COVID-19 Infopoint HEROLD: Hilfestellung für Unternehmer

HEROLD Infopoint zur aktuellen Lage der Wirtschaft in Zeiten des Coronavirus.
Die Ausbreitung des Coronavirus bringt Österreichs Wirtschaft in eine schwierige Lage. HEROLD sammelt alle wichtigen Informationen für KMUs und EPUs. Foto: Adobe Stock, (c) Gajus

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Neben dem gesundheitlichen Gefährdungspotential sieht sich Österreich nach den notwendigen, aber umfangreichen Beschneidungen des öffentlichen Lebens, die im Rahmen des COVID-19-Maßnahmengesetzes beschlossen wurden, nun auch mit den wirtschaftlichen Folgen der Krise konfrontiert. Zahlreiche gastronomische Betriebe sowie KMUs und EPUs im Handels- und Dienstleistungsbereich bangen um ihre Existenz. HEROLD informiert über aktuelle Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung und unterstützt Österreichs Klein- und Mittelbetriebe dabei, die nächsten Wochen und Monate zu meistern.

Coronavirus INFOPOINT für Unternehmer: FAQs und Hilfestellung

ACHTUNG! Gratis HEROLD Webinar für KMUs: Wie funktioniert Online-Marketing in Zeiten von Corona?

Wichtige Hotlines und Links für KMUs u. EPUs

Was?TelefonnummerWann erreichbar?
Wirtschaftskammer ÖsterreichT: 0590900-4352
E: infopoint_Coronavirus@wko.at
Mo-Fr 8-20 Uhr
Bundesministerium Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Taskforce BMDW
E wirtschaft.covid-19@bmdw.gv.at
N.A.
Austria WirtschftsserviceHotline Überbrückungs-garantien:
+43 1 501 75-500
E 24h-auskunft@aws.at
Hotline: N.A.
E-Mail: Mo-Fr
TourismusbankCOVID-19 Hotline: +43 720 301 355N.A.
Bundesministerium für Finanzen
Finanz Online
T + 43 50 233 233
T + 43 50 233 790
N.A.
Arbeiterkammer T +43 1 501 65 1209N.A.
Job und CoronaT +43 800 22 21 00 80täglich ab 9 Uhr
Infostelle HotellerieT +43 5 90 900 3494N.A.

Einstellung des Kundenverkehrs im Handels- und Dienstleistungsbereich

Mit der Verordnung vom 15.01. des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) wurde der Kundenverkehr in sämtlichen Geschäftslokalen des Handels- und Dienstleistungsbereiches bis auf Weiteres eingestellt. Ab Dienstag dem 17.03. gilt bis auf Widerruf auch für alle Gastronomiebetriebe in Österreich eine Totalsperre.

Von der Verordnung ausgenommen sind lediglich Betriebe, die die Lebensmittelversorgung sowie die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs sicherstellen (z.B. Lebensmittelhandel, Direktvermarkter, öffentliche Apotheken, Notfalldienstleistungen, Banken u.a.).  Eine detaillierte Übersicht sämtlicher Ausnahmen finden Sie in der Kriterienliste der WKO.

Gültigkeit der Maßnahme: Die Einschränkungen gemäß Verordnung vom 15.01. gelten bis einschließlich 22.03.2020. Die Totalsperre für gastronomische Betriebe gilt bis auf Widerruf.

Gilt die Einstellungsmaßnahme auch für Lieferservice?

Nein. Nach aktuellem Stand dürfen gastronomische Betriebe, die aufgrund der oben genannten behördlichen Verordnung für den Kundenverkehr geschlossen wurden, private Haushalte trotzdem noch mit Speisen beliefern. Dies gilt natürlich nur, wenn es für das betreffende Bundesland, die Region oder Gemeinde keine Quarantäne-Verordnungen gibt, die eine Belieferung ausschließen. Die WKO informiert über alle akuten Betriebsschließungsverordnungen in den Bundesländern.

Sonderregelungen für Gastgewerbebetriebe

In sämtlichen Gastgewerbebetrieben ist der Kundenverkehr ab dem 17.03. ebenfalls untersagt. Davon ausgenommen sind lediglich Gastgewerbe, die in Kranken- und Kuranstalten, Pflegeanstalten und Seniorenheimen und in Einrichtungen zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen (einschließlich Schulen und Kindergärten) untergebracht sind.

