Google Ads Einrichtung Welche Gebotsstrategien gibt es bei Google Ads?

Welche Gebotsstrategien gibt es bei Google Ads?

Jede Kampagne, die in Google Ads erstellt wird, muss in der Kampagnen-Einstellung eine Gebotsstrategie haben. Weil hinter Google Ads ein Auktionsverfahren steckt, das die Schaltung der Werbeanzeige bestimmt, muss für jede Kampagne eine konkrete Gebotsstrategie ausgewählt werden. In Google Ads gibt es einige Gebotsstrategien, die man für die aktive Kampagne wählen kann. Wir wollen dir hier zeigen, was du bei der Auswahl der Gebotsstrategie bedenken solltest und wie die jeweiligen Gebotsstrategien funktionieren.

Welche Google Ads Gebotsstrategie soll ich wählen?

Als Google Ads Werbetreibende:r steht man bei der Kampagnenerstellung vor der Entscheidung, welche Gebotsstrategie für die jeweilige Kampagne die beste ist. Die Gebotsstrategie einer Kampagne dient dazu, mit einem konkreten Ziel in die Auktion zu gehen.

Die erste Frage, die du dir dazu stellen solltest, lautet: Welches Ziel möchte ich mit dieser Kampagne erreichen? Folgende Ziele kommen beispielsweise in Frage:

  • mehr Conversions
  • mehr Klicks auf die Website
  • mehr Sichtbarkeit

Sobald du das Ziel für deine Kampagne festgelegt hast, kommt die nächste entscheidende Frage: Welches Google Netzwerk, also welchen Kampagnentypen wählst du für die Zielerreichung? Hierbei stehen dir beispielsweise zur Auswahl:

  • Google Suche (Textanzeigen, Google Shopping Ads)
  • Display-Werbung
  • YouTube Videos

Bevor du dir über die Gebotsstrategie Gedanken machst, solltest du also ganz genau wissen, mit welcher Werbeform du welche Ziele erreichen möchtest.

Welche Google Ads Gebotsstrategien passt zu welchem Werbeziel?

Im Prinzip gibt es drei wichtige Werbeziele, für die man sich unterschiedliche Gebotsstrategien überlegen kann:

  • Conversions
  • Klicks
  • Impressionen

1. Google Ads Gebotsstrategien für das Werbeziel Conversions

Als Conversion bezeichnet man alle wertvollen Aktionen, die User auf deiner Website vornehmen. Welche dieser Zielaktionen du als Conversion betrachtest, definierst nur du. Du kannst beispielsweise entscheiden, ob du die Anzahl der Transaktionen als Ziel definierst oder die Anzahl der abgesendeten Kontaktformulare. Bevor du eine Gebotsstrategie auswählst, die sich auf eine Steigerung der Conversions fokussiert, solltest du sicherstellen, dass deine Conversions über Tags eingerichtet sind und auch korrekt gemessen werden.

Tipp: Mache hier einige Testbestellungen, um zu sehen, ob die Tags für diese Conversions auch ausgelöst werden.

Wenn du Google Analytics für deine Website benutzt, stelle auch hier sicher, dass dein Google Ads Konto mit deinem Google Analytics Konto verknüpft ist. Denn nur so können die Conversions, die du auf deiner Website über Google Ads erzielst, eingebunden werden.

Korrekte Conversions-Daten in Google Ads zu haben, ist wichtig, weil die meisten Gebotsstrategien von Google automatisiert sind, sodass du nicht für jede Auktion ein eigenes Gebot ablegen musst. Du gibst in den Kampagneneinstellungen dein Ziel und dein Netzwerk ein – und mithilfe deiner Conversion-Daten kann Google herausfinden, welche User für dein Kampagnenziel relevant sind und bietet automatisiert für dich in der jeweiligen Auktion.

Welche Gebotsstrategien stehen für Conversions zur Verfügung?

Ziel-Cost-Per-Acquisition (CPA)

Mit Ziel-Cost-Per-Acquisition (= Ziel-CPA) gibst du einen Wert in Google Ads an, den du für eine Conversion zahlen möchtest. Die Gebote werden dann automatisch so gesetzt, dass deine Kosten für die Conversion auf diesen Wert gerichtet werden. Dein Ziel-CPA ist keine Garantie und du solltest auch realistische Werte für deinen Ziel-CPA wählen. Falls deine Kampagne bereits aktiv ist, könntest du dir als Richtwert ansehen, wie viel du durchschnittlich für eine Conversion zahlst. An diesem CPA kannst du dich orientieren und versuchen diesen Wert immer weiter zu optimieren. Wenn du hingegen noch keine Kampagne live hattest, überlege dir, wie hoch der Customer Lifetime Value für eine Conversion aus dieser Kampagne ist. Auf diese Weise garantierst du, dass sich deine Ausgaben auch wirklich rentieren.

Conversions maximieren

Mit dieser Gebotsstrategie gibst du in Google Ads an, dass du für das angegebene Tagesbudget das Maximum an Conversions erreichen möchtest. Anders als bei Ziel-CPA steht bei dieser Gebotsstrategie nicht die Kosten im Fokus, die für eine Conversions anfallen sollen, sondern die reine Anzahl der Conversions.

Ziel-ROAS (Return on Ad Spend)

Jede Conversion, die über Google gemessen wird, bekommt einen Wert zugeschrieben. Wenn du beispielsweise Produkte verkaufst, wäre der Wert dynamisch, d. h. jeder Verkauf des Produkts hat einen eigenen Betrag (Hose 14,99€, Socken 4,99€).

