Google Ads Optimierung Keyword-Optionen bei Google Ads

Keyword-Optionen bei Google Ads

Welche Keyword-Optionen bei Google Ads stehen mir zur Verfügung? Darüber wollen wir hier informieren. Zunächst gilt jedoch ganz allgemein: Eine Werbeanzeige steht und fällt mit ihrem Keyword. Und: Wählt man dieses intelligent, kann es einem sogar dabei helfen, Geld zu sparen.

Tipp von unserem SEA-Experten, Thomas Salamon: Verwende dein Keyword immer im Anzeigentitel und in der Beschreibung (also dem Anzeigentext)! Der Schlüsselbegriff sollte dabei aber nicht wahllos eingebaut werden, sondern so, dass er für den Suchenden einen Mehrwert hat. Und: Ein passendes Keyword hat wieder positive Auswirkungen auf deinen Qualitätsfaktor.

Doch nicht alle Nutzer:innen suchen gleich: Schnell ist ein Flüchtigkeitsfehler passiert und man hat einen Rechtschreibfehler im Suchbegriff, den man bei den Suchmaschinen eingibt. Daher kann man bei Google Ads auch einstellen, inwieweit das Keyword der eigenen Anzeige zu den Suchbegriffen der Nutzer:innen passen soll bzw. inwieweit sie „zusammenpassen“ (matchen) sollen.

Klingt noch sehr abstrakt? Dann haben wir hier die genaue Erklärung zu den Keyword-Optionen bei Google Ads:

Die verschiedenen Keyword-Optionen bei Google Ads

Keyword-Übereinstimmung ist nicht gleich Keyword-Übereinstimmung. Daher stellen wir die möglichen Matches hier vor.

Exact Match

Also genau passend. Früher wurden hier, wie der Name schon sagt, nur diejenigen Suchbegriffe berücksichtigt, die wirklich 1:1 zum von der Firma eingebuchten Keyword passen – ohne jegliche Abweichungen, z. B. durch Rechtschreib-/Flüchtigkeitsfehler in der Suche.

Heute hat sich das etwas geändert. Es werden nun auch Werbeschaltungen für Keywords ausgelöst, die nicht 1:1 mit deinem übereinstimmen. Abweichungen durch Singular/Plural, Rechtschreibfehler & Co. werden also oft berücksichtigt.

Man schreibt das Keyword dann in eckigen Klammern, also [XY].

Broad Match

Bedeutet auch „weitgehend passend“. Stimmt eine Suche auf irgendeine Art thematisch mit deinem Keyword/Schlüsselbegriff überein, wird deine Werbeanzeige ausgespielt. Dabei muss dein Schlüsselbegriff in der Suche nicht vorkommen, da eine thematische Übereinstimmung reicht. Synonyme sind so ein Fall, der in diesen Bereich fällt.

Klingt für Anfänger:innen erst einmal gut, doch das Problem ist, dass diese „Broad Matches“ dann unter Umständen eigentlich keinen Zusammenhang mehr zu deinem Produkt und deiner Anzeige haben.

Beispiel:

  • eingebuchtes Keyword: „Tisch“
  • jemand gibt das Wort „Tafel“ ein, weil er eine Kreidetafel (wie in der Schule) sucht
  • „Tafel“ ist aber auch ein Synonym für „Tisch“
  • Deine Anzeige wird ausgespielt (als Broad Match), obwohl die vom User gesuchte Tafel nichts mit deinem Tisch zu tun hat

Hier gibt es kein gesondertes Zeichen/keine gesonderte Schreibweise.

Phrase Match

Also „passende Wortgruppe“. Wie schon angekündigt hat es auch hier Änderungen gegeben.

Hier werden nach wie vor mehrere Schlüsselbegriffe zusammen eingebucht und sie müssen als ein Ganzes genau in der Reihenfolge auch in der User-Suchanfrage vorkommen.

Aber: Es reicht auch, wenn ein Teil der Schlüsselbegriffe (in der richtigen Reihenfolge, also so, dass die Bedeutung noch stimmt) vorkommt. Und auch dann, wenn der User als Suchanfrage einen ganzen Satz in die Suchmaschine eingibt, wird ihm deine Werbeanzeige ausgespielt – vorausgesetzt, dass dieser Satz die Keyword-Gruppe in der richtigen Reihenfolge enthält.