Auch Gastgewerbe in Betrieben (z.B. Kantinen) dürfen weiterhin betrieben werden, sofern sie ausschließlich von Betriebsangehörigen genutzt werden. Beherbergungsbetriebe (Hotels, Gasthöfe, Pensionen, Motels usw.) dürfen ihren Kundenverkehr aufrechterhalten, sofern Speisen und Getränke ausschließlich an Gäste des Betriebes abgegeben werden.

Hilfsmaßnahmen des Bundes für betroffene Betriebe

Damit Österreichs Klein- und Mittelbetriebe die Krise auch ohne massiven Personalabbau überstehen, hat die Bundesregierung am Sonntag (15.03.) die Errichtung des COVID-19-Krisenbewältigungsfonds (auch COVID-19-FondsG) in Höhe von 38 Milliarden Euro beschlossen und umfangreiche Hilfsmaßnahmen für betroffene Betriebe in die Wege geleitet. Diese sollen Betrieben jeder Größe (vom EPU über den KMU bis hin zu Unternehmen mit 250 und mehr Mitarbeitern) zur Verfügung stehen. Zu den Hilfsmaßnahmen, die Unternehmer ab sofort beantragen können, gehören u.a.:

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Hilfsmaßnahmen sowie deren Rahmenbedingungen und Kontaktdaten für die Antragstellung können Sie im Artikel Corona Virus: Hilfspaket für Unternehmen nachlesen.

Corona Härtefall Fonds

Der Corona Härtefond in Höhe von (vorerst) einer Milliarde Euro ist als rasche Erste-Hilfe-Maßnahme für Selbstständige gedacht, die derzeit aufgrund der Corona-Pandemie keine Umsätze machen und Schwierigkeiten haben, ihre Lebenshaltungskosten zu bestreiten. Es handelt sich um eine einmalige finanzielle Zuwendung, die NICHT zurückgezahlt werden muss. Beantragt werden kann der Corona Härtefond ab dem 27.03.2020 um 17 Uhr. Weitere Informationen sowie den Link zur Online-Beantragung finden Sie hier.

Coronavirus und Arbeitsrecht

Österreichs Unternehmen stehen gegenwärtig vor einer doppelten Herausforderung. Einerseits sind sie dazu angehalten, ihre MitarbeiterInnen möglichst gut zu schützen und von Entlassungen abzusehen, andererseits sind sie aber auch gefordert, den wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich zu halten. Wir haben sämtliche arbeitsrechtlichen Informationen, die in diesem Zusammenhang wichtig sind, für Sie zusammengefasst.

Corona Kurzarbeit

Die Kurzarbeit an sich ist kein neues Konzept. Ein Betrieb hat das Recht, die Arbeitszeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitlich begrenzt um maximal 90 % zu reduzieren, um wirtschaftliche Schwierigkeiten zu überbrücken. Normalerweise muss der entsprechende Antrag mindestens drei Wochen vor Beginn der Kurzarbeit beim AMS eingebracht werden (Informationen der Arbeiterkammer zur Kurzarbeit).

„Corona Kurzarbeit“ ist eine neue und erleichterte Form der Kurzarbeit, für die der Antrag rückwirkend bis 1. März für maximal 3 Monate gestellt werden kann. Sollten die wirtschaftlichen Schwierigkeiten länger andauern, ist eine Verlängerung um weitere 3 Monate möglich. Einen detaillierten Überblick über die Rahmenbedingungen und Kontaktdaten für die Antragstellung finden Sie hier.

Vorbeugemaßnahmen im Unternehmen

Als Arbeitgeber sind Sie gesetzlich zwar nicht dazu verpflichtet, Schutzmaßnahmen gegen eine Infizierung mit SARS-CoV-2 zu ergreifen, Sie haben Ihren MitarbeiterInnen gegenüber jedoch eine Fürsorgepflicht. Unternehmern wird daher dringend empfohlen, im Rahmen dieser Fürsorgepflicht entsprechende Schritte einzuleiten. Grundsätzlich gilt hier die Empfehlung der Bundesregierung im Rahmen des COVID-19-Maßnahmengesetz, sämtlichen Mitarbeitern die Arbeit im Home Office zu ermöglichen.