Es gibt aber auch Conversions, die alle den gleichen Wert haben (z. B. ein ausgefülltes Kontaktformular). In Google kann man alle Conversions hinsichtlich ihrer “Werte” anpassen – entweder dynamisch oder man selbst gewichtet die Conversions nach eigener Wichtigkeit. Mit der Gebotsstrategie Ziel-ROAS bietet man auf den Conversion-Wert, sodass mit der Kampagne ein bestimmter ROAS erreicht wird und der Conversion-Wert erhöht wird. Hier musst du angeben, was dein ROAS sein soll.

Wichtig: Bei dieser Gebotsstrategie haben wir festgestellt, dass sie den ROAS effizienter erreichen kann, wenn du bereits genügend Conversions in deinem Google Ads Konto hast!

Conversion-Wert maximieren

Diese Gebotsstrategie ist der Funktionsweise der Ziel-ROAS Strategie sehr ähnlich, da sie auch auf die Conversion-Werte fokussiert ist. Der Unterschied ist, dass hier nicht der ROAS berücksichtigt wird, sondern bei dieser Gebotsstrategie der Conversion-Wert innerhalb des Budgets erhöht werden soll.

Auto-optimierter Cost-Per-Click (auto-optimierter CPC)

Beim auto-optimierten CPC ist die Automatisierung deines Gebots am geringsten, da du den CPC als Gebot für deine Keywords angeben musst. Mit der Option “auto-optimiert” ermöglichst du Google Ads, dass in relevanten Auktionen auch der CPC übertroffen werden darf. Demnach kann es hier auch passieren, dass dein maximaler CPC nicht der tatsächliche CPC ist.

2. Gebotsstrategien für das Werbeziel Klicks

Wenn du gerade mit deinen Online-Kampagnen beginnst, können Klicks auf deine Website ein wichtiges Werbeziel sein.

Welche Gebotsstrategien stehen für Klicks zur Verfügung?

Klicks maximieren

Mit der Gebotsstrategie „Klicks maximieren“ wird bei Google Auktionen automatisiert für die jeweiligen Keywords geboten. Hier wird in Betracht gezogen, wie viel Budget du für die maximale Anzahl an Klicks zur Verfügung stellst. Google Ads wird versuchen innerhalb dieses Tagesbudgets das Maximum an Klicks zu erzielen.

Tipp: Diese Gebotsstrategie bringt dir viele Klicks, nur solltest du auf die Intensität der Konkurrenz achten. Wenn du mit vielen Mitbewerbern für dasselbe Keyword bietest, kann es auch passieren, dass der tatsächliche CPC über deinen Vorstellungen liegen kann. Wenn du eine maximale Bereitschaft für einen CPC hast, dann solltest du hier auch dein Gebotslimit angeben.

Manueller CPC

Bei dieser Gebotsstrategie verwaltest du alle Gebote in der Kampagne manuell und ermöglichst Google keine Automatisierung. Bei dieser Strategie musst du eigenhändig einen konkreten Betrag für deine Gebote angeben, für die der Klickpreis gelten soll.

3. Gebotsstrategien für das Werbeziel Impressionen

Kampagnentypen, die sich auf die Reichweite deiner Werbung fokussieren, also vor allem Videos oder Bannerwerbungen, können mit Gebotsstrategien in Google Ads eingestellt werden, die sich auf die Reichweite und Impressionen ausrichten.

Welche Gebotsstrategien stehen für Impressionen zur Verfügung?

Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen

Wenn du in der Google Suche an einer ganz bestimmten Position mit deiner Anzeige erscheinen möchtest, kannst du hierfür genau diese Gebotsstrategie auswählen. Dabei kannst du angeben, bei wie viel Prozent der Impressionen du erscheinen möchtest und wie viel du für diese Positionen bietest.

CPM (Cost-Per-1000-Impressions)

Bei der Cost-Per-Mille Gebotsstrategie zahlst du den angegebenen Betrag für 1000 Impressionen auf YouTube oder im Google Displaynetzwerk. Sobald deine Anzeige ausgespielt wird, zählt das als eine Impression. Wie oft mit dem Werbemittel interagiert wird, spielt für diese Gebotsstrategie keine Rolle.

Ziel-CPM

Mit dem Ziel-CPM kannst du in der Gebotsstrategie angeben, wie viel du bereit bist für 1000 Kontakte durchschnittlich zu zahlen. Diese Gebotsstrategie ist typisch für eine Display oder YouTube Kampagne.

CPV (Cost-Per-View)

Mit der CPV Gebotsstrategie bietet man nicht auf Impressionen, sondern auf die Aufrufe deiner Videoanzeige. Hier gibst du einen Betrag an, den du bereit bist für einen Aufruf deiner Werbeanzeige zu zahlen. Für dich fallen bei dieser Gebotsstrategie immer erst Kosten an, wenn User deine Werbeanzeige für 30 Sekunden oder bis zum Ende angesehen haben oder mit einem Element wie Sitelink interagiert haben.

Fazit zu den Google Ads Gebotsstrategien

Abschließend kann man festhalten, dass es sehr viele und vor allem höchst unterschiedliche Gebotsstrategien gibt, die du in Google Ads für deine Kampagne wählen kannst. Zuerst solltest du dir immer überlegen, welches Ziel du mit deiner Kampagne erreichen möchtest und mit welcher Kampagnenart dieses Ziel am besten zu erreichen ist. Du kannst zwar nur eine Gebotsstrategie für die Erreichung dieses Werbeziels in deiner Kampagne verwenden, musst dich aber nicht endgültig darauf festlegen. Du kannst die Gebotsstrategie jederzeit ändern oder auch einen Test in Google Ads durchführen, um herauszufinden, ob eine andere Gebotsstrategie besser performt.

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