Beispiel:

  • Eingebuchtes Keyword: „Werkstatt für Motorräder“
  • Suchanfrage darf sein: z. B. „Wo gibt es eine günstige Werkstatt für Motorräder?“, „Welche Werkstatt für Motorräder macht auch Neulackierungen?“ usw.

Man hat hier also nach wie vor mehr Kontrolle als beim Modified Broad Match (ehemalige Keyword-Option). Was aber neu ist, ist, dass die größere Reichweite, die man beim Modified Broad Match hatte, nun in den Phrase Match übernommen wurde. Diese entsteht dadurch, dass auch breitere Übereinstimmungen berücksichtigt werden. Diesen Vorteil des anderen Match-Typen hat man also auf den Phrase Match-Typen übertragen.

Hinzu kommt also, dass jetzt auch solche Anfragen abgedeckt werden, die eigentlich nur beim Modified Broad Match möglich gewesen wären. Zum Beispiel:

  • Eingebuchtes Keyword: „Umzugsfirma Wien nach Salzburg“
  • Ursprünglicher Phrase Match: Suchanfrage darf sein: exakt übereinstimmend; „günstige Umzugsfirma Wien nach Salzburg“ usw.
  • Durch Reichweiten-Implementierung des Modified Broad Match nun auch möglich: „Wien Umzugsfirma für Unternehmen nach Salzburg“

Ads werden nun also auch geschaltet, wenn die Wort-Reihenfolge nicht 1:1 wie im gebuchten Keyword ist – vorausgesetzt in der Suchanfrage ist die Keyword-Bedeutung noch vorhanden. Bei diesem Beispiel müsste also immer die Bedeutung sein, dass von Wien nach Salzburg gezogen wird („Wien Umzugsfirma für Unternehmen nach Salzburg“). Sucht jemand jedoch nach „Salzburg Umzugsfirma für Unternehmen nach Wien“, würde die Anzeige nicht mehr ausgespielt werden.

Hier wird der Begriff dann in Anführungszeichen geschrieben, also „XY“.

Zusatzoption Negative Keywords

Diese sind eine zusätzliche Option, die man nach Auswahl des eigentlichen Schlüsselbegriffs buchen kann. Es handelt sich hierbei um Schlüsselbegriffe, die ausgeschlossen werden sollen. Du kannst also explizit sagen: Wenn jemand nach dem Begriff XY sucht, soll ihm meine Anzeige auf keinen Fall ausgespielt werden.

Beispiel:

  • Eingebuchtes Keyword: „Tisch“
  • Negatives Keyword: „Tafel“ (so verhinderst du, dass dir das passiert, was wir bei „Broad Match“ beschrieben haben)

Vorsicht: Keywordoptionen bei negativen Keywords funktionieren anders als bei „einschließenden“ Keywords. Der größte Unterschied ist folgender: Falsch-Schreibweisen, Singular/Plural und andere relevante Variationen müssen alle EINZELN ausgeschlossen werden und werden nicht automatisch mit berücksichtigt.
Möchtest du also, wie im obigen Beispiel, „Tafel“ ausschließen, müsstest du auch dessen Falsch-Schreibweise „Tafle“ zusätzlich als zweites Extra-Ausschluss-Wort angeben.

Für welche Keyword-Option bei Google Ads soll ich mich entscheiden?

Jede Keyword-Option hat ihre Vor- und Nachteile. Ein Problem ist, dass bei einigen Match-Arten unnötige Ausgaben für dich entstehen können, da Menschen deine Anzeige eventuell nur flüchtig lesen, dann direkt anklicken und dann merken, dass es eigentlich nicht das Gesuchte ist. Da sie aber schon geklickt haben, musst du für diesen Klick bezahlen.

Was ist nun also der beste Weg? Berichte zu den Suchanfragen können eine Hilfe-Stellung dabei geben, deine Auswahl einzugrenzen. Dafür musst du dich natürlich in einem ersten Schritt schon entschieden haben, aber du siehst immerhin im Nachhinein, welche Suchanfragen zu einer Einblendung deiner Werbung geführt haben. Hier siehst du dann in der Übersicht auch, welche Art von Match diese Einblendung ausgelöst hat.

Die zweite Möglichkeit ist natürlich immer, einen Profi hinzuzuziehen, denn dieser macht tagtäglich nichts anderes, als derartige Kampagnen zu erstellen. Aufgrund seiner Erfahrung kann dieser oft genau sagen, welche Match-Art für dein Produkt oder deine Dienstleistung die beste ist und welche Schlüsselbegriffe sich anbieten.

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