In Betrieben, in denen Teleworking nicht möglich, und die Anwesenheit der ArbeitnehmerInnen weiterhin erforderlich ist, sind folgende Vorkehrungen zu treffen:

  1. Hygienemaßnahmen: Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass die empfohlenen Hygienemaßnahmen (Hände reinigen mit Seife und/oder Desinfektionsmittel, Mindestabstände, Verringerung der persönlichen Kontakte) eingehalten werden können.
  2. Anordnung betrieblicher Verhaltensweisen zur Risikominimierung (z.B. Aussetzung gemeinsamer Mittagessen, Teammeetings, Festlegung von Begrüßungsregeln usw.).

Der Umfang der Maßnahmen hängt natürlich wesentlich von der Natur des Gewerbes und dem damit verbundenen Infektionsrisiko ab. In Gewerben mit direktem Patientenkontakt (z.B. Gesundheitsberufe) ist der Arbeitgeber selbstverständlich dazu verpflichtet, seinen Angestellten persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen.

Übrigens: In Dienstleistungsbereichen mit „normalem“ Kundenkontakt (d.i. kein Patientenkontakt) können Arbeitgeber ihre MitarbeiterInnen nicht dazu verpflichten, Schutzmasken zu tragen. Eine solche Anordnung kann ausschließlich durch die Behörden ausgesprochen werden.

Meldepflicht im Verdachtsfall

Der Arbeitergeber ist aufgrund seiner Fürsorgepflicht den ArbeitnehmerInnen gegenüber dazu verpflichtet, jeden Verdachtsfall über die Corona-Hotline 1450 an die Gesundheitsbehörden zu melden. Ein Verdachtsfall liegt beispielsweise dann vor, wenn ein Mitarbeiter sich in einem gefährdeten oder gesperrten Gebiet aufgehalten hat, Kontakt zu einer nachweislich durch Corona infizierten Person hatte, oder selbst akute Symptome der Krankheit zeigt. Auch, wenn ein Mitarbeiter bereits getestet und die Krankheit festgestellt wurde, sollten Sie als Arbeitgeber umgehend in Kontakt mit den zuständigen Gesundheitsbehörden (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat, Amtsarzt, Arbeitsinspektorat) aufnehmen und den Anweisungen des medizinischen Fachpersonals folgen.

Der betreffende Mitarbeiter/die betreffende Mitarbeiterin sollte so lange in einem eigenen Raum vom Rest der Belegschaft isoliert werden, bis der Amtsarzt eintrifft. Bis dies geschehen ist, sollten sämtliche MitarbeiterInnen in dem Gebäude verbleiben. Der Amtsarzt entscheidet, wie in einem solchen Fall weiter vorzugehen ist.

Anlaufstellen im Verdachtsfall : COVID-19 Infostellen

COVID-19 Anlaufstelle
Burgenland
Kärnten
Niederösterreich
Oberösterreich
Salzburg
Steiermark
Tirol
Vorarlberg
Wien

Teleworking/Home Office wegen Corona

Die Bundesregierung hat sich am 13.01.2020 ganz klar dafür ausgesprochen, dass Unternehmen ihren Angestellten das Arbeiten im Home Office ermöglichen sollten, damit die Menschen im ganzen Land sich dem hochansteckenden Erreger so wenig wie möglich aussetzen. Nach geltendem Recht darf der Arbeitsplatz allerdings nur dann ins Zuhause des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin verlegt werden, wenn dies im Arbeitsvertrag ausdrücklich vereinbart wurde oder der Arbeitsvertrag eine sog. Versetzungsklausel enthält. Im Einvernehmen mit dem Arbeitnehmer/der Arbeitnehmerin ist es natürlich auch möglich, Telearbeit/Home Office nachträglich zu vereinbarenMehr Informationen zu diesem Thema.

Home Office während der Quarantäne

Wurde ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin per behördlicher Verordnung unter Quarantäne gestellt, kann der Arbeitgeber ebenfalls Home Office/Teleworking anordnen. Auch hier gilt natürlich, dass es eine entsprechende Vereinbarung (oder Versetzungsklausel) geben muss. Außerdem müssen für das Teleworking während der Quarantäne folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Arbeitnehmer/in ist arbeitsfähig und nicht krank.
  • Arbeitnehmer/in ist gemäß § 7 Epidemiegesetz als Krankeitsverdächtige/r oder Ansteckungsverdächtige/r in Qurantäne

In jedem Fall haben Sie als Arbeitgeber/in sämtliche Kosten zu tragen, die dem Arbeitnehmer/der Arbeitnehmerin durch die Arbeit im Home Office entstehen (z.B. für Handy, Internet etc.). Weiterführende Informationen über Arbeitsrecht und Coronavirus finden Sie auf den Seiten der Arbeiterkammer.

