Google Ads Optimierung Welche Google Ads Berichte sind wichtig?

Welche Google Ads Berichte sind wichtig?

Google Ads Berichte helfen dir dabei, die Leistung deiner Google Ads Kampagne zu analysieren. Du erhältst also u.a. Daten zu Impressionen, Kosten, Klicks und Conversions. Konkrete Beispiele für Ads Reports zeigen wir dir in diesem Artikel.

Eine Kampagne in Google Ads zu erstellen, ist der allererste Schritt, doch damit ist sie hinsichtlich ihrer Effizienz noch lange nicht perfekt! Es ist wichtig, die Kampagnen stets zu…

  • überwachen,
  • analysieren,
  • interpretieren,
  • optimieren
  • und dann wieder zu analysieren.

Um diese Schritte angehen zu können, braucht man Berichte und ganz viele Zahlen. Bei den Performance-Zahlen muss dann hinterfragt werden, ob sie auf das Kampagnenziel einzahlen. Wenn ja, perfekt. Wenn nicht, dann ist die Frage, wie diese Kampagnen optimiert werden müssen.

Doch dafür ist es zunächst einmal wichtig, überhaupt zu diesen Zahlen zu kommen. Und genau hier gibt es einige Optionen.

Google Ads Berichte allgemein: vordefiniert vs. individuell

Bei Google Ads gibt es generell vordefinierte Berichte, also solche, in denen Google die wichtigsten Daten auflistet. Diese Berichte kannst du aber individuell anpassen. Du kannst also Spalten, die für dich unwichtig sind, entfernen und solche, die noch nicht vorhanden sind, hinzufügen. 

Diese Änderungen kannst du dann als individuell erstellten Bericht abspeichern, damit du immer wieder Zugriff darauf hast. Dabei solltest du aber wissen, welche Werte für dich sinnvoll bzw. aussagekräftig sind und welche nicht. 

Google Ads Berichte konkret: Welche gibt es? 

Es gibt eine Vielzahl an Berichten, die du über Google Ads erhalten kannst. Bevor wir die wichtigen Berichte durchgehen, ist eine Information noch wichtig zu erwähnen:
Nicht die Anzahl der Berichte, die man für die Kampagnen-Auswertung verwendet, ist entscheidend. Der Schlüssel ist vielmehr, den richtigen Bericht für die Optimierung zu finden.

Oftmals hat man sehr viele Berichte geöffnet und möchte die Performance der Kampagnen verbessern, jedoch lassen einen diese Berichte oft verwirrt zurück.
Daher gilt es ganz klar vor den Berichten eine Problemstellung zu definieren – anhand derer kann man dann überlegen, welcher Bericht dazu beitragen wird, dieses Problem zu lösen.
Als Beispiel für mögliche „Problemstellungen“:
Welche Landingpage hat mir im letzten Monat die meisten User auf die Website gebracht?
In welcher Kampagne sind in diesem Jahr die höchsten Kosten angefallen?

Nachdem du herausgefunden hast, was du analysieren möchtest, kannst du in deinem Google Ads Konto auf der Startseite oben rechts auf “Berichte” klicken. Nun siehst du die “Vordefinierten Berichte” und hast eine große Auswahl an Berichten.

Screenshot aus dem Bereich "Vordefinierte Berichte", auf dem man unterschiedliche Bericht-Typen sieht.
Screenshot aus dem Bereich „Vordefinierte Berichte“. Screenshot © Herold

1. Kampagnenbericht

Hier siehst du, ob dein Budget zielführend eingesetzt wurde oder nicht. Erfolgreich eingesetzt wurde es z. B. wenn es für Kampagnen mit hoher Abschlussrate genutzt wurde – denn dann hast du auch eine hohe Conversion Rate. Die Conversion Rate sollte also mit den Kosten korrelieren (in einer Wechselbeziehung stehen). Weitere Erkenntnisse erhältst du auch, wenn du den Bericht z. B. nach:

  • Werbenetzwerk
  • Standort
  • Endgerät (mobil vs. PC)

segmentierst.

