forum.
  • Eine Werbeagentur gibt kostenlose Tipps zum Setup einer Google-Ads-Kampagne.

Guter Rat muss also nicht immer teuer sein, sondern ist manchmal sogar gratis. Ein häufiger Gedanke von skeptischen Unternehmern, die rein auf klassische Werbeformate setzen, ist nun dieser: Warum soll ich meine Expertise kostenlos preisgeben, ohne damit Umsätze zu erzielen? Absolut legitim. Doch bei näherer Betrachtung ergeben sich dadurch Vorteile, die über kurz oder lang auch die eigenen Umsätze nachhaltig pushen können.


DIY-Kunde versucht mit Video-Tutorial ein Projekt umzusetzen.
Immer mehr HandwerkerInnen setzen auf Tutorials und ähnliche Content-Formate, um Ihrer Zielgruppe auch in der digitalen Welt weiterhelfen zu können. Foto: Adobe Stock, © Dragonimages

Warum Ratgeber-Content: 5 gute Gründe

Es gibt verschiedenste Gründe, warum die oben genannten Praxisbeispiele für diese Unternehmen Sinn machen:

  • Mehr Website-Zugriffe aus der Zielgruppe: Wenn Menschen vor einer Herausforderung stehen, ist die erste Anlaufstelle heute oft Google – das gilt für so gut wie jeden Lebensbereich. Dort suchen sie nach einer Lösung, idealerweise haben Sie als Unternehmen diese bereits parat. So kommen potenzielle Kunden auf Ihre Website, vielleicht sogar ohne überhaupt über die Existenz Ihrer Firma zu wissen.
  • Ihre Expertise wird veranschaulicht: Menschen wollen bei Unternehmen kaufen, denen sie vertrauen und von deren Know-how sie überzeugt sind. Um Ihre Expertise zu zeigen, gibt es kaum einen besseren Weg, als hochwertigen How-to-Content zu publizieren.
  • Sie bleiben im Kopf: Nicht jeder Website-Besucher wird sofort Ihre Dienste in Anspruch nehmen, auch wenn Ihre Ratschläge dort noch so gut sind. Doch selbst in diesem Fall bleiben Sie als Expert/in für XY im Kopf, wenn man später dann mal konkreteren Bedarf hat, wird man an Sie denken und sich mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Ihnen melden. Diesen Geschäftsabschluss haben Sie dann Ihrem Ratgeber-Content zu verdanken.
  • Content ist nachhaltig: Im Gegensatz zu kurzfristigen Werbekampagnen in fremden Medien können How-to-Inhalte Ihnen jahrelang neue Kunden bringen.
  • Markenbekanntheit steigern: Bestimmte Arten von Ratgeber-Content werden – Qualität vorausgesetzt versteht sich – erwiesenermaßen besonders gerne geteilt und weitergeleitet. Im Idealfall gehen Ihre Postings „viral“, verbreiten sich also rasant im Web. Der Marke dahinter, also Ihrem Unternehmen, kommt dann unter Umständen eine schier unglaubliche Reichweite zu.

Bonus-Tipp: Ratgeber-Content kann auch Ihre Service-Mitarbeiter entlasten. Beispielsweise wenn Sie eine besonders häufige Anfragen zu Ihrem Produkt schlicht und einfach auf eine tolle Anleitung innerhalb Ihres Webangebots leiten können, die alles im Detail erklärt und keine Fragen offen lässt. Das erhöht auch die Kundenzufriedenheit.

Perfekter Ratgeber-Content: So wird’s gemacht

Worauf kommt es an, wenn man gute Ratgeber-Inhalte produzieren möchte? Wenngleich das natürlich sehr stark von der jeweiligen Branche abhängt, gibt es einige Faktoren, die so gut wie immer beachtenswert sind:

  • Für die Zielgruppe gemacht: Definieren Sie zuallererst, welche Themen überhaupt in Frage kommen. Das sollten im weiteren Sinne immer Bereiche sein, die zu Ihrem Unternehmen passen und nach denen Ihre (zukünftigen) Kunden suchen würden.
  • Setzen Sie auf Abwechslung: Schaffen Sie mit Ihren Ratgebern Unique Content. Das sind Inhalte oder zumindest Teilaspekte, die noch völlig neu sind und nicht schon in zigfacher Ausführung im Web zu finden sind. Abwechslungsreich können dabei, wie schon erwähnt, auch die Formate sein: Fotostrecken, Videoclips, Podcasts und vieles mehr kommen in Frage.
  • Gut konsumierbar: Wie für diverse andere Inhalte auch, sollten auch Ratgeber die grundlegenden Anforderungen an die Content-Qualität immer erfüllen: Gut strukturiert, optisch ansprechend gestaltet und auf allen Endgeräten gediegen abrufbar. Hier kann es Sinn machen, sich als Unternehmer externe Expertise ins Haus zu holen. Tipp: Bei einer Website von HEROLD unterstützt Sie das Team auch bei der inhaltlichen Gestaltung mit Rat und Tat – zum Festpreis.
  • Weniger ist – wie so oft – einfach mehr: Als Expert/in auf Ihrem Gebiet könnten Sie natürlich problemlos stundenlang über Ihre Kernthemen philosophieren, keine Frage. Beeindruckende Ratgeber-Inhalte sind aber meist kurz und pointiert geschrieben. Stellen Sie das Beantworten von Fragen und das Lösen von Problemen dabei immer in den Vordergrund.
  • Am Puls der Zeit: Gute Anleitungen bleiben nur dann gut, wenn sie aktuell gehalten werden. Wie das im – oft stressigen – Businessalltag gelingen kann, haben wir im HEROLD Marketing Blog bereits im Beitrag zu Content-Aktualisierungen beschrieben.