Dienstreisen während der Corona-Krise

Die Bundesregierung hat ganz Österreich dazu aufgerufen, soziale Kontakte mit Menschen außerhalb des eigenen Wohnungsverbundes nach Möglichkeit zu vermeiden. Das ist notwendig, um die Ausbreitung von COVID-19 weiter einzudämmen. Aus diesem Grund sind Dienstreisen in Gebiete, in denen eine Ansteckungsgefahr besteht, sowohl im In- als auch im Ausland bis auf Weiteres zu unterlassen.

Private Reisen Ihrer MitarbeiterInnen in Quarantänegebiete können Sie als Arbeitgeber/in natürlich nicht verbieten. Erkrankt der betreffende Mitarbeiter/die Mitarbeiterin anschließend aber am Coronavirus, hat er oder sie keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Das Außenministerium informiert laufend darüber, für welche Länder aktuell Reisewarnungen vorliegen.

Vertragsrecht zwischen Unternehmen

Grundsätzlich hat die Corona-Krise keine Auswirkungen auf die Rechtsverbindlichkeit von Verträgen. Aufgrund der aktuellen Situation kann es jedoch passieren, dass die Erbringung vertraglich zugesagter Leistungen für den Schuldner entweder rechtlich nicht mehr möglich (z.B. aufgrund einer behördlichen Betriebsschließung) oder aus anderen Gründen unzumutbar ist (z.B. aufgrund eines konkreten Ansteckungsrisikos). Unter normalen Umständen wäre eine Nicht-Erbringung der vertraglich zugesicherten Leistung nach österreichischem Recht im Sinne des Schuldnerverzuges zu klären. Der Gläubiger hätte in diesem Fall also bestimmte Rechtsansprüche gegenüber dem Schuldner.

Aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation rät die WKO Unternehmern dazu, zunächst nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen, die für alle Parteien zumutbar ist. Falls Sie mit Ihrem Schuldner/Ihrem Gläubiger jedoch keine Einigung erzielen können, bleibt Ihnen tatsächlich nur, auf das gesetzliche Leistungsstörungsrecht zurückzugreifen. Mehr Informationen zu diesem Thema.

Leistungsstörungsrecht in Zeiten von Corona

Kann keine einvernehmliche Einigung zwischen den Parteien erzielt werden, greift das sogenannte Leistungsstörungsrecht. Auch hier ist allerdings wieder zu differenzieren. Es muss beispielsweise geprüft werden, ob die Leistung binnen einer angemessenen Frist nachgeholt werden kann oder an einen fixen Termin gebunden war und somit unmöglich nachzuholen ist. Je nach Antwort auf diese Frage ergeben sich unterschiedliche Rechtsansprüche des Gläubigers. Mehr Informationen zu diesem Thema.

Eine rechtliche Ausnahmesituation sind Konstellationen, in denen ein leistungsbereiter Schuldner seine Verbindlichkeiten zwar erbringen könnte, seine Vertragsleistung für den Gläubiger aufgrund der momentanen Lage jedoch nutzlos ist (z.B. Reinigungsdienstleistungen für einen massiv eingeschränkten Hotelbetrieb). Was hier zu tun ist, muss aktuell im Einzelfall entschieden werden.

Ist COVID-19 als höhere Gewalt zu werten?

‚Höhere Gewalt‘ bezeichnet im Österreichischen Recht ein außergewöhnliches Ereignis, das von außen einwirkt, das nicht regelmäßig vorkommt/zu erwarten war, und das weder abwendbar ist, noch in seinen Folgen unschädlich gemacht werden kann. Die Aufnahme einer sogenannten Force Majeure-Klausel (Klausel zur ‚Höheren Gewalt‘) ist in österreichischen Verträgen normalerweise Usus. Befindet sich eine solche Klausel im Vertrag, gibt sie beiden Parteien das Recht, die vertraglichen Leistungspflichten auszusetzen oder sogar vom Vertrag zurückzutreten, solange das außergewöhnliche Ereignis andauert.