Ansonsten kann du in dem Kampagnenbericht Daten dazu herauslesen, wie deine Kampagne in dem gewählten Zeitraum allgemein performt hat (also Impressions, Klicks, CTR, CPC, Kosten).

2. Anzeigengruppenbericht

Screenshot aus den Anzeigengruppendetails, auf dem man unterschiedliche Werte sieht.
Screenshot aus den Anzeigengruppendetails. Screenshot © Herold

In dem Anzeigengruppenbericht erhältst du alle Daten, die sich mit den Anzeigengruppen in dem Google Ads Konto befassen. Auch hier wählst du den Zeitraum, den du dir für die Performance der Anzeigengruppen ansehen möchtest.

Wichtig für die Anzeigengruppen ist zu analysieren, welche Anzeigengruppe am effizientesten hinsichtlich des Ziels performt. Hierbei kannst du auch ganz viele Messwerte und Dimensionen hinzufügen, die dir dabei helfen werden, die Daten genauer zu verstehen.

3. Keyword für Suchanzeigen

In dem Bericht für Keywords deiner Suchanzeigen kannst du alle Keywords mit den jeweiligen Dimensionen in einer Übersicht finden. Nutze diese Information, um die Performance der einzelnen Keywords zu analysieren. Hier gehören definitiv Dimensionen wie Impressionen, Klicks, CTR, CPC, Kosten, Absprungrate, Anteil der entgangenen Impressionen, Positionen und Qualitätsfaktor.

Mit diesem Bericht solltest du folgende Optimierungen vornehmen können:

  • Anpassung der Keyword-Option
  • Gebot für das Keyword
  • Pausieren/Entfernen
  • Zielseite anpassen
  • Suchbegriff anpassen

4. Landingpage

Es ist nicht nur wichtig zu wissen, welche Kampagne am effizientesten das Google Ads Budget verwendet, sondern auch, welche Landingpage die meisten User zu wertvollen Aktionen führt. Denn über Google Ads bringst du nur die interessierten User auf deine Website – alle weiteren wertvollen Aktionen wie…

  • Kauf
  • Newsletter-Anmeldung
  • Kontaktformular
  • etc.

finden dann auf deiner Website statt.

Mit dem Bericht zur Landingpage kannst du somit feststellen, welche der Landingpages, die du für deine Kampagnen und Anzeigen verwendest, am besten funktioniert. Andersrum wirst du mit diesem Report auch feststellen können, welche Landingpages du noch optimieren solltest. Das ist der Fall, wenn z. B. User zu schnell abspringen oder keine wertvolle Aktion vornehmen.
Wenn du der Meinung bist, dass die Landingpage schon optimiert ist, dann kannst du dich hier fragen, ob du diese Landingpage vielleicht nicht eher für eine andere Anzeige verwenden willst.

5. Zielgruppensegment

Wenn du deinen Kampagnen, sei es SEA oder Display, Interessengruppen hinzugefügt hast, wirst du nicht um den “Zielgruppenbericht” herum kommen. Mit diesem Bericht wirst du in einer Übersicht direkt sehen können, welche der verwendeten Interessengruppen am besten performt.
Zu empfehlen wäre es, dass du bei diesem Report nach den Kampagnen oder Anzeigengruppen sortierst, sodass du die Performance der Interessengruppen innerhalb der Kampagne besser analysieren kannst.

Was sagen dir diese Zahlen? Mithilfe dieser Daten wirst du deine Kampagne effizienter optimieren können, da du genau siehst, wer mit deinen Werbemitteln interagiert. Demnach kannst du das Budget viel stärker auf diese Zielgruppe setzen, z. B. indem du Gebotsanpassungen vornimmst oder die anderen Interessengruppen pausierst (nur, wenn diese Gruppen nicht gut performen). So hast du genug Budget für die gut performende Interessengruppe übrig.