Mitarbeiter produziert Videotutorial für die Firmen-Website.
Mit etwas Routine und einer effizienten Herangehensweise ist Content-Produktion kein mühsamer Mehraufwand im Business, sondern ein integraler Bestandteil Ihrer Marketing-Maßnahmen. Foto: Adobe Stock, © Chaay_tee

Quick-Tipps, um mit Ratgeber-Inhalten direkt loszustarten

Wenn Sie die Argumente hier überzeugend und die Tipps inspirierenden fanden, dann möchten Sie als ambitionierte/r Unternehmer/in vielleicht zeitnah mit der Produktion von How-to-Content losstarten oder Ihre bisherigen Bemühungen intensivieren. Damit ebendiese Bemühungen nicht ins Leere gehen, möchten wir Ihnen abschließend noch ein paar gute Praxistipps und Ideen mit auf den Weg geben, damit Ihre Content-Marketing-Strategien letztlich auch von Erfolg gekrönt sind:

  • Vorbereitung: Kümmern Sie sich bereits im Vorfeld um das Setup der passenden Kanäle: Das kann ein Unternehmens-Blog sein, Social-Media-Profile oder das Trendformat Podcast.
  • Freebies: Ihre Expertise ist viel Wert, daher muss nicht alles immer kostenlos sein. Eine erprobte Strategie im Online Marketing ist es, die Basics als sogenannte „Freebies“ – for free – zur Verfügung zu stellen, während weiterführende Premium-Inhalte sehr wohl etwas kosten dürfen und sollen. Wenn Sie bereits in einer frühen Phase überzeugen konnten, wird man in weiterer Folge umso lieber bei Ihnen kaufen.
  • Mehrwert sichtbar machen: Gute Ratgeber können nur dann gelesen werden, wenn man sie auch sieht. Scheuen Sie daher nicht davor zurück, Ihren Content mit Mehrwert ähnlich prominent auf der Website zu platzieren, wie Ihr Leistungsportfolio bzw. Ihre Produkte.
  • Dokumentieren Sie, was Sie tun: Wir wissen, dass unsere Leser/innen hier im Blog hauptsächlich Selbständige sind, deren zeitliche Ressourcen abseits vom Kerngeschäft enden wollend sind. Ein guter Tipp für alle Dienstleister/innen: Die eigene Tätigkeit immer wieder zu dokumentieren – in Form von Notizen, Fotos, Screenshots usw. – macht das Produzieren von Anleitungen und Tutorials um ein Vielfaches effizienter, als diese Sachen immer wieder von Null weg anfertigen zu müssen. So werden Ihre Services für die Zielgruppe auch automatisch greifbarer. Ansonsten kann man Content-Produktion grundsätzlich natürlich auch „outsourcen“, doch speziell Experten-Anleitungen brauchen immer auch eine persönliche Note.
  • Mitarbeiter einbeziehen: Auch in kleineren KMU-Betrieben tummeln sich in der Regel Spezialisten aus verschiedenen Bereichen. Als Geschäftsführer/in sollten Sie Ihr Team möglichst für Ihre Content-Marketing-Maßnahmen begeistern und mit ins Boot holen. Die besten Ratgeber und Website-Inhalte entstehen in Form von Teamwork.

Fazit: Ratgeber-Content hat viele Vorteile

Wer auf Ratgeber-Content mit Mehrwert setzt, gibt dem eigenen Webauftritt zusätzliche Chancen, zur Erreichung der Unternehmensziele beizutragen. Gut umgesetzt kommt man so durchaus zu Neukunden und schafft Expertise und Vertrauen innerhalb der Zielgruppe. Abgesehen davon stellt man als Unternehmen auf diese Art und Weise Information zur Verfügung, die von den Menschen gerne konsumiert und weitergeleitet wird.


Sie möchten Ihre Inhalte auf einer eigenen Website präsentieren? HEROLD bringt’s zamm!
Weitere Artikel