Dass die Corona-Pandemie als ‚Höhere Gewalt‘ im Sinne dieses Rechtsbestands gewertet wird, ist anzunehmen, aber bisher nicht bestätigt. Es gibt ein Rechtsurteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahre 2005, nach dem die Krankheit SARS den Tatbestand der höheren Gewalt erfüllt. Da es sich beim Coronavirus ebenfalls um einen SARS-Virus handelt, ist ein ähnliches Urteil für die aktuelle Lage zu erwarten. Selbstverständlich kann sich ein Schuldner auch in diesem Fall nur dann auf ‚Höhere Gewalt‘ berufen, wenn 

  1. das Coronavirus bzw. dessen Verbreitung und die im Rahmen dessen erlassene Beschlüsse in einem kausalen Zusammenhang zur nicht pünktlichen oder gar nicht stattgefundenen Vertragserbringung standen.
  2. eine solche Force Majeure-Klausel Bestandteil des Vertrages war.
  3. ein epidemischer Virenausbruch im Vertrag nicht ausdrücklich von dieser Klausel ausgenommen war.

Wichtige soziale Aspekte für KMUs

Seit Montag dem 16.03. sind sämtliche Schulen (Berufsbildende mittlere und höhere Schulen, Oberstufe der AHS, Berufsschulen) und Hochschulen in Österreich per COVID-19-Maßnahmengesetzauf Distance-Learning umgestellt. Diese Maßnahme gilt bis einschließlich 03. April. Anschließend beginnen in Österreich die Osterferien. Für berufstätige Eltern ergibt sich hieraus grundsätzlich kein Dienstverhinderungsgrund, da die Betreuung für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren weiterhin gewährleistet ist. Weitere Informationen zu diesem Thema.

Muss ich meinen Mitarbeiter für Betreuungspflichten freistellen?

Wünscht ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin die Freistellung von der Arbeit, weil er oder sie ein Kind im betreuungspflichtigen Alter hat und die Betreuung in den dafür vorgesehenen Einrichtungen nicht in Anspruch nehmen möchte, kann er oder sie bis zu drei Wochen Sonderurlaub beantragen. Der Arbeitgeber kann sich jedoch dafür entscheiden, den Antrag abzulehnen. Stimmt der Arbeitgeber zu, übernimmt der Staat ein Drittel der Lohnkosten in den nächsten Wochen bis Ostern. Weitere Details werden derzeit von der Bundesregierung erarbeitet und laufend ergänzt.

Regelung im Krankheitsfall

Erkrankt das Kind eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin, ist der Arbeitgeber nach § 16 UrlG unter bestimmten Umständen dazu verpflichtet, eine Krankenfpflegefreistellung zu gewähren, während derer das Entgelt fortgezahlt wird. Eine Krankenfpflegefreistellung für die Dauer von einer Arbeitswoche pro Jahr (bzw. zwei Arbeitswochen für die Pflege von erkrankten Kindern über 12) ist nur dann möglich, wenn die Betreuung/Pflege nicht anders organisiert werden kann und absolut notwendig ist. Weitere Informationen zu diesem Thema.

Corona und Berufsschulunterricht

Die Überbrückungsphase bis zu den Osterferien gilt auch in der Berufsschule. In manchen Lehrberufen wird eine sogenannte Schulfreierklärung erteilt. Das bedeutet, dass die Auszubildenden während der Überbrückungsphase in ihrem Lehrbetrieb tätig werden müssen. Davon betroffen sind vor allem jene Lehrberufe, die in der aktuellen Situation einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung und der Lebensmittelversorgung leisten. Mehr Informationen zu diesem Thema. Nähere Informationen zu Prüfungsterminen und Leistungsnachweisen während der Überbrückungsphase finden Sie in diesem Überblick der WKO.

Krisenzeit für Vorsprung nutzen

Corona zwingt das öffentliche Leben, und damit auch die Wirtschaft, für den Augenblick zum Stillstand. Als Unternehmer ist Ihre erste Priorität natürlich die Abwendung von weiterem finanziellem Schaden und die Erhaltung der Arbeitsplätze in Ihrem Betrieb. Aber Sie können noch mehr tun, als Kurzarbeit beantragen und hoffen, dass die Maßnahmen so bald wie möglich wieder gelockert werden.