Zusätzlich wirst du mit diesem Report auch wissen, wie du diese Interessengruppe mit weiteren Kampagnen noch stärker ansprechen kannst. Wenn du nämlich einmal herausgefunden hast, dass gewisse Interessengruppen für dein Unternehmen gut funktionieren, solltest du diese User mit ihren Bedürfnissen und Interessen und deinen entsprechenden Produkten/Dienstleistungen adressieren.

6. Berichte zu Auktionen

Wenn du wissen möchtest, wie du verglichen mit deinen Konkurrent:innen dastehst, ist dieser Report geeignet. Dies siehst du auf:

  • Kampagnen-Ebene
  • Keyword-Ebene
  • Anzeigengruppen-Ebene

Du siehst also beispielsweise, wer noch zu deinem Thema Werbeanzeigen schaltet und wie viele Impressionen du im Vergleich zu deiner Konkurrenz bei gewissen Keywords hast.

Dieser Bericht ist für die Analyse deiner Kampagne sehr wichtig, da Google Ads auf Auktionen basiert und du nur dann bessere Performances erzielen kannst, wenn du genau weißt, wie du gegenüber deiner Konkurrenz stehst.
Mithilfe der Auktionsdaten kannst du feststellen, ob du für eine bessere Position in der Google-Suche mehr Budget benötigst, deine Anzeigen qualitativer gestalten musst und vor allem wie viel du bieten könntest.

7. Bezahlt vs. organisch

Es gibt auch einen Bericht, der die organische mit der bezahlten Suche vergleicht und zeigt, wo wie viel Traffic erzeugt wird. Du siehst also, wie viel beide jeweils zu deiner Sichtbarkeit beitragen. Und dadurch kannst du dir u.a. die Frage beantworten, ob du nur auf organisches Ranking oder auch auf bezahlte Werbeanzeigen setzen solltest.

Wichtig: Für diesen Bericht musst du dein Ads-Konto mit den Webmaster-Tools von Google verbinden.

8. Zeit

Abhängig von dem Werbezeitplaner, den du für die Ausspielung deiner Anzeigen gestellt hast, ist es wichtig zu wissen, welche Tage und Uhrzeiten für dein Unternehmen am wichtigsten sind.

Wann erreichst du genau deine Zielgruppe?
Diese Daten können dir dann genau dabei helfen, deine Kampagnen hinsichtlich der zeitlichen Auslieferung anzupassen. Das bedeutet zwar, dass deine Kampagne nicht 24/7 erscheint, aber dafür genau dann, wenn du die relevantesten User erreichst.

9. Standorte

Wenn du eine größere Region in deiner Kampagneneinstellung ausgewählt hast, wird es für dich hilfreich sein festzustellen, welche Stadt/Städte für dein Unternehmen am relevantesten ist/sind. Hier kannst du herausfinden, ob du vielleicht doch nur Wien und Umgebung als Zielregion wählen solltest oder deine Anzeige doch in ganz Österreich zu finden sein sollte.

Die Google Ads Berichte: unser Fazit

In diesem vordefinierten Google Ads Bericht-Bereich findest du also zahlreiche Berichte, die dir dabei helfen, deine Google Ads Performance besser zu verstehen. Du musst diese Berichte natürlich nicht verwenden und kannst deine Performance auch direkt in der allgemeinen Übersicht interpretieren.

Du kannst sogar auch in dem Bereich “Berichte” > “Berichte” deinen ganz eigenen Bericht erstellen, den du dir dann regelmäßig ansehen kannst. Also an Berichten wird es dir in Google Ads nicht fehlen – das Wichtige ist eher, wie du mit den Berichten deine Google Ads Performance (noch) besser gestalten kannst.

Verwende hierzu nicht nur Berichte aus Google Ads, sondern erweitere die Daten, die du genau brauchst, um dein Problem zu lösen, mit Tools wie Google Analytics.