Das können Sie jetzt tun!

Sie können die Zeit, die durch diese Krise frei geworden ist, nutzen, um sich einen Vorsprung für den Neustart nach Corona zu verschaffen. Wie das geht? Ganz einfach: Indem Sie einmal analysieren, wie gut es eigentlich wirklich um Ihren Internetauftritt und Ihre Werbemaßnahmen bestellt ist. Lassen Sie uns Ihre Kanäle der Neukundengewinnung einmal gemeinsam auf Herz und Nieren prüfen, indem wir ein paar einfache Fragen stellen:

1. Wie gut ist Ihre Website?

Dass die Website ein Must-have ist, weiß heutzutage jeder. Aber dass Sie eine Website haben, heißt leider nicht, dass sie auch das tut, was sie soll: Ihnen neue Kunden verschaffen. Eine Analyse von über 30.000 österreichischen Webseiten1 hat nämlich ergeben, dass 74% der Unternehmenswebsites nicht für Suchmaschinen optimiert sind. Und das wiederum bedeutet, dass potenzielle Kunden, die auf Google nach einem passenden Anbieter suchen, Ihre Website im Zweifel gar nicht finden.

Hat ein potenzieller Kunde Ihre Website über Google oder über ein Branchenportal gefunden, gibt es noch zwei weitere Stolpersteine, die ihn dazu veranlassen könnten, sich sofort wieder aus Ihrem virtuellen Ladenlokal wegzuklicken: Wenn Ihre Website nicht responsive ist oder sie kein SSL-Zertifikat hat. Tipp: Wie gut Ihre Website für mobile Geräte optimiert ist, können Sie hier überprüfen.

2. Wie gut findet man Ihr Angebot im Internet?

Ihre Website ist SSL-zertifiziert, responsive und SEO-optimiert? Und sie wird Ihnen bei Google trotzdem nicht auf der ersten Seite ausgespielt, wenn Sie eine Suche mit den Keywords starten, für die Sie gerne gut ranken möchten? Das kann mehrere Gründe haben. Zunächst einmal sollten Sie versuchen, Ihre Website bekannt zu machen – sowohl online als auch offline.

Außerdem spielt es natürlich eine Rolle, wie eine Suchanfrage genau formuliert ist. Laut Google hat mittlerweile schon jede fünfte Suchanfrage einen lokalen Bezug – aber nicht alle Websites sind auch für lokale Suchanfragen optimiert. Wie man eine Homepage für lokale Suchen optimiert, erfahren Sie in unserem Blogartikel Local SEO: 7 Gründe, noch heute anzufangen.

Es kann sogar sein, dass Ihre Website für die richtigen Suchbegriffe auf der ersten Seite angezeigt wird, und trotzdem niemand auf Ihren Eintrag klickt. Warum? Weil die meisten User schon ganz oben auf Seite 1 fündig werden: in den Google Ads oder den Google-my-Business-Einträgen. Wer hier nicht gelistet ist, ist auch nicht wettbewerbsfähig.

3. Ist Ihre Website für Sprachsuche optimiert?

Wussten Sie, dass schon heute 20 Prozent aller mobilen Suchanfragen auf Google per Voice Search abgesetzt werden?2 Das sind potenzielle Aufträge, die an die Konkurrenz gehen, wenn Ihre Webseite nicht „Ok Google“-fähig ist. In unserem Artikel Voice Search Optimierung erklärt erfahren Sie, warum es gerade für kleine und mittlere Unternehmen so wichtig ist, in Sachen Sprachsuche konkurrenzfähig zu sein.

4. Nutzen Sie alle Kanäle der Neukundenakquise?

Sie haben eine Website, die SSL-zertifiziert, für mobile Geräte und für Suchmaschinen optimiert ist? Außerdem wenden Sie Local SEO an und wissen, wie die Voice Search Optimierung funktioniert? Wunderbar! Dann lassen Sie uns einen Blick auf die anderen Kanäle der Neukundengewinnung werfen:


Sie wünschen sich das Maximum an Sichtbarkeit über alle relevanten Kanäle?

1) Silktide Performance landscape Study 2018

2) YEXT (2018)

Weitere Artikel